Reisebericht Kreuzfahrt in die Karibik – Samstag, 14.04.2007 – am Ende der USA in Key West

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Nach einer ruhigen ersten Nacht an Board bin ich am frühen Morgen gut ausgeruht aufgewacht. Ein leckeres Frühstück, ein paar Seiten gelesen und dann kam eine Durchsage des Kapitäns, dass wir aufgrund der 2,5h Verspätung in Tampa, ca. 1h später in Key West ankommen werden als geplant. Das Motto „Verspätung“ bleibt mir also treu. Da mir aber trotzdem 7h Aufenthalt für Key West verbleiben war das kein Problem, zumal mich mein Weg im Juni ja nochmal für 2 Nächte hierher führen wird.

Ein paar Bilder vom Einlaufen in Key West:

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Key West ist der südlichste Punkt in Kontinental-USA und liegt näher an Kuba (90 Meilen entfernt) als am amerikanischen Festland. Dabei hat das „Key“ in Key West nichts mit einem Schlüssel (Key) zu tun. Vielmehr kommt Key vom spanischen „Cayo“, was „kleine Insel“ bedeutet. Einzige Verbindung von Key West zum Festland ist neben dem Flugzeug und der Fähre der Highway No. 1, der hier seinen Ursprung hat.

Im Hafen angekommen, hatte ich zunächst eine Tour gebucht, die mich durch 5 kulinarische Spezialitäten der Insel führen sollte. So gab es zunächst Conch-Fritters – eine Art frittierte Bällchen mit Muschelfleisch. Auf jeden Fall lecker. Danach gab es „Dolphin Fingers“ – kleine, frittierte (wie auch sonst – ich bin in Amerika 😉 ) Fishhappen. Auch sehr zu empfehlen. Dann ging es weiter zum Peppers, einem Laden, der allerlei würzige Soßen verkauft mit so blumigen Namen wie „Sudden Death“. Nachdem ca. 50% meiner Geschmacksnerven abgetötet waren, ging es dann zur letzten Station, wo es frische Shrimps gab.

Nach diesen 2 Stunden ging es dann auf eigene Faust weiter. Hauptstrasse und Lebensader des alten Key West ist die Duval Street. Hier tummeln sich Kneipen, Lokale und viele kleine hübsche Läden. Die sicherlich bekannteste Kneipe ist „Sloppy Joe’s Bar“. Diese Bar war das Stammlokal von Ernest Hemmingway, während er in Key West war.

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Allerdings handelte es sich damals nicht um das Gebäude an der Duval Street, sondern um eine kleine Kneipe in einer Seitenstrasse, deren Innenleben mit 1 Dollarnoten und Unterwäsche witzig dekoriert ist.

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Weiter ging es dann zur „Curry Mansion“. Dieses Haus, was heute eine Pension ist, ist eines der schönsten auf Key West und gehörte einst dem reichsten Mann der Insel. Der Reichtum kam aus dem Geschäft was Key West einst das höchste Pro-Kopf-Einkommen der USA bescherte – Schiffsplünderung. Ein wichtiges Detail des Hauses ist dabei der Turm oben, von dem man auf das Meer blicken konnte. Auf diesem Turm wurde Wache gehalten und wenn wiedermal ein Schiff im Riff von Key West gestrandet war, hieß es „Wreck ashore“ und alles schwärmte aus, um die verwertbaren Sachen zu bergen.

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Der Reichtum verschwand wieder, als irgendwann zum Bedauern der Bevölkerung ein Leuchtturm errichtet wurde.

Der Weg führte mich dann weiter zum Mallory Square. Hier herrscht ein recht buntes Treiben. Neben dem Aquarium von Key West ist hier auch das Schiffswrack-Museum beheimatet. Ich hatte mittlerweile genug Sonne abbekommen und musste mal dringend in den Schatten. Insofern entschied ich mich für das Wrack-Museum. Für 10 USD war es recht interessant, da es viele geborgene Stücke und Informationen über das Leben der Schiffsplünderer zeigte. Unter anderem gab es „Dating Candles“. Diese wurden von den Eltern immer aufgestellt, wenn das Kind ein Date hatte. Das Date war dann zu Ende, wenn die Kerze abgebrannt ist. Die Länge der Kerze richtete sich dabei nach der Sympathie der Eltern für den Besuch 😉 .

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Hier noch ein paar Bilder vom Museum:

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Danach ging dann auch bei mir fast nichts mehr außer einem kleinen Besuch beim „Little White House“, dem Sitz von US-Präsident Harry Truman während dieser auf Key West war.

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Ansonsten hier noch ein paar weitere Eindrücke von den zahlreichen kleinen Details auf Key West:

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(Die Bilder von rechts nach Links und von oben nach unten: Briefkasten nach dem Yachthafen, Flagge der Conch-Republic, Kneipe auf der Duval Street, Zigarren-Laden, Wegweiser 😉 , Südlichste Wedding-Chapel der USA)

Insgesamt ein toller Tag. Key West ist ein superschöner Ort, der weniger durch großartige Sehenswürdigkeiten als viel mehr durch viele kleine Details glänzt. Die Stimmung ist einfach gut, und überall hört man Musik. Einiges habe ich nicht mehr geschafft zu sehen, da die Sonne mich einfach „verbrannt“ hatte, aber den Rest mache ich dann im Juni. Ich freu mich schon drauf.

Fazit:

  • der Urlaub hat begonnen
  • 136 Bilder gemacht
  • Key West ist absolut sehenswert
  • Ich habe den ersten Sonnenbrand der Saison

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Autor:Jens Koopmann