Reisebericht – New York, DC und die Südstaaten der USA – Teil 21: Alligatoren und Brutnester

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Die letzte Reiseetappe stand heute auf dem Plan und das Ziel hieß Miami, aber zuvor galt es noch einen tollen Tag zu verbringen.

Nachdem wir gestern ja schon einen langen Fahrttag hatten und auch recht spät (später als geplant) ins Hotel kamen, konnten wir heute zumindest bis 9 Uhr mal wieder ausschlafen. Danach gab es ein kurzes Frühstück, bevor wir zu unserer ersten Attraktion des Tages, zur St. Augustine Alligator Farm gefahren sind. Die Fahrt dauerte nur 20 Minuten und so waren wir recht schnell dort, mussten allerdings schon hier feststellen, dass wir nicht die einzigen waren, die heute dieses Ziel hatten, denn viele Schulklassen schienen bevorzugt hierher zu kommen.

Nachdem wir unseren Eintritt gelöhnt hatten, waren wir dann auch schnell bei den Tieren, die der Farm ihren Namen geben, den Alligatoren. Direkt beim Eingang gab es auch schon ein besonderes Exemplar zu sehen, einen Albino Alligator. Diese weißen Alligatoren sind sehr selten und man sagt sich, dass wenn einen ein solcher Alligator anschaut, es Glück bringt. Mich hat er angeschaut…

Ebenfalls nahe dem Eingang befand sich ein Tukan und drei wirklich hübsche Papageien, genug Motive also zum Fotografieren, zumal ich heute mal wieder das große Teleobjektiv dabei hatte.

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Dann gab es eine kurze Informationsshow zu den Alligatoren, wobei die Bezeichnung Show eigentlich zu viel gesagt ist, denn es wurde rund 10min kurz über die Alligatoren geredet und dann war es auch schon wieder vorbei.

Der Amerikanische Alligator ist heute keine gefährdete Spezies mehr, mit über 1 Million Exemplaren allein in Florida. Die Bezeichnungen Florida Alligator, Mississippi-Alligator und diverse andere sind übrigens alles nur Synonyme für den Amerikanischen Alligator.

Der Alligator, war aber nicht immer ungefährdet. Im letzten Jahrhundert stand er auch kurz vor der Ausrottung, bis spezielle Programme seine Existenz sicherten. Was beim Alligator sehr erfolgreich war, ist beim Amerikanischen Krokodil noch nicht gelungen. Florida ist nämlich einer der wenigen, wenn nicht der einzige Ort der Welt, wo es Alligatoren und Krokodile gibt. Es sind allerdings nur noch wenige tausend Exemplare übrig.

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Hier auf der Farm (die eigentlich keine Farm, sondern ein Zoo ist), gibt es auch Krokodile, die wir später noch sehen sollten.

Nach der ¨Show¨ ging es dann weiter in ein sumpfartiges Gebiet, wo neben Alligatoren auch Vögel auf uns warteten. Aber nicht nur einige Vögel, sondern viele Vögel – und ich meine RICHTIG VIELE Vögel. Hier ist eine natürliche Brutstätte für viele Vogelarten und um diese Jahreszeit sind die Bäume fast weiß, da sie komplett von Vögeln besiedelt sind.

Es war ein faszinierender Anblick, welchen ich so noch nie gesehen hatte und eine unglaubliche Geräuschkulisse von Schreien über Quieken bis hin zu schnatterähnlichen Lauten. Neben vielen Reihern sahen wir hier Ibise, Löffler und Störche. Sogar einige Jungtiere waren bereits zu sehen.

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Auf jeden Fall war dies ein unvergessliches Erlebnis und die Kamera lief hier heiß.

Danach war die nächste Show angesagt, die Alligator-Fütterung. Auch hier war es recht unspektakulär gewesen. Beide Shows waren kein Vergleich zu dem, was ich 2007 auf der Alligatorfarm bei den Everglades gesehen hatte. Eine kleine Enttäuschung, denn ich hatte Milly extra davon vorgeschwärmt. Aber vielleicht haben wir ja noch die Zeit in den kommenden Tagen auf die andere Alligatorfarm zu fahren.

