Reisebericht Kreuzfahrt in die Karibik – Teil 1: Und los gehts: Frankfurt – Tampa

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Donnerstag morgen 7:20 Uhr – Frankfurt: die Frisur sitzt

So, jetzt geht es also los. Heute morgen sollte gegen 4 Uhr mein Wecker klingeln, was aber am Ende gar nicht nötig gewesen wäre. Ich war viertel vor vier hellwach (obwohl ich das jetzt schon nicht mehr behaupten kann). Pünktlich um 5 ging es dann ab mit dem Taxi zum Frankfurter Flughafen, wo mein erster Blick auf die Flugtafel mir ankündigte, dass mein Flug 35 Minuten Verspätung hat – klasse Start. Also ab zum Checkin. Das war schon eine kleine Herausforderung, denn durch den Flughafenumbau waren die United-Schalter nicht im normalen Bereich untergebracht, sondern in einem gesonderten Bereich. Dieser war dann aber auch noch gähnend leer, d.h. kaum Fluggäste vor mir, aber auch noch kein Personal da. Kurz vor sechs kamen dann zwei mit der Motivation eines deutschen Finanzbeamten und der Herzlichkeit eines Tiefkühlers ausgestattete Flughafenmitarbeiter und begannen den Warteschlangenbereich aufzubauen. Dann kam der erste spannende Moment: Sind die Koffer zu schwer? Bei weitem nicht, wie sich herausstellte, jeweils deutlich unter den erlaubten 23kg. Damit war das Thema auch erledigt und ich konnte mit einem Baguette und meinem Buch erstmal eine Stunde lesen gehen.

Danach bin ich dann zur Sicherheitskontrolle in der weisen Vorahnung, dass ich wie in den letzten Jahren mein gesamtes Handgepäck auspacken darf. Immerhin sind neben dem Laptop noch einige Objektive, 2 Festplatten, 2 GPS-Empfänger und allerlei weitere technische Spielereien drin. Und was kam: NICHTS! N-I-C-H-T-S!!! Wozu komme ich eigentlich so früh zum Flughafen??? Nun gut, es gibt schlimmeres 😉

Jetzt gerade hat sich eine Horde Passagiere von meinem Gate zum nächsten aufgemacht, da mein Flugsteig anscheinend geändert wurde. Wer bis bis dahin gezweifelt hatte, dass der Mensch ein Herdentier ist, ist spätestens jetzt überzeugt. Wie die Lemminge 😀

Für mich gehts jetzt auch los. Next Stop: Chicago O’Hare International Airport

Donnerstag die Zweite: Chicago 12:30pm, leichter Schnee – die Frisur sitzt (noch)

Gott sei Dank habe ich 3 Stunden Umsteigezeit eingeplant. Aber von Beginn an: mit 35 Minuten Verspätung ging es dann aus Frankfurt weg. Ingesamt ein ruhiger Flug, der Dank Boardentertainment auch zügig rum ging. Der zweite Snack sollte allerdings schon auf Amerika einstimmen: ein Brötchen, Kartoffelchips und Eis. Den wahren Grund der Mahlzeit sollte ich allerdings zwei Stunden später erfahren.

Mit 45 Minuten Verspätung war ich dann in Chicago. Die Prozedur bei der Einwanderungsbehörde hat einiges an Zeit gebraucht, was aber nicht an mir, sondern an der langen Schlange und den wenigen offenen Schaltern lag. Aber jetzt kann ich mich wieder für 90 Tage in den USA frei bewegen. Damit ist diese Hürde auch geschafft. Dank der langen Immigration hatte ich dann aber mein Gepäck auch schnell gefunden und konnte es die 20 Meter durch den Zoll schieben und es dann wieder den United-Mitarbeitern in die Hand drücken.

Dann ging es ab zum nächsten Flug. Es war mittlerweile 12 Uhr, d.h. noch 1:15h bis zum Abflug. Erstmal musste ich aber mit dem Zug die gut 10 Minuten vom Terminal 5 zum Terminal 1 fahren, dort einen Halbmarathon bis zur Security zurücklegen und dann kam es: jetzt wo die Zeit knapp wurde, musste das gesamte Handgepäck gescannt werden. Zusätzlich auch noch die Kamera und meine Schuhe. Demnächst wollen sie auch noch die Unterhosen scannen 😀

Danach führte mich mein Weg zum Abflugterminal wo ich gerade sitze. 12:30 Uhr bin ich angekommen, sprich eine Viertel Stunde vor dem Boarding! Und spätestens hier hatte ich meinen Kaloriensnack vom ersten Flug wieder verbraucht, denn es war natürlich das letzte Gate im Terminal. Und dann kam der Schock: Laptop angemacht – Nichts!!! Nochmal probiert – wieder nichts!! Die ersten Schweißperlen bildeten sich und ich suchte erstmal eine Steckdose. Dann zeigte sich der Schlepptop doch noch gnädig. Er hatte sich in Frankfurt wohl nicht richtig runtergefahren und ist dann irgendwann wegen der leeren Batterie ausgegangen. Weitere Schrecksekunden dieser Art kann nicht gebrauchen.

Gleich geht es dann weiter nach Tampa, sprich von 0 Grad in Chicago zu 27 Grad in Florida!

Donnerstag die Dritte (und Letzte): Tampa, Florida – 27 Grad im Schatten – Die Frisur ist verschwitzt

Es ist vollbracht! Ich bin da! Mit einer guten Stunde Verspätung konnten wir dann auch in Chicago Richtung Tampa abfliegen. Grund der Verspätung? Es war kein Passagier der fehlte! Es war nicht der Flugverkehr! Es war auch nicht das Wetter! Nur ohne einen Piloten an Board fliegt das Flugzeug nur bedingt und genau der fehlte. Sowas kann echt nur mir passieren. Dafür bekam der Pilot aber als er dann kam auch ordentlich Applaus. In Tampa angekommen hatte das Gepäck mal wieder eine halbe Ewigkeit gebraucht. Irgendwie geht das bei den internationalen Flügen in die USA immer schneller als bei Inlandsflügen – aber wenigstens ist alles da und soweit ich es sehen konnte auch heil angekommen. Da ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen. Dann noch kurz das Hotel angerufen, dass sie ein Shuttle zum Flughafen schicken und eine halbe Stunde später war ich in meinem sehr geräumigen Hotelzimmer bzw. der Suite, denn das Hotel hat nur Suiten.

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Ich bin dann nochmal kurz raus eine Runde ums Hotel drehen und die ersten Bilder machen, wobei es in der Gegend jetzt nicht soviel zu sehen gibt, aber darum ging es ja auch heute nicht, sondern vielmehr um eine komfortable Übernachtung.

Hier noch zwei Bilder vom Hotel selbst:

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Damit geht der erste Tag jetzt auch zu Ende. Morgen geht es dann Mittags auf zum Schiff.

Fazit:

  • 1 Stunde Verspätung
  • Sonnenschein bei Ankunft *freu*
  • 5 Dollar für ein kalorienreiches Snackpaket auf dem Flug nach Tampa
  • 2,85 EUR für ein überteuertes Mozarella-Baguette am Frankfurter Flughafen
  • 3 Dollar Trinkgelder
  • Eine kostenfreie Hotelübernachtung

So kann es weiter gehen!

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Autor:Jens Koopmann