Reisebericht Kenia 2014 – Teil 14: Auf zum Viktoriasee

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Dienstag, 09.12.2014 – Auf zum Viktoriasee

Am heutigen Morgen hieß es bereits um 6 Uhr wieder aufstehen, denn unsere Tage am Strand von Diani Beach sind  vorüber und heute stand die nächste Etappe des Urlaubs auf dem Plan: die Reise nach Ndori am Viktoriasee, wo die Familie von Milly lebt.

Viertel vor 7 waren wir soweit, dass wir alles im Hotel erledigt hatten und mit dem Taxi in Richtung Mombasa fahren konnten. Wir sind auch gut vorangekommen, bis wir in Likoni die Fähre nach Mombasa nehmen mussten. Da dies der einzige Weg in die Stadt von Süden ist, gab es kein Vorbei am morgendlichen Stau, der sich wie eine nicht enden wollende Schlange von Autos durch den Ort zog.

Es dauerte fast eine geschlagene Stunde, bis wir die Fähre schließlich sehen konnten und das bei bereits unerträglicher Hitze, zumindest im Auto. Wir wussten, dass uns hier Stau erwarten würde, daher sind wir auch extra früh losgefahren und unsere Befürchtungen sind so ziemlich genau eingetroffen.

Einmal die Fähre überwunden, ging es dann durch das Gewühl aus Tuk-Tuks, Matatus und Boda-Bodas durch Mombasa, bis wir schließlich gegen 9 Uhr am Flughafen ankamen, ziemlich genau 2h vor unserem Abflug.

Das leichte Übergepäck bei meinem Koffer hat gottseidank keine Probleme gemacht und so waren wir recht schnell durch den Checkin und die Sicherheitskontrollen und warteten auf den ersten Flug nach Nairobi. Dieser dauerte nur knapp eine Stunde, hatte aber ein Highlight zu bieten: den Blick auf den Gipfel des Kilimanjaro, der uns in Amboseli verborgen blieb. Auch heute war über Amboseli eine Wolkenschicht, aber die schneebedeckte Spitze des Berges ragte über den Wolken heraus und so konnten wir noch diesen faszinierenden Anblick genießen, bevor es in den Sinkflug nach Nairobi ging.

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In Nairobi hieß es dann umsteigen in das nächste Flugzeug, welches uns an den Viktoriasee bringen sollte. Dabei konnten wir am Flughafen Nairobi noch gut die Schäden erkennen, die ein großes Feuer im vergangenen Jahr angerichtet hatte.

Auch der zweite Flug des Tages verlief sehr ruhig und war mit gut einer halben Stunde nochmals kürzer. Wir sind dann auf dem neuen Internationen Flughafen von Kisumu gelandet sind. Der Flughafen existierte noch nicht, als wir vor drei Jahren hierher kamen und noch den alten Flughafen direkt am See nutzen musste. Die Bezeichnung Internationaler Flughafen ist aber eine leichte Übertreibung, denn bislang gibt es hier keinen einzigen internationalen Flug.

Nachdem wir unser Gepäck – sehr zu meiner Erleichterung – wohlbehalten wieder in Empfang genommen hatten, wurden wir auch schon von Millys Mama und ihrem Onkel Fred erwartet.

Wir sind dann aber nicht direkt nach Ndori gefahren, sondern zunächst auf der neuen und gut ausgebauten Straße nach Kisumu, denn Milly hatte sich schon den ganzen Tag auf Tilapia vom Viktoriasee gefreut (ich insgeheim auch). Wir haben dann zu viert wunderbar gegessen und waren für 12 EUR alle pappsatt geworden.

Mit vollen Bäuchen ging es dann für eine gute Stunde bis wir nach Ndori kamen. Bei der Fahrt fiel auf, dass es mittlerweile viele kleine hübsche Häuser hier gibt und auch sonst alles einen irgendwie saubereren Eindruck macht, als sonst in Kenia. Die letzten Jahre hat sich hier wirklich viel getan.

In Ndori gab es dann einen herzlichen Empfang von Millys Vater, zwei ihrer Schwestern, ihrem Bruder, den Neffen/Nichten und einem Pfarrer und Freund der Familie.

Den Rest des Tages haben wir dann dort verbracht und uns unterhalten, während sich am frühen Abend ein höllischer Regenschauer über uns ergoss. Durch das Prasseln auf dem Metalldach hatte man fast sein eigenes Wort nicht mehr verstanden. Hinzu kam, dass bei Regen auch der Strom ausfällt und wir alle bei Kerzenlicht in dem kleinen Raum saßen.

Nun sind wir in unserer Unterkunft für die kommenden 3 Tage angekommen, einem kleinen Gästehaus, nur wenige Meter von Millys Eltern entfernt. Hier haben wir einen Executive Room – die höchste Kategorie – gebucht (für 25 EUR die Nacht). Das Executive sollte man aber nicht zu ernst nehmen, denn der Raum ist wirklich nur absolute Basisausstattung gemessen an unserem Maßstäben, aber wir sind hier halt auf dem Land und nicht in der Großstadt. Und für 3 Tage wird es wohl auch gehen.

Morgen werden wir dann nach Kisumu fahren und dort schauen, was sich so verändert hat.

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Autor:Jens Koopmann