Photokina Nachlese 2014

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Heute war der letzte Tag der Photokina und ich habe die Gelegenheit genutzt und bin kurzerhand noch von Trier nach Köln gefahren, um mir vor Ort die Neuigkeiten der Photoindustrie anzuschauen.

In diesem Artikel möchte ich euch jene Produkte kurz vorstellen, welche mich besonders interessiert haben und die in meinen Augen die Highlights der diesjährigen Messe waren. Der besseren Übersicht habe ich das ganze nach Herstellern zusammengefasst.
Da ich in von Beginn meiner digitalen Fotografiezeit mit Sony- (bzw. vorher Minolta) Kameras fotografiert habe, beginne ich mal mit diesem Hersteller.

Sony

Sony hat neben den Kompaktkameras auch 2 Wechselkamerasysteme, jene mit E-Mount/Bajonett und jene mit A-Mount/Bajonett. Leider gab es bei den Sony-A-Mount Kameras rein gar keine Neuigkeiten zu sehen, weder Kameras noch Objektive. Zwar gab es dieses Jahr die Vorstellung der Sony A77II, aber dies war nur ein Update zur A77 und in keiner Weise ein wirklich innovatives Produkt.
Auch beim Sony-E-Mount gab es in Bezug auf Kameras nichts neues auf der Photokina zu sehen. Die A6000 wurde bereits vor einiger Zeit vorgestellt, war aber in meinen Augen auch nicht wirklich eine große Neuerung.
Wenigstens wurden für den E-Mount einige neue Objektive vorgestellt (wie das 16-35 f4 unten im Bild), allesamt allerdings für Vollformat – die APS-C-Nutzer werden auch hier im Moment stark vernachlässigt. Die neuen Objektive für die E-Mount Vollformatkameras sind allesamt zwar nicht schlecht und helfen, dem System eine Objektivbasis zu geben, aber wirkliche Überraschungen gab es auch hier nicht. Die Objektive glänzen weder durch besondere Kompaktheit noch die besondere Lichtstärke. Nichts, was man also nicht schon woanders gesehen hat.
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Auch bei den Kompaktkameras hat Sony keine Neuerungen zu zeigen gehabt. Die RX100 III ist schon ein paar Monate auf dem Markt. Leider hatte man es bei dieser Kamera immer noch versäumt einen Touchscreen zu spendieren und leider ist der Brennweitenbereich gegenüber den Vorgängern etwas kleiner geraten, was ein Tribut an die höhere Lichtstärke ist. Highlight bei dieser Kamera ist dagegen der optische Sucher – eine der wirklichen Innovationen in diesem Segment, wo Sony noch unangefochten ist – keine so kompakte Kamera kann mit einem solchen Sucher aufwarten und der Sucher ist wirklich gut!
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Alles in allem ist Sony daher für mich eine der Enttäuschungen der Photokina. Ich habe den Eindruck, man hat die Sony-A-Mount-Kameras gedanklich aufgegeben und auch bei den E-Mount-Kameras die Nutzer stark vernachlässigt, was neue Objektive angeht. Nur im Bereich der Edelkompakten und im Vollformat scheint Sony im Moment seine Prioritäten zu sehen. Sehr schade, aber auch ein Grund, warum ich im Moment am Wechsel zu Micro-Four-Thirds bin.

Nikon

Kann man die Enttäuschung von Sony noch steigern? Ja man kann, wenn man bei Nikon schaut. Dort gab es quasi nichts neues zu sehen. Insofern gibt es nicht viel zu sagen, als ab zum nächsten Hersteller.

