Eine Kreuzfahrt durch Asien – Tag 2: Big Buddha in Hong Kong

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Am heutigen Morgen war ich bereits um 5 Uhr auf den Beinen. Ich konnte einfach nicht länger Schlafen. Mit Lesen hatte ich mir dann noch etwas die Zeit vertrieben, in der Hoffnung, bei Sonnenaufgang ein paar Bilder von unserem Hotelzimmer zu machen, immerhin hatten wir ja eine tolle Aussicht.
Doch die beste Aussicht nützt leider nicht viel, wenn Nebel und/oder Smog sich in der Stadt niederlassen, so wie es heute war und so blieb vom Ausblick nicht allzu viel übrig.
Kurz nach 8 Uhr ist dann auch Milly schließlich aufgestanden und wir haben uns für den Tag frisch gemacht und unser Gepäck im Hotel untergestellt, so dass wir noch was unternehmen konnten, bevor es am Nachmittag aufs Schiff ging.
Unser Tagesziel war eigentlich der Tian Tan Buddha auf der Insel Lantau, doch wegen dem Nebel haben wir kurzerhand entschieden, noch etwas zu warten, in der Hoffnung, dass sich der Dunst noch verzieht.
Für die Zwischenzeit haben wir uns entschlossen, zunächst in den Kowloon Park zu gehen, einer Grünfläche unweit von unserem Hotel.
In dem Park ist eine Ansammlung von Comic Figuren, die wir zuerst angeschaut haben. China ist ja bekannt für seine Comics und so war es nicht so sehr überraschend, dies hier zu sehen.

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Danach sind wir noch etwas herumgelaufen und haben einige der Skulpturen, welche hier ausgestellt sind und einige Gehege mit Vögeln gesehen.

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Danach war es dann bereits halb 11 und obwohl das Wetter sich nicht allzusehr verändert hatte, haben wir doch die Fahrt nach Lantau in Angriff genommen, denn später ging es nicht mehr, da wir ja noch irgendwann aufs Schiff mussten und der offizielle Checkin bis 16 Uhr war.
Also ging es mit der Metro auf die Hong Kong vorgelagerte Insel Lantau, was rund 40 Minuten Fahrt bedeutete. Doch in Lantau selbst mussten wir nochmal 45 Minuten mit dem Bus fahren, denn die Seilbahn, die sonst zum Buddha führt, war genau in dieser Woche außer Betrieb.
Die Busfahrt war genau das Richtige für mich. Erst standen wir gut 20 Minuten an, um dann hinten in einem Bus zu sitzen, welcher die ganze Zeit immer einer engen Straße bergauf und bergab folgte und dabei immerzu beschleunigte und wieder bremste. Gottseidank hatte ich heute einen stabilen Magen im Gegensatz zu der Dame, die vor mir saß.
In Lantau sah es zunächst danach aus, als würde es aufklaren und stellenweise waren sogar ein paar Sonnenstrahlen zu sehen. Doch dies war alles wieder vorüber, als wir auf dem Berg mit dem Buddha und dem Po-Lin-Kloster ankamen. Der Buddha war vor lauter Nebel kaum zu sehen.

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Und als wäre es um Millys Motivation nicht eh schon geschehen gewesen, galt es auch noch 268 Stufen zu überwinden, um zu der Statue hinauf zu kommen. So war es nicht verwunderlich, dass ich allein hinauf gestiegen bin und mir damit schonmal das Abendessen verdient hatte.
Mit mir haben viele andere Besucher den Anstieg bewältigt, darunter auch viele, denen man auf den ersten Blick gar nicht zugetraut hätte, dass sie noch so viele Stufen steigen können. Für diejenigen war es aber eher die spirituelle Erfahrung den Buddha zu sehen und nicht wie bei mir die Besichtigung einer Sehenswürdigkeit.
Der Buddha ist von 8 weiteren Figuren umgeben, welche unsterbliche Götter darstellen, die dem Buddha Gegenstände emporhalten.

