Xantens Vergangenheit über den Baumwipfeln

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Das heutige Gebiet der Stadt Xanten blickt auf über 2000 Jahre Siedlungsgeschichte zurück. Um 12 v.Chr. haben die Römer in der Gegend ihr erstes Lager aufgeschlagen und wenige Jahre später entstand hier eine erste kleine Siedlung, welche dann ab ca. 100 n. Chr. nach Kaiser Marcus Ulpius Traianus in Colonia Ulpia Trainana benannt wurde. Als Colonia bezeichnete man seinerzeit jene Städte mit dem höchsten Stadtrecht. Die Siedlung entwickelte sich in der Folge zur drittgrößten Stadt im römischen Reich nördlich der Alpen nach Trier und Köln und hatte in der Blüte rund 10 Tausend Einwohner gehabt. Entsprechend prächtig war die Austattung der Stadt gewesen. Der größte heute noch in Teilen erhaltene Bau war der Hafentempel, der seinerzeit nur noch vom Kapitol der Stadt überragt wurde. Noch heute kann man ihn schon von weiterher sehen. Nun mag man sich heute fragen, wo denn hier ein Hafen ist, denn rund um den Tempel ist kein Wasser. Damals floss der Rhein jedoch noch in einem anderen Flussbett und so war in der Gegend zu jener Zeit der Hafen angesíedelt.

Nach dem Niedergang des römischen Reiches zerfiel auch die römische Stadt Xanten und wurde im Mittelalter mehr und mehr als Steinbruch verwendet. Daher ist der heutige Tempel bis auf die erhaltene originale Fundamentplatte eine Rekonstruktion, welche nach den Ausgrabungen 1977 hier errichtet wurde. Der Tempel hatte eine Größe von 24×36 Metern, allerdings ist nicht überliefert, wem der Bau geweiht war. Interessant zu wissen ist, dass die Tempel in den Steinfarben, so wie wir sie heute kennen, in der Römerzeit meist farbig gestaltet waren.

Dieses Foto entstand im Herbst, wo das farbige Laub einen schönen Kontrast zum blauen Sommerhimmel bot. Aufgrund der Aufnahmezeit war der Himmel im Bild jedoch etwas verblasst, so dass ich das Blau wieder etwas zurückholen musste in Lightroom. Ansonsten habe ich die Farben noch etwas lebendiger abgestimmt und das Foto letztlich im Format 16:9 beschnitten.

 


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Autor:Jens Koopmann