Aus 2,3 Megapixeln werden 37,7 Megapixel dank AI!

Im Dezember letzten Jahres war ich mal wieder in Kenia und aktuell bearbeite ich gerade die Bilder von dieser Reise. Und heute bin ich bei einem Bild angekommen, bei dem mich die Ergebnisse der Bearbeitung doch so beeindruckt haben, dass ich das Ganze unbedingt auch hier in einem kleinen Beitrag festhalten wollte.

Es geht dabei um folgende Aufnahme:

Ich war auf dem Lake Naivasha mit einem Boot unterwegs und in recht großer Entfernung sah ich einen Fischadler. Das Problem war dabei, dass dieser selbst bei 600mm Brennweite (mehr hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht dabei) immernoch recht klein im Bild war, so dass man nicht gerade von einem bildfüllenden Motiv sprechen konnte.

Trotzdem wollte ich das Bild behalten, da es einfach die Situation in dem Moment dokumentiert, dass ich den Fischadler gesehen hatte. Allerdings war es unerlässlich, hierfür großzügig die Aufnahme zu beschneiden:

Am Ende blieben von 16 Megapixeln gerade mal noch 2,3 übrig. Bei 300dpi Auflösung entspricht dies gerade noch einem 15×10 Ausdruck!

Zunächst rein aus Spaß habe ich das kleine Bild dann mal nach GigaPixel AI geschickt. Dieses Tool von Topaz Labs hatte ich euch vor einiger Zeit schon einmal vorgestellt (hier ist der Testbericht). Ich hatte vor gut einem Jahr die drei Fototools Sharpen AI, GigaPixel AI und Denoise AI mir zum ersten Mal angeschaut und war insbesondere von Sharpen AI so begeistert, dass ich mir die drei Programme im Bundle gekauft hatte (hier ist mein Testbericht zu Sharpen AI).

In GigaPixel habe ich eine 4-fach-Vergrößerung eingestellt (was eine 16-fachen Anzahl von Megapixeln entspricht!) und das Model „Low Resolution“ ausgewählt:

Das Ergebnis hat mich wirklich überrascht, denn was bei dieser starken Vergrößerung herauskam war einfach beeindruckend:

Hier seht ihr nochmal wie stark die Vergrößerung ist. Links ist das Ursprungsbild bei 100% und rechts die vergrößerte Version mit Gigapixel AI:

Das Ergebnisbild hat sage und schreibe 37,7 Megapixel, also mehr als 2x soviele Pixel, wie das Ursprungsfoto VOR Beschnitt.

Natürlich ist das Ganze nicht 100 Prozent perfekt und wenn man sucht, findet man an wenigen Stellen ein paar kleine Artefakte, allerdings fallen diese wirklich klein aus:

Ich würde nie behaupten, dass das Ergebnis genauso gut wäre wie eine Aufnahme, die nativ diese Auflösung hätte, aber das Ergebnis ist alles andere als unbrauchbar. Ein Druck in A4 ist hier gar kein Problem. Selbst A3 wäre immer noch möglich. Und Fakt ist auch, dass ich einfach keine bessere Möglichkeit hatte, das Bild aufzunehmen und insofern hat GigaPixel AI das Foto soweit verbessert, dass es brauchbar ist.

Die Ergebnisse mit GigaPixel AI sind nicht immer so drastisch, wie hier gezeigt und vieles hängt davon ab, wie gut die Ausgangsaufnahme war, was für ein Motiv es ist und welche Strukturen im Bild vorkommen. Gerade aber bei sehr geringen Auflösungen sind die Ergebnisse oft besonders gut.

Wenn ihr auch Interesse an dem Programm habt, dann ladet euch doch die Testversion herunter und am besten nutzt ihr dafür den Link hier auf der Seite, denn so unterstützt ich gleichzeitig noch meinen Blog (für euch kostet das keinen cent mehr, ich erhalte jedoch eine kleine Provision!). Vergesst aber nicht, auch noch den Coupon (z.B. IQBUNDLE15, weitere sind einfach im Netz zu finden, falls dieser nicht mehr funktioniert) einzulösen, um nicht mehr als nötig zu bezahlen.

Ich hoffe, dieses kleine Beispiel hat euch genauso beeindruckt wie mich. Ich finde es jedenfalls spannend, was heutzutage mit AI so alles möglich ist.