Danach hatten wir uns noch die restlichen Tiere und eine weitere keine Show angeschaut und dann waren wir auch schon durch, nicht aber, ohne nochmal bei den Unmengen von Vögeln vorbei zu schauen.

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Es waren tolle 4 Stunden hier und die Tatsache, dass die Shows nicht so der Brüller waren, hat dem Spaß keinen Abbruch getan, den wir hier unzweifelhaft hatten. De facto waren wir sogar länger hier, als ich es vorher geplant hatte und so haben wir das restliche Tagesprogramm noch schnell umgestellt. Anstatt direkt nach Miami zu fahren und dort noch Abends nach Miami Beach zu gehen, haben wir Miami Beach auf morgen verschoben und stattdessen noch einen Leuchtturm auf der Route mit eingeplant und einen kurzen Strandaufenthalt eingeschoben.

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Zunächst aber ging es eine Stunde immer nach Süden bis an die südlichen Strände von Daytona, wo der Ponce de León Leuchtturm, der höchste in Florida, steht. Seit 1897 steht der Leuchturm hier in seiner leuchtenden roten Farbe und war bis 1970 auch in Betrieb, bis etwas weiter südlich ein neuer Leuchturm in Betrieb genommen wurde.Mit der Eröffnung des Museum 1982 wurde der Leuchtturm wieder in Betrieb genommen und seit 2004 ist er wieder in der originalen Optik zu sehen und dient als private Navigationshilfe für Schiffe.

Neben dem Leuchtturm gab es auch noch einige Gebäude drumherum zu sehen, doch Milly wollte bei diesem Stop im Auto bleiben und sich ausruhen und so habe auch ich mich darauf beschränkt, den Turm hinauf zu kletttern was mir zunächst 203 hohe Stufen in den Weg stellte, die ich aber gut gemeistert hatte. Im Gegensatz zu dem Leuchtturm auf Hunting Island einige Tage zuvor, kam ich dieses Mal aber doch schon ins Schwitzen.

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Schlimmer als der Aufstieg, war dann aber der Abstieg, denn die Stufen waren so schmal, dass ich aufpassen musste, nicht abzurutschen. Zudem begann das Gefühl in meinen Beinen immer mehr nachzulassen und ich war immer wackliger auf den Füßen. So bin ich dann recht taumelnd bei Milly wieder am Parkplatz angekommen.

Danach sind wir ein kleines Stück auf der Insel wieder zurück (der Leuchtturm war schon das Ende der Insel und es gab keinen Weg weiter nach Süden). Hier hatten wir das Auto nochmal für eine knappe Stunde abgestellt und sind an den Strand gegangen, um zumindest mal die Füße ins Wasser zu stecken und ein wenig die Sonne zu genießen. Diese kurze Erholung hatte auch gut getan, denn es stand ja noch eine vierstündige Fahrt vor uns.

Nach dem Strand ging es dann wieder zurück in Richtung der Interstate, aber kurz vorher sind wir noch bei Wendys abgebogen, um Abendbrot zu essen, denn ich wollte nicht schon wieder so spät dinieren, wie die letzten Tage. Für jeden von uns gab es einen Burger, einen Taco Macho und einen Double-Cheese und beide Burger wurden dann brüderlich zwischen uns beiden aufgeteilt. Nicht ganz kalorienarm, aber lecker…

Satt und zufrieden mit dem heutigen Tag hieß es dann aber schnell auf die Interstate und ab in Richtung Miami. Wir kamen auch ganz gut voran und so habe ich noch eine halbe Stunde herausgefahren und wir waren endlich um Viertel nach 10 in unserem schönen Hotel in Miami angekommen. Es war zwar etwas außerhalb am Flughafen, aber alles war innerhalb von 15min Fahrt zu erreichen und ich hatte ja meine Bonuspunkte nutzen können, so dass uns der Aufenthalt nichts gekostet hat.

Damit haben wir die letzte große Fahrt auch erfolgreich überstanden und sind in unserem finalen Ziel Miami angekommen, wo wir jetzt noch vier Tage haben, bevor es heißt: Rückreise nach Deutschland.

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Autor:Jens Koopmann