Volltanken an der Route 66 in Roys Cafe

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Die Geschichte von Roys Cafe geht zurück bis ins Jahr 1938 als Roy Crowl eine Tankstelle an der damals meist frequentierten Ost-West-Verbindung der USA aufmachte. Wenig später nahm er dann seinen Schwiegersohn mit ins Team und bis in die 70er Jahre boomte das Geschäft und die Anlage wurde erweitert um ein kleines Restaurant und ein Motel. Gut 10% der Bevölkerung bzw. 70 Leute des Ortes Amboy arbeiteten zu dieser Zeit bei Roy.

Das markante Schild, welches weithin sichtbar ist, kam schließlich 1959 hinzu und ist bis heute Markenzeichen der Gegend.

Dies änderte sich von einem Tag auf den anderen, als 1972 die Interstate 40 eröffnet wurde und den US 66 ihren Status als Bundesstraße verlor. Plötzlich blieben die Menschenmassen aus, Amboy verkümmerte und es verirrten sich nur noch ein paar Touristen in die Gegend. Trotzdem ging das Geschäft noch weiter. In den 90er Jahres wurde das Geschäft von Roys Schwiegersohn vermietet, doch der Mieter hatte mit seinen überzogenen Preisen kaum Erfolg. Anschließend sollte der Ort mehrfach verkauft werden, doch es dauerte bis 2005, bis sich ein Käufer fand.

Dieser restauriert bis heute Stück für Stück die Anlage. Als ich 2009 dort war, waren die erste Teile schon wieder eröffnet und trotzdem hatte das ganze den Charme einer Geisterstadt und verströmte den Flair einer längst vergangenen Zeit. Um dies zu unerstreichen, habe ich bei dem Bild die Gradiationskurve in den Weiß- und Schwarztönen stark angehoben um den Kontrast zu verstärken und gleichzeitig die Sättigung erhöht. So ergab sich eine Art Retrolook.


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Autor:Jens Koopmann