Canon

Canon war in den letzten Jahren auch nicht dafür bekannt, zu den innovativsten Herstellern zu gehören. Die Kameras waren immer nur kleine Iterationen zu den Vorgängermodellen und es gab im Bereich der DSLRs quasi keine Überraschungen seit Jahren bei Canon. Auch in diesem Jahr ist hier nichts wirklich passiert. Es gibt zwar eine 7D Mark II, die wieder alles ein bisschen besser machen soll, aber wirklich spannend ist das nicht.
Bei den spiegellosen Kameras hat Canon mit dem M-System bislang nicht punkten können und folgerichtig gab es hier auch keine Neuheiten auf der Photokina. Ich persönlich glaube, dass dieses System keinerlei Chancen auf eine Zukunft hat.
Auch bei den Kompakten war Canon zuletzt eher eine Enttäuschung. Die G1X II war mit Spannung erwartet worden, kombinierte sie doch einen Micro-Four-Thirds-ähnlichen Sensor mit einem lichtstarken 24-120mm Objektiv (kb-Äquivalent). Leider war der Sensor nicht auf der Höhe der Zeit, das Gewicht recht hoch und mit der Neuvorstellung der Panasonic LX100 sollte es diese Kamera noch viel schwerer haben, zumal ihr jetzt auch Konkurrenz aus dem eigenen Haus droht.
Die neue Canon G7 X zählt für mich zu den interessantesten Neuvorstellungen der Photokina. Es handelt sich hierbei um eine Kompaktkamera mit einem 1-Zoll-Sensor wie bei der RX100 (I/II/III). Es ist sogar zu vermuten, dass es der gleiche Sony-Sensor ist, was auch eine Kamera mit guter Bildqualität schließen lässt. Highlight ist aber das Objektiv, welches einen Brennweitenbereich von 24-100mm (kb-Äquivalent) bei einer Lichtstärke von f1.8-f2.8 bietet. Damit bietet das Objektiv mehr Brennweite als die Sony RX100 III bei höherer Lichtstärke über einen großen Brennweitenbreich.
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Ggü. der RX100 II bietet die Kamera mehr Weitwinkel und mehr Lichtstärke. Dazu hat man der G7 X einen Touchscreen spendiert, was ebenfalls ein Bonus im Vergleich zu Sony ist. Leider fehlt dafür der Sucher, den die RX100 III hat ebenso, wie eine Funktion, um das Display nach unten zu neigen (kann man umgehen, indem man die Kamera einfach kopfüber hält um 180 Grad gedreht) und ein Anschluss für einen externen Blitz. Trotzdem ist die Kamera wegen des Objektivs sehr sehr interessant, sofern die Bildqualität den Preis von 649 EUR rechtfertigt. Beispielbilder, welche im Internet aufgetaucht sind, bieten da sowohl sehr gute Bilder, aber auch einige sehr unterdurchschnittliche, welche insbesondere im Makrobereich liegen (Link: http://www.dpreview.com/forums/thread/3726993). Ich bin hier auf die ersten umfassenden Tests gespannt, denn wenn die Kamera in Bezug auf die Bildqualität ein gutes Ergebnis bietet, könnte sie durchaus im nächsten Jahr eine meiner Neuerwerbungen werden.

Fuji

Auch bei Fuji gab es leider auf der Photokina keine neuen Kameras zu sehen. Bei den Objektiven gab es ein paar Neuvorstellunge und zudem Hinweise, dass bestehende Modelle neue Funktionen via Firmware spendiert bekommen. Fuji hat sicher einige der besten spiegellosen Kamerasysteme am Markt. In meinen Augen ist der einzige Nachteil, dass man es auch hier bislang nicht geschafft hat, denn Größen- und Gewichtsvorteil bei den Kameras auch auf die Objektive zu übertragen. Denn die Objektive bei Fuji sind zwar alle sehr gut, aber auch groß und recht schwer.
Spektaklär kann man den Auftritt von Fuji aber auch nicht nennen.

Samsung

Bei Samsung gab es einiges zu entdecken. Hier wurde das neue Flagschiff NX1 vorgestellt. Hinzu kommt ein 16-55 f2-f2.8-Objektiv, welches zwar recht groß ist, aber dank seiner Lichtstärke einzigartig im APS-C-Bereich ist. Damit ist das Freistellungspotential an dieser APS-C-Kamera schon fast auf dem Niveau einer Vollformatkamera. Hinzu kommt ein innovatives Autofokussystem und ein 50-150mm f2.8-Objektiv.  Insgesamt sicher eine der besten APS-C-Systemkameras, die derzeit am Markt ist. Allerdings gilt auch hier, dass die Kamera und Objektive alles andere als kompakt sind. Trotzdem denke ich, dass die Kamera einige Fans gewinnen wird, sofern der neue Sensor mit 28 MP seine Werbeversprechen einlösen kann und die neuen Objektive qualitativ hochwertige Bilder produzieren.
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Olympus

