Wanderung in der Eifel im Prümtal rund um Irrel

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Am letzten Sonntag war es mal wieder so weit: die Wandersaison im April wurde bei bestem Wetter eingeläutet. Zum Aufwärmen habe ich mit meiner Frau nur eine kleine Route von knapp 8km rausgesucht. Das ganze ging auch nicht zu weit von Trier entfernt in Irrel los.

Da Irrel für seine Irreler Wasserfälle bekannt ist, führte vom Wanderparkplatz der Weg zunächst dorthin. Es sollten nur wenige hundert sein, doch so richtig konnten wir keine Wasserfälle entdecken.

 

Es stellte sich dann auch heraus, dass der Begriff Wasserfall es hier nicht ganz trifft. Vielmehr sind es Stromschnellen, die während der letzten Eiszeit entstanden sind. Nichtsdestotrotz ein lauschiges Plätzchen. Viele nutzen diesen Ausgangspunkt für eine Wanderung zur Teufelsschlucht, doch diese soll für heute nicht das Ziel sein. Von daher ging es zurück zum Parkplatz und von dort den Weg den Berg hinauf in Richtung Prümzurlay. Dieser Weg führt weitgehend geradeaus und stetig leicht bergauf für die erste gute Hälfte der Wanderung.

 

Nach einer gemütlichen Stunde haben wir dann die Ruine der Burg Prümzurlay erreicht. Die Burg gehörte seinerzeit dem Grafen von Luxembourg, wurde jedoch bereits 1658 zerstört. Heute kann man jedoch noch auf den Turm hinaufsteigen und hat insgesamt einen tollen Ausblick auf das Prümtal.

 

Von hier geht der Weg in einem Bogen und wieder zurück in Richtung Irrel, nur diesmal bleiben wir auf dem Weg C und damit oben auf dem Gipfel. Dieser Weg ist nun weitgehend flach und bietet immer wieder tolle Aussichten, bis er im Rahmen des Felsenpfades etwas steiler ist für eine kurze Strecke.

 

Letzter Anlaufpunkt ist dann in Irrel das Westwallmuseum, welche leider an dem Samstag geschlossen hatte (ist lediglich Sonntags geöffnet). Hierbei handelt es sich einerseits um eine Gedenkstätte für die Gefallenen des 2. Weltkrieges und zum anderen um ein zu besichtigendes Panzerwerk (Katzenkopf). Der Westwall war eine Anreihung von Bunkern entlang der Westgrenzen des Deutschen Reiches. Insgesamt wurden fast 15.000 dieser Bunker errichtet. Das Irreler Panzerwerk diente dabei der Sicherung der Route zwischen Luxembourg und Köln.

 

Hier drehte der Weg dann erneut und es ging stetig bergab, bis wir zurück beim Parkplatz waren, wo die Wanderung knapp drei Stunden zuvor (mit einigen Pausen) begonnen hatte. Insgesamt eine recht abwechslungsreiche und kurzweilige Wanderung für einen halben Tag.

 


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Autor:Jens Koopmann