Reisebericht Kalifornien – 08.06.2009 – Zwischen Movie Star und Baywatch

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So, der erste von zwei Tagen in LA ist vorüber und es wird wieder Zeit für den Tagesbericht 🙂 Los Angeles hatte ich ja in der Vergangenheit schon 3 Mal besucht und kenne daher schon das ein oder andere, wie z.B. Hollywood, Historic Downtown, Griffith Park, die Queen Mary I, den Zoo, die Universal Studios und Santa Monica (bis auf den Pier). Insofern galt es heute zu selektieren, was ich mir noch anschauen kann. Dazu hatte ich gestern schonmal im Hotel alle Flyer durchforstet und bin dabei auf eine Tour durch die Sony Filmstudios gestoßen. Eine ähnliche Tour wurde auch von Warner Bros angeboten. Da die Sony Pictures Studio Tour jedoch zu Fuß durch die Studios geht anstatt in einem kleinen Elektrowagen und mit 28 Dollar auch noch deutlich günstiger war, habe ich das als erstes Tagesziel auserkoren.

Sony Filmstudios

Die erste Tour begann um 9:30 Uhr und da ich keine Reservierung hatte habe ich mich auch pünktlich frühs auf den Weg gemacht. Den Weg habe ich prima gefunden, da es ja nur 10min vom Hotel waren, direkt in Culver City. Auch die Parkplatzsuche gestaltete sich einfach, denn Besucher der Tour parken kostenfrei in der Tiefgarage. Ich habe dann auch noch direkt für die erste Tour Tickets bekommen und zu meinem Erstaunen waren wir ganze 2 Gäste auf der Tour – also quasi eine VIP-Tour 🙂 (das dem nicht immer so ist, habe ich gesehen, als uns die zweite Tour irgendwann begegnet ist).

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Wie auf den Bildern zu sehen ist, war es stark bewölkt am Morgen und insofern der Gang in die Studios eine gute Option, da der Strand gerade mal keine gute Alternative war.

Die Tour beginnt mit einem kurzen Film der einen Abriss über die Geschichte der Studios gibt. Hier eine kurze Zusammenfassung dessen: die Studios wurden 1919 von den Geschwistern Harry und Jack Cohn sowie ihrem Geschäftspartner John Brandt als CBC-Studios gegründet. Die Firma hatte jedoch zunächst keinen guten Ruf und man scherzte, dass CBC für Corned Beef and Cabbage (Corned Beef und Kohl) stand. Brandt wurde später aus der Firma ausbezahlt und die Studios in Columbia Pictures umbenannt. Danach ging es dann aufwärts. 1982 schließlich erwarb Coca Cola die Filmstudios und verkaufte sie zusammen mit Tri-Star-Pictures 1989 an Sony. Sony ist dann später mit den Studios erst an diesen Ort in Culver City gezogen, der zuvor von MGM genutzt wurde.

Nach diesem Film ging es dann auf die andere Strassenseite in den Studiokomplex. Im Gegensatz zu den Universal Studios ist dies hier kein Themenpark durch den man geführt wurd, sondern ein reales Studio. Fotografieren durfte ich allerdings nur in der Main-Street, einer Kulissenstrasse, wo die folgenden Bilder entstanden sind. Aufpassen sollte man dabei, wenn man in eines der Häuser geht, denn einige Türen lassen sich zwar öffnen, aber dahinter ist nur Mauer 😉 Der Grund dafür ist der begrenzte Platz auf dem Gelände, so dass die Filmstrasse wirklich nur Kulisse ist und hinter der Fassade direkt die Büros der Studioangestellten sind.