Kommen wir nun zu Micro-Four-Thirds. Bei diesem System schaue ich im Moment besonders hin, weil ich mir dieses Jahr die Panasonic GX7 zugelegt habe und bislang begeistert bin, wie kompakt und doch hochwertig dieses System ist. Siehe hierzu auch mein Vergleich der Sensorgrößen und mein Test der GX7 in Istanbul (Link).
Auch wenn ich eine Panasonic-Kamera habe, so finde ich doch die Olympus-Kameras ebenfalls sehr interessant. Sie bieten noch ein wenig mehr Möglichkeiten, die Kamera nach dem eigenen Geschmack einzustellen (wenn diese auch sehr komplex gestaltet sind) und zudem mit dem Bildstabilisierungsystem in der Kamera und den Nachtaufnahmemodi einige interessante Features. In Bezug auf Kameras gab es aber bei der Photokina nur wenig zu entdecken. Die E-M1 gibt es jetzt auch in Silber und kurz zuvor wurde die E-PL7 vorgestellt ohne dass diese wirkliche Innovationen bot. Für die E-M1 gibt es aber ein umfassendes Firmware-Update, welches einige neue Funktionen bringt, so z.B. die Steuerung der Kamera vom PC aus. Ich finde es sehr gut, wie Olympus seine Kameras auch nach dem Erscheinen noch mit neuen Funktionen versorgt, so dass sie länger auf dem Stand der Zeit bleiben. Hieran können sich andere Hersteller ruhig mal ein Beispiel nehmen.
Neben diesen Neuerungen gab es auch das neue Olympus 40-150mm f2.8-Zoom zu sehen. Es soll das beste Telezoom sein, was Olympus je gebaut hat. Für ein Micro-Four-Thirds-Objektiv ist es mit 880g (ohne Stativhalterung 760g) recht schwer und mit einer Länge von 16cm passt es auch nicht mehr in eine kompakte Fototasche. Dennoch bietet es im Gegensatz zur Konkurrenz, welche meist nur 3-fach-Zooms hat ein 3,75-fach-Zoom, einen Staub- und Spritzwasserschutz und eine innovative Sonnenblende, welche auf dem Objektiv einfach zurückgeschoben werden kann, wenn man sie nicht braucht (statt wie bei anderen Herstellern, wo man die Blende abschraubt und umgekehrt wieder aufs Objektiv setzt). Preislich wird es wohl um die 1400 EUR liegen. Dazu wurde auch noch ein 1,4-fach Telekonverter vorgestellt, welcher sehr kompakt und hochwertig gebaut ist. Leider ist dieser aber so konstruiert, dass eine Linse stark herausragt, so dass der TC nur mit sehr wenigen Objektiven (genauer gesagt nur 2 Objektiven) nutzbar ist – schade!
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Blickt man auf bisherige Objektive von Olympus, so ist zu erwarten, dass man auch dieses Mal den Werbeversprechen glauben kann, denn in Bezug auf hochwertige Objektive hat Olympus bislang nicht enttäuscht. Einzig die Größe und das Gewicht sind ein Wermutstropfen.

