Vertikale Mini-Tour-de-France in Schengen

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Der kleine Ort Schengen gehört zu den bekanntesten in ganz Europa und doch wird wahrscheinlich kaum jemand sagen können, wo Schengen eigentlich liegt. In der Tat ist Schengen keine Großstadt und verdient selbst im weitesten Sinne mit seinen 4000 Einwohnern nicht mal die Auszeichnung Stadt zu sein. Seit ich in Trier lebe ist Schengen dagegen ein ganzes Stück näher ins Bewusstsein gerückt, ist es doch noch knapp 40km entfernt. Das kleine Dorf liegt genau im Dreiländereck zwischen Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Alle drei Staaten begegnen sich hier auf der Mosel.

Als Pendler nach Luxemburg profitiere ich quasi täglich von jenen Ereignissen am 14. Juni 1985, als das Schengener Abkommen unterzeichnet wurde und damit die Grenzen in Europa nur noch auf dem Papier bestanden.

Anläßlich des 15. Jubiläums der Unterzeichnung des Schengener Abkommens wurde in Schengen eine Gedenksäule aufgestellt, die Säule der Nationen . Die innen hohle Steinsäule hat überall Löcher in Form von Sternen, welche die Mitgliedsstaaten des Schengen-Raumes symbolisieren. Die Sterne der Gründungsmitglieder Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande und Luxemburg sind dagegen mit kleinen Skulpturen gefüllt, die von Künstlern der jeweiligen Länder erstellt wurden.

Das Bild zeigt hier – wie nicht schwer zu erraten ist – den französischen Stern, welcher von Laurey Pexoto entworfen wurde.

Wer an der südlichen Weinmosel unterwegs ist, sollte Schengen einen kleinen Besuch abstatten und sei es nur, um einmal mit seinem Körper in drei Staaten gleichzeitig zu sein, oder aber das interessante Museum in Schengen zu besuchen:  Europamuseum Schengen

Bei der Aufnahme habe ich in der Nachbearbeitung die Sättigung fast vollständig zurückgenommen und stattdessen einen Duotone-Effekt verwende. Zudem habe ich die Schatten etwas aufgehellt und die Kontraste verstärkt, sowie eine Vignette hinzugefügt. Die von rechts in Bild hineinscheinende Sonne habe ich durch eine Aufhellung hinzugefügt, auch wenn die Sonne damals tatsächlich aus der Richtung kam.


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Autor:Jens Koopmann