Island 2017 – Nordlichter

Schon war der letzte Abend der Island-Tour hereingebrochen und nach den Tagen im Norden waren wir alle für das Wetter im Süden entschädigt worden. Nur eines fehlte noch auf dieser Reise (neben der Eishöhle, die wir ja leider nicht besichtigen konnten) – Nordlichter. Doch Thor hatte heute seine berühmten Polarlicht-Socken angehabt und das bedeutete, dass er guten Mutes für den Abend bzw. die Nacht war.

In der Tat brachen wir um kurz nach 21 Uhr erneut aus dem Hotel auf und fuhren zu der Stelle am See, wo vor wir am Vortag den einsamen Baum fotografiert hatten. Hier suchten wir uns nun alle einen Platz zum Fotografieren, was gar nicht so einfach war, denn während es schon im Hellen nicht einfach war, hier durch den Schnee zu laufen, wurde es in der Dunkelheit definitiv nicht besser. Lichter einzuschalten war auch nicht wirklich opportun, da wir damit die Fotos der anderen ruiniert hätten.
Zunächst war das Spektakel noch recht ernüchternd. Es gab zwar ein leichtes grünes Leuchten am Himmel, aber so das Highlight war es noch nicht. Aber wie so oft galt auch hier: abwarten und Tee trinken. Letzteres hätte ich mir wirklich gewünscht, aber mangels Verfügbarkeit blieb es beim Abwarten.

Und wir wurden belohnt, denn einige Zeit später setzte das Himmelsspektakel erst richtig ein. Nun gab es wirklich schöne Nordlichter, welche klar zu sehen waren und die in einigen Momenten sogar richtig am Himmel tanzten. Auch wenn ich das Ganze schon auf der Hurtigrute vor 2 Jahren gesehen hatte, fand ich es doch auch dieses Mal wieder faszinierend.
Ich hatte einen leicht anderen Standort als der Rest gewählt mit einem Blick auf einen zweiten kleinen See. Dieser war zwar gut, aber eine kleine Gruppe hatte am Ende noch einen besseren Blickwinkel gefunden, zu dem ich mich aber allein nicht getraut hätte (als ich losging war noch keiner an diesem Ort).

Trotzdem war ich und auch alle anderen super zufrieden, als wir nach mehr als 2 Stunden wieder zum Hotel aufbrachen. Dies war der krönende Abschluss dieser Reise. Allerdings gab es auch einen weiteren Schaden zu vermelden, denn meine zweite Kamera fiel mir einmal hinunter in den Schnee. Die Kamera funktionierte aber noch und auch das Objektiv schien unversehrt. Einzig das Display hinten an der Kamera hatte eine Störung in der Mitte – jedoch keinen Bruch. Wie durch wundersame Weise sollte diese aber am kommenden Morgen wieder verschwunden sein.
Aufgeregt aber auch super zufrieden nach diesem tollen Tag sind wir dann alle in die Betten gefallen, denn Morgen stand uns die lange Heimfahrt nach Reykjavik bevor.

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