Reisebericht Kalifornien – 06.06.2009 – Mission Dänemark

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So jetzt läuft gerade mein Kaffee durch und ich kann beginnen mit dem Schreiben. Warum der Kaffee am Abend? Damit es hier im Zimmer besser riecht. Da kein anderes Zimmer mehr frei war, haben sie mir ein Raucherzimmer gegeben hier, was wohl auch reichlich von Rauchern genutzt wurde. Naja, ist ja nur für eine Nacht und die nächsten 3 Nächte in LA habe ich ja wieder ein gutes Hotelchen 🙂

Highway 1

Der heutige Tag war (wie der morgige dann auch) eine kleine Verschnaufpause von den Highlights der letzten Tage. Aufgewacht bin ich wieder recht früh und so war ich auch kurz vor Acht abfahrbereit. Am Checkout hatte ich dann auch noch kurz Internetempfang, so dass ich schnell einen Beitrag ins Blog hochladen konnte und dann ging es bei strahlender Sonne ab auf den Highway 1 zunächst in Richtung Morro Rock. Insgesamt nett zu fahren, aber recht unspektakulär. Der Morro Rock und der dazugehörige Strand sind ein Surferparadies und so haben sie sich bereits in den frühen Stunden die ersten in die Fluten gestürzt.

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Wenig später war ich dann in San Luis Obispo, wo die dortige Mission San Luis Obispo de Tolosa auf dem Programm stand. Nur war der Zutritt gerade nicht möglich, so dass ich mich mit ein paar Bildern aus dem Innenhof begnügte und dann weiter bin. Mehr als ein Zwischenstop ist diese Mission nicht. Die Mission selbst ist die 5. in der Reihe von 21 und benannt nach Sankt Luis, dem Bischof von Toulouse. Erbaut wurde sie 1772. Wiegesagt kurzer Stop und dann ging es direkt weiter.

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Mission La Purisma

Als nächstes galt es meinem Magen etwas zuzuführen und so habe ich in Santa Maria kurz gestoppt und mir 2 Muffins geholt, wobei ich nach dem ersten schon satt war. Den zweiten habe ich mir dann für den Abend aufgehoben. Nach der kurzen Pause war ich dann auch schon wieder on the road auf dem Weg ins Städtchen Lompoc, wo die nächste Mission auf mich wartete: Mission La Purisma Concepciòn. Die Mission ist heute ein Statepark und so musste ich4 Dollar zücken damit kurz darauf der Weg wieder frei war. Zu besichtigen gibt es eine restaurierte Version der 2. Mission. Die erste Mission wurde in Erdbeben zerstört und dann 1812 an den heutigen Standort verlegt. Auch diese Mission ist jedoch mit der Zeit stark zerfallen und wurde daher in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts mit traditionellen Verfahren wieder restauriert, so dass sich heute ein historisches Bild einer Mission und all ihrer Nebengelasse zeigt. Zudem hat der State Park eine Reihe von Angestellten, die die Mission inklusive Vieh und Landwirtschaft weiter betreiben, so dass noch etwas Leben da ist. Die Mission selbst ist optisch eher unspektakulär, vermittelt aber ein gutes Bild vom Leben in der damaligen Zeit. Errichtet wurde die Mission 1787 (die alte Mission) bzw 1812 (neue Mission) durch Francisco de Lasuén als 11. Mission.

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Insgesamt fand ich es einen gelungenen Stop für eine knappe Stunde. Die alten Ruinen der ersten Mission sind auf dem Missionsflyer auch eingezeichnet gewesen – zu sehen gab es außer einer Plakette aber nichts. Danach ging es zum Tageshauptziel:

Solvang

Man muss sich das so vorstellen: völlig unbedarft fahre ich durch die amerikanische Einöde und plötzlich kündigen sich wieder erste Zeichen der Zivilisation an in Form von Motelketten. Nachdem diese passiert sind erwartet den Touri das Dorfzentrum und dann kommt es. Hinter einer Kurve beginnen die kleinen Häuser mit Spitzdach und Fachwerk. Das ganze hat seinen Ursprung 1911 als dänische Lehrer in den Westen zogen und sich hier niedergelassen haben. Und diesen dänischen Geist merkt man noch heute. So heißen die Straßennamen z.B. Copenhagen Av. und es gibt viele Geschäfte mit traditionell dänischen Waren. Ansonsten erfreuen zahlreiche Galerien und kleine Geschäfte den Besucher bei einem Stadt… äh Dorfbummel 😉 Ich bin hier eine gute Stunde rumspaziert. War auf jeden Fall sehenswert, wenn auch skurril und mal wieder ein Beweis dafür, dass es in Amerika nicht gibt, was es nicht gibt.

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Als ich hier dann wieder los bin, hatte sich der Himmel weitgehend mit dunklen Wolken zugezogen. Aber es war ja nur noch ein kleines Stück nach Santa Barbara und gerademal 14 Uhr. Die Strecke zur Küste führte dann einmal über die Berge, was ein paar schöne Aussichten mit sich brachte.

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Santa Barbara

Angekommen in Santa Barbara war es dann eigentlich noch viel zu früh, um gleich ins Motel zu fahren (von dem muffigen Raucherzimmer wusste ich ja noch nix). Insofern bin ich direkt noch zur Mission in Santa Barbara gefahren. Doch hier folgte die Enttäuschung: der Zutritt war versperrt, da der Strom ausgefallen war. Na so was auch…. Insofern blieb es bei ein paar Außenbildern der 1786 als 10. Mission errichteten Kirche, die als „Queen of Missions“ wegen ihrer schönen Außenanlagen gilt. Gegründet wurde die Mission ebenfalls von Padre Lasuén und sie ist die einzige Mission mit zwei Kirchtürmen. Die Kirche ist noch heute in Gebrauch, wie auch noch heute ein Teil der Wasseranlagen für Santa Barbara genutzt wird.

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Da diese paar Fotos jetzt keine Ewigkeit gedauert haben, bin ich dann auch noch nach Downtown gefahren und bin dort eine Runde bis zum Strand spaziert. Ich war ja vor drei Jahren schon einmal in Santa Barbara für 2 Tage und hatte so noch ein wenig Erinnerung wo was lag. Insgesamt ist es schon ein sehr schöner Ort mit einer schönen Geschäftsstrasse in Downtown. Allerdings ist alles auch recht abgehoben, was man spätestens merkt, wenn an einem eine Stretch-Limo mit pöbelnden Jugendlichen drin vorbeifährt – Amerika eben….

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Damit ging dann auch dieser Tag vorüber. Für morgen heißt das, dass ich direkt weiterfahre, da Santa Barbara soweit ja schon abgegrast ist. Insofern verbleiben vom morgigen Programm nur noch die restlichen Missionen bis Los Angeles und dann mal schauen wann ich in LA ankomme. Vielleicht kann ich ja noch etwas an den Strand (auch wenn es am Wasser doch noch sehr frisch ist mit dem Wind).

Für heute aber war es das wieder – dafür das nicht viel passiert ist, doch wieder ein recht langer Bericht…

Achso – noch ein kleines Rätsel: welche Flagge auf dem folgenden Bild passt nicht so recht? 😉

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Autor:Jens Koopmann