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Der Buddha selbst ist 34m hoch und damit der größte sitzende Buddha der Welt. Er wiegt 250 Tonnen. Doch wer glaubt, hier ein historisches Monument vorzufinden, der irrt, denn der Buddha wurde gerademal vor 22 Jahren, sprich 1993 eingeweiht. Es ist also ein recht modernes Denkmal und vielleicht erklärt dies auch die Ausrichtung in Richtung Norden, wo die chinesische Stadt Beijing liegt.
Nachdem ich die 268 Stufen wieder herunter gekommen war – mit ziemlich weichen Knien – sind Milly und ich dann gemeinsam noch zum gleich nebenan befindlichen Po-Lin-Kloster gegangen, welches im Gegensatz zum Buddha bereits seit 1924 hier existiert und den Beinahmen „Buddhistisches Königreich im Süden“ trägt. Hier haben wir uns die Klosteranlage angeschaut und sind kurz in den Tempel hineingegangen.

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Millys Kopfschmerzen wurden jedoch wieder stärker und auch die Zeit war schon sehr fortgeschritten und so mussten wir langsam zurück in die Stadt, um schließlich aufs Schiff zu kommen. Die Rückfahrt mit dem Bus war dabei nicht besser als die Hinfahrt, zumal wir diesmal noch weiter hinten gesessen hatten. Kurz vor 3 Uhr waren wir dann schließlich wieder beim Hotel angelangt, wo wir unsere Koffer zurückerhalten hatten und uns ein Taxi haben rufen lassen, denn der Weg zur U-Bahn und die Fahrt zum Hafen wären bei Millys Kopfschmerzen undenkbar gewesen.
Mit dem Taxi waren wir zügig in 20 Minuten am Kreuzfahrtterminal, welches auf der Kowloon-Seite liegt, aber doch ein gutes Stück von der Innenstadt entfernt ist.
Hier stand auch schon die Celebrity Millenium und wir mussten nur noch den Weg durchs Terminal finden. Unser Gepäck waren wir dankenswerter Weise direkt am Taxi losgeworden, so dass wir erleichtert durch das schier unendlich lange Terminal gegangen sind.
Bevor wir aufs Schiff konnten, mussten wir noch kurz durch den Checkin, was aber ruck zuck ging und ohne nervige Verkaufsveranstaltungen, wie wir sie schon bei anderen Gesellschaften erlebt hatten. So waren wir kurz darauf auf dem Schiff, welches baugleich zur MS Summit ist, mit der ich 2006 in Alaska und 2008 im Mittelmeer unterwegs war. Das machte die Orientierung zumindest für mich deutlich leichter und wir sind erstmal zügig zur Kabine gegangen, damit Milly sich etwas hinlegen konnte.
Ich bin dann noch ein wenig über das Schiff spaziert und habe bei Einbruch der Dunkelheit ein paar Fotos gemacht, aber es würde immer diesiger und so gab es nicht wirklich viel zu sehen, was auch der Grund war, warum ich nicht nochmal von Bord gegangen bin.

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Stattdessen sind wir dann beide gemeinsam noch zum Abendessen gegangen, was bei Celebrity in der Regel eines der Tageshighlights ist.
Wir hatten einen großen Achtertisch bekommen, waren aber zunächst noch allein, bis noch zwei Frauen aus der Schweiz – Wilma und Andrea – sich zu uns gesellten. Dies war es aber auch schon und die restlichen 4 Plätze sollten heute leer bleiben. Ich hatte als Vorspeise Schnecken, dann eine Pilzsuppe und schließlich eine Rippe vom Schwein und es waren alle Gänge wie erwartet sehr gut gewesen. Als Nachtisch gab es dann noch eine Dulce de Leche. Auch Milly hatte das Essen sehr gut geschmeckt und so sind wir nach zwei Stunden satt und zufrieden gewesen und haben den Tag bei einem Cocktail und Livemusik ausklingen lassen.
Der morgige Tag ist noch einmal in Hong Kong, bevor wir morgen Abend schließlich auslaufen.

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Autor:Jens Koopmann