Reisebericht: Von Stars, Flowerpower und Gletschern – Eine Alaska-Kreuzfahrt. Teil 2: Schiff Ahoi

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Nach einer ruhigen Nacht in der ich nach dem langen Anreisetag wie ein Baby geschlafen habe, bin ich entspannt am nächsten Morgen aufgewacht. Es war recht bewölkt in Los Angeles, aber ich hatte noch ein paar Stunden, bevor mich das Shuttle zum Schiff bringen sollte. Also bin ich raus aus dem Hotel und habe noch einen Rundgang durch Downtown L.A. gemacht, welcher auch sehr interessant war. Den genauen Rundgang habe ich bereits in einem separaten Artikel hier vorgestellt:

Rundgang durch Downtown L.A.

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Zur Mittagszeit kam dann auch pünktlich die Sonne raus – ein Phänomen, welches mir bei meinen späteren Reisen nach L.A. immer wieder aufgefallen war. Jedenfalls war ich nach dem Spaziergang gespannt auf das Schiff.

Der Hafen liegt ein gutes Stück von Downtown L.A. entfernt und so hat es 45 Minuten gedauert, bis ich dort angekommen war. Und da stand sie dann: die MS Summit. Vom Ufer konnte ich nur die oberen Stockwerke sehen und so wirkte sie erstmal gar nicht so groß.

Nach dem Checkin ging es dann auch zügig aufs Schiff. Dort empfing mich als erstes das große Foyer. Alles war glänzend und die Atmosphäre hatte was von Luxus. Nach einer kurzen Registrierung konnte ich dann auch zu meiner Innenkabine gehen. Ich hatte eine Innenkabine gewählt, da ich dort eh nur zum Schlafen bin und ich als Alleinreisender eh schon genug Aufpreis zahlen musste.

Nachdem ich meine Sachen abgestellt hatte, ging ich erstmal an Deck, mir das Schiff und den Hafen anschauen:

Anschließend ging es dann zur obligatorischen Notfallübung – mann sah ich dämlich aus mit meiner Schwimmweste, aber was solls. Den wirklichen Notfall mit 2000 Passagieren und 1000 Mann Besatzung wollte ich mir nicht wirklich vorstellen. Auf der anderen Seite fühlte ich mich auf dem Schiff sicher.

Nach der Übung hieß es dann Anker hoch und Leinen los und begleitet von einem Hubschrauber und einem Leitboot sind wir aus dem Hafen von Los Angeles rausgefahren in Richtung weites Meer.

Der Rest des Tages war dann sehr entspannt bis es Abends zu einem fantastischen Essen ging. Insgesamt waren wir sieben Personen an unserem Tisch, wobei 6 Amerikaner waren und ich der siebente im Bunde. Alle waren sehr nett. Debbie, Steve, Kate und Tony kamen aus Florida, während Albert und seine Frau aus der Nähe von L.A. kamen. Wir fanden sehr leicht Gesprächsstoff und das gute Essen tat sein übriges zu einem gelungenen Abend, den ich anschließend mit der Abendshow ausklingen ließ.

In der Nacht war die See etwas stürmischer geworden und es schaukelte doch ganz ordentlich zwischendrin. Ich hatte daher vorsorglich eine Reisetablette eingeworfen. Als ich dann am nächsten Morgen zum Frühstück kam, waren die meisten gerade mal in der Lage einen Tee zu trinken. Als sich jemand mit Rührei und Würstchen an meinen Tisch setzen wollte, sind die anderen jedenfalls schleunigst verschwunden.

Das Wetter wurde jedoch besser im Laufe des Tages. Ich habe die Zeit genutzt, mir das Schiff anzuschauen, einen Vortrag über Alaska zu hören, etwas zu lesen und zu entspannen.

Erst am späten Abend haben wir dann wieder Land gesehen, als wir im Hafen von San Francisco eingelaufen sind. Witzig dabei war, dass wir die Seelöwen vom Pier 39 bereits von weitem hören konnten, ohne das wir sie gesehen hatten. Das erste Geräusch von Frisco war damit Seelöwengebrüll. Mit diesen Eindrücken, einem weiteren guten Essen und guter Laune ging es dann auch in die zweite Nacht an Bord, denn am nächsten Tag stand der erste Landgang auf dem Programm.

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Autor:Jens Koopmann