Reisebericht Kenia 2011 – Ein afrikanisches Sommermärchen. Teil 23: Ein letzter Tag im Paradies

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Am letzten Tag unserer Reise nach Kenia ist Milly ein zweites Mal nach Mombasa aufgebrochen während für mich Zeit blieb, mit am Mwazaro Beach noch etwas zu erholen. Am Abend haben wir dann auch noch den heiligen Baobab besucht.

Inhaltsverzeichnis Reisebericht Kenia

Teil 1: Anreise nach Kenia Teil 9: Fahrt in die Masai Mara Teil 17: Mwazaro Beach
Teil 2: Kisumu Teil 10: Masai Mara Teil 18: Mwazaro Beach
Teil 3: Familienbesuch in Ndori Teil 11: Masai Mara Teil 19: Mombasa
Teil 4: Impala Sanctuary Kisumu Teil 12: Bei den Masai Teil 20: Mwazaro Beach
Teil 5: Kit Mikayi und Äquator Teil 13: Masai Mara Teil 21: Mwazaro Dorfbesuch
Teil 6: Schulen in Kenia Teil 14: Lake Nakuru Teil 22: Ramisi Delta Mangrovenwald
Teil 7: Ndori Teil 15: Lake Nakuru / Lake Naivasha Teil 23: Mwazaro Beach
Teil 8: Kibuye Markt Kisumu Teil 16: Zugfahrt nach Mombasa Teil 24: Rückreise

28.08.2011, 1:40 Uhr Mombasa

Es ist mitten in der Nacht und eine reichlich unchristliche Zeit, um am Flughafen zu sein. Doch unsere Rückreise steht an, denn auch der letzte Urlaubstag ist im Eiltempo an uns vorübergezogen.
Milly hatte sich bereits früh am Morgen auf den Weg nach Mombasa gemacht, um dort noch etwas zu shoppen. Da ich bei sowas nur hinderlich bin und nicht unbedingt nochmal nach Mombasa musste, bin ich in der Lodge geblieben. Da ich dann aber auch schonmal wach war, habe ich zunächst einmal noch ein paar Fotos von der schönen Morgensonne, die sich durch die Wolken kämpfte, geschossen und das Tagebuch von gestern geschrieben.
Danach gab es in aller Ruhe erstmal Frühstück und die in der letzten Woche liebgewonnene Eipizza. Diese besteht wie der Name schon sagt aus Eiern (wobei es nur nach dem Eiweiß der Eier ausschaut), die zusammen mit Tomaten, Basilikum und Käse gebraten werden – was leichtes halt
Meine vom gestrigen Ausflug krebsroten Knie und Oberschenkel habe ich dick mit Sonnencreme eingeschmiert, was einer Kriegsbemalung gleich kam, aber es hat zumindest etwas geholfen. Bei den anderen Gästen rief es jedoch eine leichte Belustigung hervor…
Die verbleibenden Kitesurfer hier hatten jedoch ein anderes Problem: ihr Boot, mit welchem Sie raus fahren wollten, lag auf dem Trockenen, da der Skipper es nicht weit genug rausgefahren hatte. In den letzten Tagen wurde der Unterschied zwischen Ebbe und Flut immer größer, sprich die Ebbe immer flacher und die Flut immer höher.
Des einen Leid war jedoch des anderen – in diesem Fall meine – Freud, denn ich bin erstmal mit der Kamera rausgezogen und habe bei dem trockengelegten Boot und den Mangroven ein paar Fotos gemacht.
Den Rest des Vormittags habe ich schonmal erste Sachen gepackt und ein wenig gelesen. Die Zeit ist eh schon wieder gerannt. Zwischendrin habe ich mir noch einen besonderen kleinen Snack bestellt an der Bar. Es gab gegrillte Garnelen in Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch – ein echter Traum von dem ich locker noch ein paar Portionen mehr essen hätte können.
Wenig später kam das Wasser dann auch wieder zurück und ich habe mich ein letztes Mal in die Fluten des Indischen Ozeans gestürzt. Da wo in den letzten Tagen bei Flut das Wasser noch immer seicht war, stand ich heute jedoch schon bis zum Hals drin und musste gut auf die Wellen achten. Dem Erfrischungseffekt des Bades hatte dies aber keinen Abbruch getan.
Allerdings provozierten diese Wellen auch, dass ich nach meiner kurzen Schwimmerei nochmal die Kamera in die Hand genommen habe und mittels Graufilter noch ein paar spannende Bilder bekommen habe.
Irgendwann kam dann auch Milly wieder aus Mombasa zurück, gerade rechzeitig, um mit den anderen und dem Barkeeper Hamisi zum heiligen Baobab zu gehen, den wir beim Dorfbesuch vor ein paar Tagen ja nicht sehen konnten, wegen einer Zeremonie.
Der Baum dient den Digos, um mit den Geistern in Kontakt zu treten, sich Rat zu holen, oder für etwas zu beten. Dabei versprechen sie dem Baum auch immer ein Opfer als Gegenleistung für seinen Rat oder seine Hilfe. Dabei muss der Baum jedoch in Vorleistung gehen, denn das Opfer wird erst fällig, wenn der Baum bzw. die Geister tatsächlich die gewünschte Hilfe gebracht haben. Bringt man dann aber das versprochene Opfer nicht, so bestrafen die Geister den Betrüger doppelt so hart.
Bevor aber jemand zum Baum vortreten kann, muss zunächst der Dorfälteste den Ort segnen.
Die jungen Einwohner von Mwazaro kommen zwar seltener zum Baum, aber auch sie respektieren seine Macht, denn die meisten haben sie schon auf die eine oder andere Art und Weise zu spüren bekommen.
Auch die Mwazaro Beach Lodge gibt es nur dank dem Wohlwollen des Baumes und der Geister, denn Hans musste, als er diesen Ort aufbaute, sich zunächst den Segen der Geister holen, um auch Frieden mit den Einheimischen zu haben. Diese Geschichten beschreibt Hans auch in seinem Buch, was ich die letzten Tage gelesen hatte.
Zum Abschluss der kurzen Tour hatte uns Hamisi dann noch kurz seine Kletterfähigkeiten an einer Palme demonstriert.
Danach war dann bis zum Abendessen packen angesagt – die wohl lästigste Sache im Urlaub. Zum Essen gab es ein Thunfisch Masala – sehr lecker, auch wenn die Fische hier eher wie Fleisch schmecken, da sie im warmen Wasser des Ozeans kein Tran bilden.
Nach dem Essen saßen wir alle noch eine Weile zusammen, bevor um halb 12 unser Shuttle zum Flughafen angekommen war. Zügig ging es dann nach Mombasa und jetzt sitzen wir hier im Terminal und warten auf unseren Flieger nach Addis Abeba.
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Autor:Jens Koopmann