Dubai – Das New York Arabiens – Teil 8: Dubais Dach

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Nach dem spektakulären Ballonflug über die Wüste am Morgen sollte es am heutigen Nachmittag zum Sonnenuntergang auf den Burj Khalifa gehen, um den Tag so beeindruckend zu beenden, wie er begonnen hatte. Dazu musste ich wieder mit der Metro in die Stadt. Die Metro ist supermodern und ein preisgünstiges Nahverkehrsmittel hier in Dubai. Die Tageskarte für den gesamten Nahverkehr kostet gerade mal 4 EUR. Die Züge sind dafür aber auch zu jeder Tages- und Nachtzeit brechend voll. Zumindest habe ich noch keinen halbwegs leeren Zug gesehen. Immerhin sind sie sauber und klimatisiert.

In Downtown Dubai angekommen musste ich zunächst einmal feststellen, dass das klare Wetter sich verzogen hatte und doch vermehrt Schleierwolken am Himmel waren. Für Fotos ist dies aber viel spannender als ein klarer blauer Himmel und so habe ich noch etliche Außenbilder vom Burj Khalifa gemacht.

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Nur zu nahe kommen darf man dem Gebäude nicht, denn dann wird man sofort von Sicherheitskräften abgefangen, die einem den Weg wieder weg vom Turm weisen. Glaubt mir, ich habe so ziemlich jeden Weg probiert…

Erschwerend kommt hinzu, dass viel Wege  wegen der unzähligen Baustellen Sackgassen sind, so dass ich am Ende ganz schön umhergeirrt bin und gar nicht mehr viel Zeit bis zum meinem Slot zum Aufstieg in den Burj Khalifa blieb.

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Insgesamt ist der Eindruck von Dubai in diesen Tagen für mich der, dass diese Stadt noch unglaublich in Bewegung ist und sich noch nicht gefunden hat. Es ähnelt eher einem Flickenteppich als einem gewachsenen Ganzen, denn wo man auch hinschaut wird eigentlich überall gebaut.

Nach einer leckeren Zitronen-Limonen-Minz-Limonade in der Dubai Mall bin ich dann auch in den Burj Khalifa hinein. Der Eingang ist unten in der Dubai Mall, wo zunächst der erwartete Sicherheitscheck stattfindet. Wer auf den Burj Khalifa hinauf will, sollte keinesfalls die Tickets unten an der Kasse kaufen. Wer diesen Fehler macht, bezahlt für den Spaß bis zu 100 EUR für einen spontanen Trip. Nur rund 30 EUR kostet es dagegen, wenn man vorab wie ich die Tickets im Internet erwirbt und dann die Bestätigung ausdruckt mit der man hier am Automaten sein Ticket ziehen kann. Insofern ist es wirklich fast schon dumm, nicht vorher zu reservieren und so viel Geld zu verschwenden, was man doch hier so gut anderweitig ausgeben kann.

Direkt im Anschluss an den Sicherheitscheck ging es über eine Rolltreppe weiter, an deren Seitenwand Impressionen aus dem Leben der Emirati vorbeiziehen, bevor es zur Warteschlange für den Fahrstuhl geht. Die Wartezeit wird dabei überbrückt mit einem kurzen Feature über die Stunts am Burj Khalifa, welche für den Film Mission Impossible mit Tom Cruise hier gedreht wurden.

Neben der Aussicht vom Turm ist der Fahrstuhl das zweite Highlight dieser Attraktion. Es gibt drei Fahrstühle. Sie alle sind durchgängig vom ersten bis 124. Stockwerk – einmalig in der Welt. Aber auch die Geschwindigkeit mit der dies geschieht ist beeindruckend. In der Spitze werden 10m pro Sekunde erreicht. Druck auf den Ohren ist da garantiert.

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Oben gibt es dann eine Außenterrasse und einen Innenaussichtsbereich.

Die Außenterasse ist natürlich zum Fotografieren viel besser, da hier Schlitze in den Scheiben sind, die es erlauben, die Kamera rauszuhalten. Drinnen hatte ich dagegen die ganze Zeit mit Reflexionen in den Scheiben zu kämpfen.

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Das Gute ist, dass von der Außenterasse die Wasserfontaine gut sichtbar ist. Dafür ist die schlechte Nachricht, dass der Sonnenuntergang genau auf der Innenseite stattfindet. Der Sonnenuntergang war heute recht schnell vorbei, da am Horizont Wolken waren. Zuvor aber war die Gegend der Dubai Palm in ein tiefes Rot gehüllt.

Wer Sonnenuntergangsfotos machen wollte, hatte sich schon länger vorher an den Fenstern platziert. Hierzu war ich etwas zu spät. Aber die meisten werden wohl trotzdem mit den Reflexionen zu kämpfen gehabt haben, da die meisten Fenster gebogen sind.

Ich hatte mir daher dann schnell erstmal einem Platz draußen reserviert, von dem ich das Wasserspiel am besten sehen konnte und diesen Platz habe ich dann auch bis zum Ende der ersten Vorstellung nicht mehr hergegeben, auch wenn es immer enger wurde, denn einige versuchten sich auch dort reinzudrängeln, wo keine Lücke ist.

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Das Lichter- und Wasserspiel ist von oben nochmal ein besonderes Erlebnis. Man hört bis in 400m Höhe – wo ich war – das Knallen der Wasserfontainen, wenn sie die Wassersäulen nach oben schießen.

Nach dem Sonnenuntergang hieß es wieder nach unten fahren und die Schlange für die Abfahrt war jetzt natürlich entsprechend lang, denn jeder hatte gewartet, um Sonnenuntergang und das erste Wasserspiel um 6 Uhr zu sehen. Nun wollten sie alle nach unten, denn draußen war es jetzt dunkel und es gab nichts mehr zu fotografieren. Auf der anderen Seite kann man allerdings auch noch bis 22 Uhr hochfahren – nur der Sinn erschließt sich mir nicht. Ein Zeitslot zwischen 4 und 4:30 Uhr ist m.E. am besten. So ist man nicht zu lange oben am Warten – so wie ich halt heute.

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Nachdem ich endlich unten war, ging es dann durch den letzten Teil der Besichtigung, in der sich alles um den Bau des Burj Khalifa dreht. Anschaulich werden die einzelnen Bauetappen und die erreichten Rekorde gezeigt. Ich habe mir aber nicht alles angeschaut, da ich am Freitag nochmal hier bin, dann aber zum Sonnenaufgang und da werde ich mir dann den Rest anschauen. Für heute knurrte mir einfach zu sehr der Magen…

Dem konnte aber schnell Abhilfe geboten werden, denn direkt am Ausgang zur Dubai Mall ist der Food Court, wo es Essen aller Art gibt. Ich habe mich heute für indisch entschieden und für rund 10 EUR hat es gut geschmeckt und ich war satt.

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Wieder draußen vor der Mall habe ich dann noch ein paar letzte Bilder gemacht, auch wenn es schon recht dunkel war. Dann aber waren auch nochmal die Wasserspiele und so habe ich diese dann auch noch mitgenommen, bevor es auf schnellstem Wege ab zur Metro ging, welche zwar erwartungsgemäß wieder brechend voll war, aber die mich wie immer schnell und günstig bis zum Hotel gebracht hat.

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Hier habe ich dann auch endlich nach drei Tagen mal den richtigen Ausgang aus der Metrostation gefunden und bin dann erschöpft im Hotel angekommen, wo ich noch schnell die Bilder gesichert habe. Und jetzt geht es ab ins Bett! Was für ein schöner Tag…

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Autor:Jens Koopmann