Panasonic

Zu guter Letzt bei den Kameras bleibt noch Panasonic übrig. Hier war vor der Photokina viel spekuliert worden über neue Kameras (weniger über neue Objektive) und ich war extrem gespannt, was man vorstellen würde.
Zum einen sollte ein weiteres Modell der GM-Serie kommen. Letztes Jahr wurde die GM1 vorgestellt, welche die kleinste MFT-Kamera bislang ist. Sie hatte allerdings keinen Sucher und kein Klappdisplay und auch der Anschluss eines Blitzes war nicht möglich. Genug Potential also für einen Nachfolger. Dieser sollte jetzt die GM5 sein, welche nach den Gerüchten auch die von mit besessene GX7 ersetzen sollte. Seit der Photokina sind wir nun schlauer. Die GM5 ersetzt weder die GM1 noch die GX7, sondern ist dazwischen positioniert. Sie ist etwas größer als die GM1, bietet dafür aber einen kleinen elektronischen Sucher. Hinzugekommen ist ebenfalls ein Hotshoe, dafür ist aber der externe Blitz weggefallen. Einen wirklichen Wert hat der externe Blitzanschluss allerdings nicht, denn die Blitzsynchronzeit ist immer noch bei einer magereren 1/50s (die GX7 synchronisiert bis zu 1/320s!). Positiv sind ein paar neue Schalter, endlich eine Einstellung für ISO100 und ein Augenfokus statt einem Gesichtsfokus. Wirklich schade ist dagegen, dass man auch diesmal auf einen beweglichen Bildschirm verzichtet und auch den Stabilisator im Gehäuse nicht von der GX7 übernommen hat. Hinzukommt, dass das Anfassgefühl bei der GM5 (zumindest bei der roten Version, welche auf der Messe ausgestellt war) sich wirklich billig anfässt und keine wirkliche Wertigkeit ausstrahlt.
Insgesamt ist die GM5 damit noch nicht wirklich ausgereift in meinen Augen und die GX7 nachdem sie jetzt mittlerweile etwas günstiger ist der bessere Kauf.
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Dazu gibt es ein neues kompaktes 35-100 f3,5-5,6 Zoom, welches zu den Kameras der GM-Serie passt. M.E. eher uninteressant, da es schon die sehr guten 40-150 (Olympus) bzw 45-150 (Panasonic) Objektive gibt.
Daneben gab es aber noch eine Neuankündigung von Panasonic und diese ist meiner Meinung nach der Star der diesjährigen Photokina: die Panasonic LX100. Die LX100 ist eine Premiumkompaktkamera mit einem fest verbauten Objektiv, welchen einen Blickwinkel von umgerechnet 24-75mm abdeckt bei einer Lichtstärke von f1,7-2,8. Solche Werte waren bislang nur bei 1/1,7-Zoll-Sensoren üblich, doch Panasonic hat hier den Micro-Four-Thirds-Sensor aus der GH4/GX7 verwendet. Um das Objektiv kleiner zu halten und eine Multiformatoption zu bieten, nutzt das Objektiv aber nur maximal rund 13 Megapixel des 16 Megapixel-Sensor.
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Dazu bietet die Kamera ein Bedienkonzept, welches aus meiner Sicht sehr logisch ist und viele Einstellmöglichkeiten bietet. Dieses wird unterstützt durch die vielen Drehräder und direkte Funktionsknöpfe. Ebenfalls sehr positiv ist, dass die Kamera über einen eingebauten Sucher verfügt, etwas, was sie der G1X II von Canon (dem einzigen Rivalen in dieser Sensorklasse) voraus hat. Auch der Pansonic Sensor ist deutlich überlegen zum Canonsensor. Offen bleibt nur, ob das Objektiv nicht nur auf dem Papier beeindruckend ist, sondern auch in der Realität.
Die Kamera ist zwar nicht so kompakt wie eine RX100 III von Sony oder die Canon G7 X, aber trotzdem noch Jackentaschentauglich und wiegt mit 390g weniger als meine GX7 ohne Objektiv. Bei einer guten Bildqualität des Objektivs (Vergleichsmaßstab wäre ein Olympus 12-40 oder Panasonic 12-35 f2.8) würde ich die Kamera sofort kaufen, wenn – ja wenn es nicht 2 Wermutstropfen gibt. Wer bei Panasonic auf die Idee gekommen ist, dass eine solche Kamera keinen klappbaren Bildschirm braucht, der sollte sich am besten einen neuen Job suchen. Und dass man dann diesem festen Bildschirm noch nichtmal eine Touchscreen-Funktion verpasst hatte ist dann noch mehr enttäuschend. Panasonic ist einer der besten Hersteller, wenn es darum geht, die Kamera mittels Touchscreen einfacher bedienbar zu machen. Ich hätte diese Funktion nie als sinnvoll eingestuft, bis ich die GX7 gekauft hatte. Auch die Möglichkeit des schnellen Fokussierens mittels Touchscreen ist eine tolle Sache nur leider halt nicht bei der LX100. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die LX100 eine der wenigen wirklichen Innovationen im Kamerabereich in diesem Jahr ist. Nur ob ich sie mir kaufe, weiss ich noch nicht, denn selbst bei einer guten Bildqualität nutze ich den klappbaren Bildschirm und den Touchscreen bei meiner GX7 doch recht häufg.
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Wer sich bis hier durch den Artikel gearbeitet hat, der hat sicher mitbekommen, dass es keine wirklichen Highlights auf der Photokina gab, mit Ausnahme der G7X von Canon und der LX100 von Panasonic. Ich habe aber auch noch einige Zubehörprodukte mir angeschaut und auch hier möchte ich euch ein paar interessante Produkte zeigen:

