Weinbau in der Mondlandschaft Lanzarotes

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Von allen Inseln der Kanaren ist Lanzarote sicherlich die außergewöhnlichste. Vulkanausbrücke in der Vergangenheit prägen hier eine Landschaft, die mehr an den Mond, als an eine Insel vor Afrika erinnern. Und doch versucht man dieser kargen Landschaft etwas abzuringen, wie in der Gegend La Geria, wo man Wein anbaut. Das Gebiet liegt am Timanfaya Nationalpark und ist während der Vulkanausbrüche zwischen 1730 und 1736 entstanden. Der Boden ist bis heute von der Vulkanasche bedeckt, die teilweise eine Schichtdicke von fast zweieinhalb Metern erreicht.

Kaum zu glauben, dass hier Wein angebaut wird, aber es ist tatsächlich so. Um dies zu erreichen, mussten jedoch zunächst Mulden in den Boden gegraben werden, die durch kleine Steinbögen umgeben sind, um die Erosion zu verringern. In die Mulde werden dann die Weinpflanzen gesetzt, pro Mulde genau eine Pflanze. Der Wein wird dann auch nicht am Stock hochgezogen, sondern liegt eher flach auf dem Boden. Die Mulde ermöglicht es so, dass die wenigen Niederschläge im Jahr das Wurzelgeflecht des Weines erreichen und so sein Überleben in dieser sonst feindlichen Gegend sichert.

Für dieses Foto habe ich den Himmel etwas abgedunkelt, um die Struktur in den Wolken zurück zu bringen. Daneben habe ich die Kontraste und die Klarheit etwas erhöht und am Ende das Bild etwas ensättigt.


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Autor:Jens Koopmann