Reisebericht Kenia 2014 – Teil 10: Die Unterwasserwelt vor der Küste von Shimoni

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Donnerstag, 04.12.2014 – Die Unterwasserwelt vor der Küste von Shimoni

Nachdem wir den gestrigen Tag sehr ruhig verbracht hatten, gab es für heute wieder etwas Programm, was aber auch hieß, dass wir wieder früh aufstehen mussten. Der von uns gebuchte Ausflug ging bereits um 7:10 Uhr am Hotel los und so waren wir die allerersten, die morgens beim Frühstück waren.

Heute sollte es raus aufs Meer gehen mit dem Nachbau einer Dhau, einem traditionellen Boot dieser Region. Dazu ging es zunächst eine gute Stunde Richtung Süden, wo sich die Grenze nach Tansania befindet. Wenige Kilometer vor der Grenze haben wir dann die gut ausgebaute Straße verlassen und es ging weiter auf einer Buckelpiste in Richtung Shimoni. Unterwegs passierten wir auch den Abzweig zur Mwazaro Beach Lodge, wo wir 2011 unseren erholsamen Teil des Urlaubs verbracht haben.

In Shimoni angekommen, haben wir dann den Kleinbus verlassen, um auf ein kleines Boot zu gehen, welches uns den kurzen Weg zur Dhau brauchte.

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Shimoni ist ein Fischerdörfchen mit besonderer Bedeutung in der Geschichte Kenias. Vor der Kolonisierung durch Großbritannien, war hier der Stützpunkt der britischen Ostafrika-Gesellschaft.

Unrühmlicher ist dagegen die Bedeutung Shimonis als dem Ort, an dem die Sklaven gehalten wurden, bis sie auf die Sklavenmärkte auf Sansibar verschifft wurden. Zur Einquartierung der Sklaven nutze man ein Höhlensystem, welches sich auf einer Länge von rund 20km erstreckt. Hier waren die Sklaven angekettet und warteten auf die Schiffe, die sie zum Handel weiterverschiffen sollten. Heute kann man diese Höhlen auch besuchen, aber dies war nicht Teil unseres Programms.

Unser Ziel mit der Dhau war der Kisite-Mpunguti Marine Park, ein Korallenriff rund 8km vom Festland Shimoni’s entfernt. Nachdem das Riff 1973 unter Schutz und 1978 erweitert wurde, konnte sich hier eine Marine Vielfalt erhalten, welche es sonst nirgends in Kenia zu sehen gibt. Dieses Meeresleben war auch unser Ziel, denn zum ersten Mal in unserem Leben sollten wir beide Schnorcheln gehen. Die Tourleute auf dem Schiff waren gut auf Anfänger vorbereitet und so bekamen wir Schwimmwesten und zusätzlich einen Guide an die Seite gestellt, der uns zu den interessanten Punkten führen sollte.

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Einige der Teilnehmer sind hier auch tauchen gegangen, doch dies war uns zu hoch, zumal wir ja beide keinen Tauchschein haben.

Vor dem Gang ins Wasser haben wir aber noch einige Delfine gesehen, die uns später dann auch im Wasser wiederbegegnet sind. Das Schnorcheln selbst hatte wirklich Spaß gemacht und die Unterwasserwelt mit den Korallen und den vielen bunten Fischen war wirklich einmalig. So etwas hatten wir beide noch nie in der Realität gesehen und so hatte sich der Ausflug allein deswegen schon gelohnt (auch wenn ich als Souvenir noch einen Sonnenbrand dazu bekommen habe).

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Leider habe ich keine Kamera, die auch Unterwasser Bilder machen kann, von daher müsst ihr uns einfach glauben, dass es schön war J

Insgesamt sind wir 2x für jeweils rund 40 Minuten im Wasser gewesen und haben neben Fischschwärmen aus bunten Fischen auch Rochen und bunte Seesterne gesehen, sowie natürlich die Vielfalt der hier lebenden Korallen.

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Nach den beiden Wassergängen sind wir dann wieder zurück gefahren. Bevor es jedoch wieder nach Shimoni ging, haben wir noch einen Stopp zum Mittagessen auf der Shimoni vorgelagerten Insel Wasini Island eingelegt. Nach einem 10-minütigen Spaziergang kamen wir bei einem Restaurant an, welches idyllisch am Meer gelegen in einer Palmenhütte untergebracht ist. Hier gab es dann zu Kenianischem Sauvignon Blanc (erstaunlich gut) eine kenianische Fischsuppe und danach als Hauptspeise frische Krabben und Fisch. Die Krabben waren dabei wirklich ein Traum. Sie waren zwar klein, aber ihr Fleisch unglaublich zart und schmackhaft. Selbst Milly konnte da nicht widerstehen.

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Einmal satt, konnten wir dann an diesem idyllischen Ort ein wenig entspannen, bevor es den Weg zurück zum Schiff ging. Die Temperaturen draußen waren wieder mörderisch heiß und eigentlich hätte ich am liebsten jede Bewegung eingestellt. Bis zum Schiff haben wir es dann aber doch noch geschafft und es folgte die letzte kurze Überfahrt zurück nach Shimoni, wo wir dann wieder ins Auto gestiegen und zurück ins Hotel gefahren sind.

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Es war ein wirklich schöner Tag und auch wenn der Ausflug mit gut 100 EUR pro Person nicht wirklich billig war, so haben wir doch viel erlebt und gesehen und können uns am Ende nicht beklagen. Wir waren das erste Mal Schnorcheln und es hat uns beiden Spaß gemacht, so dass wir dies in Zukunft sicher nochmal machen werden.

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Zum Abschluss des Tages sind wir dann noch in das Grillrestaurant im Hotel gegangen, wo wir noch köstlich zu Abend gegessen haben (mein Highlight: gegrillte Ananas), bevor wir dann ins Bett gefallen sind.

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Autor:Jens Koopmann