Dubai – Das New York Arabiens – Teil 7: Ballonfahrt in der Wüste

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Früh aufstehen, d.h. bevor die Sonne aufgegangen ist, gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Aber an einem Tag wie heute fiel es mir etwas leichter, denn ich musste nicht etwa wegen der Arbeit früh aufstehen, sondern für einen Ausflug mit dem Heißluftballon. Da dieser bei Sonnenaufgang stattfand und der Flugort in der Wüste rund 40min von Dubai entfernt ist, musste ich etwas früher als üblich aus dem Bett krabbeln.

20 vor 5 wurde ich dann auch von Kapitän Attila abgeholt, einem der beiden Piloten für die 2 Ballons, die heute starten sollten. Ich bin natürlich nicht allein geflogen, sondern bei diesen Flügen sind immer rund 12-24 Personen in einem Ballon. Heute waren wir 16 pro Ballon.

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Nachdem wir die anderen Teilnehmer getroffen hatten, ging es dann schleunigst zur Abflugstelle, wo bereits die beiden Ballons gefüllt wurden. Die kurze Fahrt aus Dubai hinaus führte und in der Tat direkt in die Wüste, wo es so früh am Morgen noch reichlich frisch war. Die Ballons, mit denen wir heute fliegen sollten, gehören zu den größten überhaupt und sind mit ihren bunten Farben dazu auch noch hübsch anzusehen. Bei der Verteilung der Teilnehmer auf die Piloten kam ich in die Gruppe des zweiten Piloten Peter, der wie Kapitän Attila aus Ungarn stammt, aber lange Zeit in Neuseeland gelebt hat, dann in Deutschland und mittlerweile auch einen italienischen Wohnsitz hat, mit einer tunesischen Frau verheiratet ist und in Dubai lebt – alles klar? …

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Nach einer kurzen Instruktion, was wir durften bzw. nicht durften im Ballon und wie wir uns bei der Landung zu verhalten hatten, ging es dann auch schon los. Leider durfte pro Person nur eine Kamera mitgenommen werden und so musste ich leider eine der beiden Kameras im Auto lassen. Die kühle Umgebungsluft änderte sich schlagartig, als wir in den Korb des Ballons geklettert waren, denn das heiße Gas erzeugte eine unglaubliche Wärme. Ehe wir uns dann versehen haben, waren wir dann auch schon unterwegs. Wie schwerelos abgehoben auf dem Weg rund 1300m an Höhe zu gewinnen.

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Es war ein klarer Morgen und nur wenige Schleierwolken waren am Himmel und so versprach es ein toller Sonnenaufgang zu werden. Über einer Bergkette zeigte sich die Sonne dann auch kurz vor 7 Uhr. Passend dazu befand sich der zweite Ballon so, dass er mitten im Sonnenaufgang war – eine wirklich tolle Szene.

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Danach haben wir uns eine gute Stunde mit dem Wind treiben lassen. Zunächst mussten wir aber aus einer Absprungzone für Fallschirmspringer heraus, weswegen Peter nach einer passenden Luftschicht suchte, welche uns in die richtige Richtung brachte. Am Horizont war auch Dubai und natürlich der Turm des Burj Khalifa im Dunst zu sehen. Der Dunst kam daher, dass in der Stadt die Luft nicht ganz so klar und trocken ist, wie hier in der Wüste.

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Nach dem Flug in der Höhe stand dann noch ein wenig Gleiten nahe dem Boden auf dem Programm. Dabei flogen wir über ein privates Resort, dass dem Kronprinzen des Emirats gehört und der sich dort in der Wüste auch ein paar Wildtiere wie Antilopen und Giraffen hält. Nur Fotos davon durften wir nicht machen, es war schließlich herrschaftliches Gebiet. Damit ging der Flug aber auch schon dem Ende zu und direkt nach der Absperrung des Resorts suchte Peter nach einem Landeplatz. Wir hatten schnell alle unsere Gurte angelegt und die Landeposition eingenommen und dann wurde es ruckelig. Wir setzten einmal auf, schleiften etwas am Boden, hoben nochmal kurz ab, um dann schließlich seitwärts am Boden liegen zu bleiben. Es fühlte sich recht abenteuerlich an, war aber lt. Peter eine perfekte Landung. Trotzdem – rückenfreundlich ist das nicht…

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Nun konnten wir uns kurz erfrischen, während die Jungs der Firma den Ballon bereits wieder verstauten und Kapitän Attila mit dem zweiten Ballon auch zur Landung ansetzte nicht unweit von uns (er war erst kurz nach uns gestartet).
Da während des ganzen Flugs eine Gopro-Kamera am Ballon befestigt war, wurde uns dann noch angeboten, dass Video für rund 30 EUR zu erwerben. Da es mein erster Flug war, habe ich das dann auch noch gemacht und in ein paar Tagen sollte ich dann auch den Filmbeweis haben, dass ich mit an Board war.

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Zufrieden ging es dann zurück nach Dubai ins Hotel, wo ich erstmal meinen Hunger beim Frühstück stillen musste und mich danach bis zum Nachmittag ausgeruht und Tagebuch geschrieben habe.
Diese Ausruhphase war auch notwendig, denn es wartete das zweite Tageshighlight auf mich: zum Sonnenuntergang sollte auf den Burj Khalifa gehen.

Hier noch das Video vom Flug:

 

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Autor:Jens Koopmann