Nissin i40

Der Nissin i40 ist ein Blitz – soweit eigentlich nichts wirklich erwähnenswertes. Doch dieses Blitz ist sehr kompakt bei trotzdem ansehnlicher Leistung und ist so wie gemacht für die kompakteren Systemkameras wie jene bei Micro-Four-Thirds oder eben die neue LX100 von Panasonic. Der Blitz ist in allen Richtungen schwenkbar, hatte eine Video LED ein intuitives Bedienkonzept und mit einem Marktpreis von rund 160 EUR ist er zudem recht erschwinglich. Einzig ein LED-Display mit einer Reichweitenanzeige wäre hilfreich gewesen. Ansonsten habe ich ihn heute ausprobieren können und finde ihn wirklich gut verarbeitet und leicht bedienbar. Diesen Blitz werde ich mir aber wohl noch in Zukunft zulegen.
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Peakdesign

Von Peakdesign habe ich ja den Capture Pro im Einsatz wie auch die kleine Handschlaufe Cuff (hier gehts zu Review: Link). Nun wurde ein neuer Kameragurt auch für schwerere Kameras vorgestellt und eine neue Kameraschlaufe sowie eine modifizierte Adapterplatte für den Capture Pro. Ich finde die Produkte dieser Firma sehr gut durchdacht und kann nur jedem den Tip geben sie sich mal anzuschauen. Man gab mir auch den Hinweis, dass man auch schon an Lösungen zum Transport von Objektiven und Stativen plant.

Hoocap und Rimmz-Objektivdeckel

Objektivdeckel und Sonnenblenden als Highlight? Nein nicht wirklich, aber diese beiden Produkte fand ich wirklich pfiffig. Die Hoocap kombiniert Sonnenblende und Objektivdeckel. Leider ist sie noch nicht für sehr viele Objektive erhältlich Der Rimmz Objektivdeckel (bislang nicht in Deutschland erhältlich) ist ein universaler Deckel, der auf Objektive mit einem Durchmesser von bis zu 62mm passt. Aus meiner Sicht auch eine praktische Idee.
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Cosyspeed-Taschen

Diese Taschen wurden dieses Jahr vorgestellt und bieten eine besonders komfortable Trageweise. Sie werden an der Hüfte getragen. Zudem sind die Taschen in ihrer Größe verstellbar und erlauben einen besonders schnellen Zugriff auf die Kamera. Ich habe die Tasche mal ausprobiert und fand sie wirklich gut. Auch das Zusammenspiel mit dem CapturePro von Peakdesign hat funktioniert, auch wenn ich dafür die Tasche auf der linken Seite tragen musste statt wie von den Erfindern gedacht auf der rechten Seite. Einziger Nachteil dieser Trageweise ist, dass der Verschluss des Hüftgürtels dann nicht mehr vorn sondern hinten sitzt. Vielleicht gibt es ja aber hier auch in Zukunft Versionen, wo die Tasche auf der anderen Seite sitzt. Trotzdem eine schöne Tasche, die insbesondere für die spiegellosen Systemkameras entworfen ist.
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Zyoptics 42,5mm f1.2 Objektiv für Micro Four Thirds

Insgesamt waren sehr viele Chinesische Firmen auf der Photokina präsent. Eine der interessantesten Vorstellungen bot der Objektivhersteller Zyoptics, welcher neben einem 24mm f1.7 Objektiv auch ein 42,5mm f1.2 Objektiv für Micro Four Thirds vorstellte. Das Objektiv macht einen sehr wertigen Eindruck und ist einerseits massiv, aber trotz seiner Lichtstärke sehr kompakt. Es ist ein reines manuelles Objektiv, dafür aber mit rund 360 USD auch sehr preiswert und eine schöne Ergänzung für spiegellose Systemkameras.
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Fazit

Es war ein interessanter Tag auf der Photokina, allerdings gab es wenige wirkliche Neuigkeiten zu sehen, sondern vielmehr nur Weiterentwicklungen / Erweiterungen bestehender Produkte/Produktserien. Etwas von der Masse abgehoben haben sie die Canon G7X und die Panasonic LX100, bei denen ich wirklich gespannt bin, was erste Tests zu den Kameras sagen werden.


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Autor:Jens Koopmann