Reisebericht – Der Westen der USA – Unterwegs in den Canyonlands

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Heute morgen habe ich mal bis dreiviertel 8 ausgeschlafen und das war eine gute Entscheidung, denn draußen war es noch total wolkig gewesen.

Nach einem kleinen Frühstück ging es dann (nach einem Tankstop) auf zum Tagesziel Canyonlands Nationalpark (heute der Islands in the Sky-Bereich). Doch vorher gab es noch einen kleinen Statepark zu besichtigen – den Dead Horse Point Statepark. Leider gilt der Nationalparkpass nicht in den Staatsparks von Utah und so musste ich noch 7 USD auf den Tisch legen.

Durch die immernoch starken Wolken war es fotomäßig natürlich nicht optimal, aber die Ausblicke waren schon toll – es erinnerte ein wenig an den Grand Canyon. Trotzdem hier ein paar Bilder:

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Der Park kam übrigens zu seinem Namen (Ort der toten Pferde), da man früher versuchte, die Pferde zu fangen, indem man sie in eine Falle lockte. Der heutige Ort des Park war eine solche Falle, da der Felsen nur über einen schmalen Landweg mit dem Plateau verbunden ist. Nachdem hier die Pferde hingetrieben wurden, suchten die Cowboys jene heraus, die sie behalten wollten. Die restlichen blieben dort und verdursteten mit dem Blick auf den Colorado-Fluss knapp 700m unter ihnen.

Nach dem kleinen Abstecher ging es dann zum Canyonlands Nationalpark in den Islands in the Sky-Bereich. Hier galt dann auch wieder der Nationalparkspass, so dass ich ohne Zusatzkosten passieren konnte.

Der erste Stop war der kurze Trail (knapp 800m) zum Mesa Arch. Im Unterschied zu den bisherigen Parks, gab es hier aber auch viel Flora zu sehen, wie diese blühenden Kakteen:

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Der Arch selbst ist ein toller Bogen mit einmaliger Aussicht. Auch die Sonne hatte Erbarmen und ließ sich kurz blicken (was sie dann später noch regelmäßig tun sollte).

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Beim Arch bin ich auch auf zwei Holländer gestoßen, die mir noch das ein und andere Mal am heutigen Tag über den Weg laufen sollten. Apropos Weg: Auf dem Weg zum Auto dann ein kurzer Schock, denn die Schutzscheibe der Kamera war weg. Also wieder zurück, bis ich sie am Wegrand gefunden habe. Wenn man nicht alles festhält…

Hier noch ein paar Bilder von der Pflanzen- und Tierwelt:

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Der nächste Halt war der Wanderweg zum Upheavel Dome, der knapp 4km lang ist (Hin- und Rückweg) und auch etwas schwieriger zu laufen als zum Mesa Arch. Der Upheavel Dom ist eine Art Krater, wobei man sich über die Entstehung nicht sicher ist. Eine Theorie geht sogar von einem Meteoriteneinschlag aus. Insgesamt ein schöner Wanderweg für knapp 1,5h und einige Tropfen Schweiß.

Hier ein paar Bilder:

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Auch hier sind mir wieder die Holländer über den Weg gelaufen. Dann ging es auch schon weiter zum Green River Overlook mit einer tollen Aussicht. es wirkte hier fast, als sei ein Teil der Landschaft ausgestochen worden, wo bei einem Kekstteig.

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Dann ging es auch schon flott weiter zum Buck Canyon Overlook, wo es wieder einen tollen Ausblick gab:

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Letzter Stop war dann der Grand Viewpoint Overlook, wo ich auch nochmal den knapp 3,5km langen Wanderweg gelaufen bin. Dieser war aber auch recht einfach zu bewältigen. Unterwegs gab es dann auch noch einige schöne Aussichtspunkte:

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Und dann war es auch mit der Sonne vorbei und da ich auch alles gesehen hatte, was ich mir vorgenommen hatte, konnte ich beruhigt zurück nach Moab fahren. Der Canyonlands Nationalpark hatte mir sehr gut gefallen und die Landschaft ist einfach gewaltig – ich wüsste nicht, mit was ich sie in Europa vergleichen könnte, da sie so anders ist. Allein die Weite und die Größe einzelner Formationen lassen den Menschen dagegen einfach nur klein aussehen.

In Moab hatte ich mal wieder Hunger auf was Warmes und bin daher bei Dennys rein. Gegessen habe ich ein Steak mit Schrimps, Fritten und Zwiebelringen. Und dann habe ich mich noch zu einem Nachtisch hinreissen lassen und das war ein Fehler. Der Brownie mit Schokosoße und Vanille-Eis hat sich echt gezogen und liegt jetzt wie Blei im Magen. Zum Glück habe ich mit den Blogberichten ja bis jetzt noch was zu tun gehabt. Damit geht aber auch wieder ein schöner Tag zu Ende.

Fazit:

  • Dead Horse Point SP bietet tolle Ausblicke, lohnt aber m.E. nur bei gutem Wetter
  • Canyonlands ist ein toller Park, der mit schönen Wanderwegen, Landschaften und einer tollen Pflanzenwelt lockt

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Autor:Jens Koopmann