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Danach ging es dann durch die Produktionshallen, wo ich Kulissen von TV-Shows (Jepardy) oder neuen Serien sehen konnte genauso wie ein kleines Soundeffektstudio und die Halle in der Hintergrundbilder gemalt werden. Defacto ist ein großer Teil dessen was wir heute als Außenaufnahmen in Filmen sehen eigentlich eine Innenaufnahme, was schon irgendwie erschreckend ist. Insgesamt dauerte der Rundgang knappe 2h und war sehr informativ. Ich fand das Geld gut investiert und damit war der Vormittag auch schon vorbei. Achso, hier noch das Beweisfoto, dass ich da war 😉

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Am Ende der Tour bekamen wir dann noch ein T-Shirt und eine Soundtrack CD geschenkt – nette Geste 🙂 Dann hatte sich aber auch verstärkt mein Magen zu Wort gemeldet und forderte Kalorien und so habe ich bei einer Burgerkette am Venice Blvd (Name habe ich vergessen) gehalten und mir für je 1 Dollar 2 Burger und noch 2 Apfel-Zimttaschen für zusammen 1 Dollar geholt. Was soll ich sagen – für einen Dollar waren die Burger durchaus groß und vor allem haben sie sogar geschmeckt – nicht so wie dieses ekelhafte Zeug von McDoof und Konsorten. Auch die Apfeltaschen waren gut und so war ich für 3 Dollar mehr als nur randvoll. Eigentlich stand ja dann Venice Beach auf dem Programm, aber es war mir immer noch zu bewölkt und aus Erfahrung hatte ich die Hoffnung, dass sich dies noch ändern könnte am Nachmittag. Von daher bin ich erstmal in Richtung Santa Monica gefahren, um dort auf den Pier zu gehen.

Santa Monica

Santa Monica selbst gehört nicht mehr zu Los Angeles, sondern ist eine eigenständige Stadt mit fast 85.000 Einwohnern. Sie ist sicherlich eine der schönsten Gegenden in Greater Los Angeles bedingt durch die Nähe zum Strand mit seinem Pier (auf dem ein kleiner Vergnügungspark ist) und der schönen Einkaufspassage in der 3rd Street. Während meines Besuches dort von knapp 2h (solang kann man kostenfrei in 6 Parkhäusern parken) klarte dann auch endlich der Himmel auf 🙂 🙂

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Die folgenden Aufnahmen sind vom Pier in Santa Monica. Gleich vorn am Pier ist das Karusselhaus, in dem sich – wie der Name schon sagt – ein Karussel befindet.

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Am Strand von Santa Monica wurde übrigens auch ein Teil von Baywatch gedreht!

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Schließlich bin ich dann noch in der 3rd Street einmal die Geschäftspassage durchgelaufen und dann wieder zum Auto. Kurz davor war ich noch schnell bei Barnes & Nobles drin und habe mir zwei Bücher von Leonard Cohen geholt – den Gedichtband „Book of Longing“ und den Roman von 1966 „Beautiful Loosers“.

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Und eh ich es vergesse, in Santa Monica endet auch die Route 66:

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Venice Beach

Da jetzt auch endlich die Sonne schien, war genau der richtige Zeitpunkt gekommen, um nach Venice bzw. Venice Beach zu fahren, was nur 10min südlich liegt. Im Gegensatz zu Santa Monica gehört Venice zu Los Angeles. Am Venice Blvd habe ich dann für 5 Dollar das Auto stehen lassen und bin zunächst einmal eine Runde mit der Knipse durch das Viertel. Mit einem Wort lässt es sich mit „Bunt“ beschreiben. Es ist unheimlich lebhaft hier und nicht alle der Gestalten hier wirken vertrauenswürdig. Nicht umsonst gilt die Warnung, dass man nach Sonnenuntergang hier besser nicht mehr ist. Ansonsten ist das wohl der Ort mit der höchsten Dichte an Tattoo- und Piercingstudios. Aber auch viel Wandmalereien und Straßenkünstler tummeln sich in Strandnähe. Das ganze war auf jeden Fall einige Fotos wert 😉

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Danach habe ich dann die Kamera ins Auto gebracht und bin noch eine gute Stunde an den Strand. Verbrannt habe ich mich gottseidank nicht, bis auf jene Stelle wo der Kameragurt ist, die ist ziemlich rot….

Naja jedenfalls war es damit doch ein recht schöner und abwechslungsreicher Tag gewesen, an dem ich doch noch ein paar neue Ecken in L.A. gesehen habe. Mal sehen, was ich dann morgen mache 🙂

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Autor:Jens Koopmann