Eine Kreuzfahrt durch Asien – Tag 3: Hong Kongs Tempel und Märkte

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Unser letzter Tag in Hong Kong und es gab noch Einiges zu sehen. Milly allerdings wollte erstmal ausschlafen nach den Kopfschmerzen von Gestern und so haben wir vereinbart uns erst um 10:30 Uhr an der Busshuttlestation Kowloon zu treffen.
Ich bin dagegen schon früh aufgestanden und war gegen 7:30 Uhr bereits von Bord, nachdem ich zuvor eine Kleinigkeit gefrühstückt hatte. Ich hatte das Shuttle nach Diamond Hill genommen, wo sich das Chi Lin Kloster und der Nam Lian Garden befindet. Das Kloster war in den Morgenstunden noch geschlossen, war aber so auch noch recht leer und der Ort strahlte eine Ruhe aus, die man in der Großstadt Hong Kong so nicht erwartet.

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Auch der nur über die Straße hinüber befindliche Nam Lian Garden war noch fast menschenleer um die Zeit. Dominant in dem Garten ist der Gelbe Tempel in der Mitte eines Sees und die beiden roten Brücken, welche zu dem Tempel führen.

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Nach einem kleinen Spaziergang hier, bin ich mit der Metro eine Station weiter gefahren nach Wong Tai Sin, wo sich der gleichnamige Tempel befindet, welcher einer der bekanntesten der Stadt ist. Hier war auch nichts mehr von Morgenruhe zu spüren, denn es strömten bereits unzählige Touristen und Gläubige in das Areal.
Wong Tai Sin ist dem Großen Unsterbliche Wong geweiht und im Daoistischen Stil erbaut, ganz anders als das Chi Lin Kloster.

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Hier war alles farbenfroh bunt und mit vielen Figuren, mehrheitlich Drachen, verzieht. Dazu schwebten bunte Ballons über den Gläubigen, während die Luft mit dem Qualm und Duft der Räucherstäbchen getränkt war.

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Nach der Zeit im Tempel sollte ich für den Rest des Tages ebenfalls wie ein Räucherstäbchen riechen und meine Augen vom Qualm leicht tränen. Trotzdem war der Tempel beeindruckend schön und wirklich den Besuch wert gewesen und ich denke auch Milly hätte es gefallen, wäre sie nicht noch am Ausschlafen gewesen.

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Apropos Milly, es wurde langsam Zeit, sich mit Ihr zu treffen. Es war allerdings Glück, dass ich nochmal die Shuttles gecheckt hatte, denn ihr Shuttle sollte nicht, wie von mir angenommen, zur Kowloon Station fahren, sondern zur Kowloon Bay Station. Während Kowloon Station in der Innenstadt ist, war Kowloon Bay nur 3 Stationen von mir entfernt.
Wir haben uns dort auch schnell gefunden und sind dann gemeinsam in die Stadt gefahren, wo wir an der Prince Edward Station ausgestiegen sind, um zunächst zum Blumenmarkt in der Flower Market Street zu gehen. Diese Straße machte ihrem Namen alle Ehre, denn hier war ein Blumengeschäft nach dem anderen und jedes hatte die exotischsten Blumen zu wunderschönen Arrangements zusammengestellt.

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Manchmal wurde es allerdings auch etwas skuril, z.B. wenn ein Strauß aus Ferrero Rocher zusammengesetzt war, oder Plüschtiere eingesetzt wurden.
Am Ende der Straße befand sich dann der Vogelmarkt. Wie der Name unterstellt, gab es hier Vögel zu kaufen, genauer gesagt Singvögel, welche in kleinen Käfigen auf einen neuen Besitzer warteten. Auch wenn uns die Vögel leid taten, so war doch die von Vogelgesängen erfüllte Gegend eine schöne Abwechslung zu den Geräuschen der Stadt.

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Nach diesem kurzen Abstecher sind wir wieder ein Stück zurück gegangen, um dann in den nächsten Markt einzubiegen, dem Goldfish Market. Hier gab es nicht nur Goldfische, sondern alle Arten von Zierfischen.

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Diese hingen in kleinen Plastiktüten, welche mit Wasser und Luft gefüllt waren an großen Wänden. Daneben gab es hier auch Schildkröten zu kaufen. Die Hongkonger scheinen Tiere zu mögen, anders kann man sich Dinge wie den Singvogel- und den Zierfischmarkt hier kaum vorstellen.

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Nur ein kleines Stück weiter kamen wir dann zum letzten – und für Milly interessantesten – Markt, dem Ladies Market. Hier gibt es ähnlich wie in der Temple Street allerlei Taschen, Anziehsachen und natürlich viel Nippes zu kaufen. Mit den Handtaschen, war aber Millys Nerv schon voll und ganz getroffen…

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Nach so viel Marktleben ging es dann entlang einer großen Geschäftsstraße zur Mong Kok Station, wo wir wieder in die Metro gestiegen sind, um bis zur Südspitze von Kowloon zu fahren, wo wir dann zur Avenue of the Stars gelaufen sind.

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Die Avenue of the Stars ist die chinesische Variante des Walk of Fame in Hollywood. Hier haben sich chinesische Stars auf dem Fußweg verewigt mit einer Plakette und einem Handabdruck. Die einzigen, die wir davon allerdings kannten, waren Bruce Lee, Jackie Chan und Jet Li.

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Danach sind wir zum Clock Tower zurück gelaufen. Dieser Turm gehörte einst zu einer Eisenbahnstation, ist aber heute gänzlich ohne Gleisanschluss.

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Hier trennten sich dann Millys und mein Weg wieder, denn ich bin mit der Fähre nach Hong Kong Island gefahren, während Milly lieber noch etwas durch die Straßen und Märkte schlendern wollte.
Die Überfahrt mit der Fähre geht schnell und ist spottbillig und man bekommt gratis einen schönen Ausblick auf die Skyline.

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Vom Central Terminal ging es dann über eine lange Überführung zur Straße, wo Hong Kongs bekannte, doppelstöckige Straßenbahnen seit mehr als 100 Jahren ihren Dienst verrichten.

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Von hier bin ich bis zum Central-to-Midway-Escalator gelaufen, einer Aneinanderreihung von Rolltreppen, welche den tiefen Uferbereich der Stadt mit dem mittig am Hügel gelegenen Stadtteil verbinden. Die Fahrt von ganz unten bis ganz oben dauert fast 20 Minuten, ich bin aber nur bis zur Hollywood Road gefahren, um dieser dann zum letzten Tempel des Tages zu folgen.

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Dieser war viel intimer und noch mehr als die anderen von Rauch gefüllt, so dass ich es im Inneren nicht allzu lang ausgehalten hatte und schließlich meinen Rückweg zur Central Station angetreten begann, von wo ich mit der Metro bis Kowloon Bay zurückgefahren bin, wo ich zufällig auch Milly gleich wiedergetroffen hatte, so dass wir dann gemeinsam das Shuttle zurück aufs Schiff nehmen konnten.

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Dort angekommen waren wir beide geschafft vom Tag und haben uns nach einer Dusche kurz ausgeruht, bevor wir zur Abendshow gegangen sind, welche heute von drei Frauen aus Australien bestritten wurden, welche Hits von großen Frauengruppen zum Besten gaben
Danach gab es die obligatorische Sicherheitsübung, bevor wir zum Essen konnten, wo wir heute zusätzlich vier Briten an unserem Tisch begrüßen durften: Lisa, Ruth, Allan und John. Das Essen war wieder fantastisch und gemeinsam mit unseren 6 Tischnachbarn haben wir bis 22:30h ein sehr unterhaltsames Abendmahl gehabt, während das Schiff leise aber stetig Hong Kong hinter sich gelassen hatte.
Danach sind wir noch in den Club, wo es bis Mitternacht Live-Musik gab, mit deren Ende dann aber auch für uns dieser lange, aber schöne Tag seinen Abschluss fand und morgen ein entspannter Seetag auf uns wartete.

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Autor:Jens Koopmann