Reisebericht Florida: 12.06.2006 – Film ab!

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Und wieder ein neuer Morgen. Nach dem gestrigen eher entäuschenden Epcot-Park stand heute ein weiterer Disney-Park auf dem Programm und zwar die MGM-Studios. Dafür ging es heute auch wieder etwas früher los, so dass ich gegen halb 10 am Park war.

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Auf die Disney Studios habe ich mich schon gefreut, denn so rund um den Film interessiert mich das alles schon. Und gleich nach dem Reinkommen fand ich es hier supertoll. Alles war im Stil des alten Hollywood nachgebaut. Da macht es gleich Spaß loszulaufen. Während ich ankam, war auch gerade jemand eifrig beschäftigt, mit seinem Flugzeug „Jesus loves you“ in den Himmel zu schreiben – verrückte gibts 😉

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Als erstes stand die Hauptattraktion des Parkes auf dem Programm, der „Tower of Terror“. Da die Schlangen dort jedoch ziemlich lang waren, habe ich erstmal ein Fastpass gezogen, um später wieder zu kommen. Vorher ging es dann den Hollywood Blvd. und den Sunset Blvd. hinunter. Hier ein paar Bilder:

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Da ich ja nun ein wenig Zeit hatte, ging ich erstmal zur nächsten Attraktion. Und das war „The great Movie Ride“, eine Fahrt durch Hollywood-Klassiker. Das ganze fand an der Hollywood Junction in einem Nachbau von Graumans Chinese Theater (steht im Original in Hollywood) statt.

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Auch hier war die Schlange recht lang und ich musste gut 30 Minuten warten. Wenn das in diesem Tempo heute weitergeht, dann schaffe ich fast gar nichts. Die Fahrt selbst fand ich wirklich gut gemacht. Man fährt halt durch die Filmszenen und ab und zu gibt es etwas Action. Sollte man nicht auslassen.

Danach liefen mir die drei kurz über den Weg:

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Bis zum „Tower of Terror“ war es noch immer etwas Zeit und so dachte ich mir, ich gehe erstmal zur „Indiana Jones Epic Stunt Spectacular!“-Show, denn laut Reiseführer können hier 2.100 Mann gleichzeitig rein, insofern rechnete ich mir Chancen aus, ohne Warten reinzukommen. Das klappte dann auch, allerdings musste ich dann noch eine halbe Stunde auf die Show selbst warten. Also wieder 30 Minuten ohne was zu tun. Diesmal wurden aber weniger die Beine als das Sitzfleisch strapaziert. Unglücklicherweise saß neben mir auch noch ein ultradicker muffender Ami. Also Luft anhalten, schließlich wollte ich die Show sehen.

In der Show selbst zeigt das Stunt-Double aus dem Indianer Jones-Filmen einige der Stunts, die sie auch dort aufgeführt haben. Das ganze beginnt zunächst in einem Tempel:

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Danach geht es mit einer Action-Szene in Kairo weiter:

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Schließlich gab es noch eine Fluchtszene mit ordentlich Feuer und Action:

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Die Show war wirklich klasse und wer an Stunts in Filmen interessiert ist, sollte sich das wirklich nicht entgehen lassen, denn solche Gelegenheiten sind rar.

Danach war es dann auch höchste Zeit für den „Tower of Terror“, denn mein Ticket war eigentlich schon wenige Minuten abgelaufen. Was der „Tower of Terror“ ist? Ein altes Hotel, in dem die Hollywoodstars übernachten und das einem Blitzschlag zum Opfer fällt, woraufhin die Fahrstühle verrückt spielen. Und genau in solch einem Fahrstuhl sitzt man während der Fahrt. Was noch gemütlich beginnt, endet im freien Fall bis zu 12 Stockwerke hinunter. Der freie Fall wird dabei noch übertroffen, da der Fahrstuhl während des Falls zusätzlich beschleunigt wird. Als letzten Kick öffnen sich dann noch die Fahrstuhltüren und für einen kurzen Moment blickt man hinaus auf den Park. Dies war dann meine Mutprobe für heute und es war schon irre. Wenn der Fahrstuhl abstürzt merkt man wirklich, dass einen nur der Gurt im Sitz hält. Gottseidank hatte ich noch nichts gegessen 😉 , ansonsten: Wiedersehen macht Freude 😀 .

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Und weiter ging es dann im Programm. Und das hieß erstmal ab in den Bereich der MGM-Studios.

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Hier habe ich mir erstmal „The Magic of Disney Animation“ angeschaut, da die Wartezeit mit gut 15 Minuten noch erträglich war. Hier wird in einer kurzen Show die Entwicklung eines Disney-Charakters gezeigt. Hier hatte ich mir etwas mehr gehofft, denn der Reiseführer hatte diese Show angepriesen, allerdings muss sie seit damals ziemlich geändert worden sein, denn sie war nur halb so lang, wie im Reiseführer angegeben. Also eher was, wenn man noch Zeit hat.

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Als nächstes ging es dann zur Studiotour. Eine ähnliche Tour hatte ich schon in den Universal Studios in L.A. mitgemacht und dementsprechend waren meine Erwartungen hoch. Wieder musste ich fast 30 Minuten warten, aber dann ging es los.

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Als erstes wird in einem großen Becken gezeigt, wie man einige Szenen aus Pearl Harbor gedreht hat. Neben der Zuschauerperspektive wurde das ganze auch auf Video aufgezeichnet und anschließend aus der Kinoperspektive gezeigt. Da war schon ein ordentlicher Unterschied zu sehen. Solche Vorführungen finde ich immer super, zeigen sie einem doch, was hinter den Kulissen der Welt von Hollywood passiert und was alles im Film nur Schein ist.

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Danach ging es durch die Requisitenhalle zu einem kleinen Zug.

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Vorbei an einigen Fahrzeugen aus Pearl Harbor ging es dann zu einem Canyon, in dem ein Erdbeben mit Explosion und Flutwelle simuliert wird.

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Danach konnten wir uns das ganze nochmal von hinten anschauen, um den Aufbau der Konstruktion zu sehen. Mehr gab es dann auf der Tour nicht zu sehen und das war wirklich enttäuschend. Hier waren die Universal Studios um Längen besser. Nichtsdestotrotz war es nicht uninteressant, nur hätte ich halt mehr erwartet. Während der Fahrt gab es auch mal einen kurzen Regenschauer und der Himmel zog sich leider weiter zu- allerdings sollte sich das Wetter bald wieder aufklaren.

Weiter ging es danach zu den „Streets of America“, wo einige komplette Straßenzüge aus New York und San Francisco als Kulissen aufgebaut sind. Diese Kulissen wurden auch wirklich in Filmen genutzt. Hier New York:

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Während im vorderen Teil noch wirkliche Häuserkulissen stehen, sind die hinteren Häuser einfach nur Gerüste mit einer Plane drüber. Hier dann noch San Francisco:

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Die Illusion wird aus einem anderen Winkel schnell zerstört und dies war wieder einer der Momente, die mich fasziniert haben, denn aus der Ferne hätte man dies nie so vermutet:

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Ziel war als nächstes die Show „Muppet Vision 3D“, ein 3D-Film mit den Darstellern aus der Muppet Show.

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Der Film war auch wieder ganz witzig, vor allem wenn man die Muppets toll findet. Star war natürlich Miss Piggy.

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Dann war es auch schon fast 15 Uhr und damit Zeit für die Parade. Und ich hab auch noch einen recht guten Platz gefunden und sogar etwas regengeschützt – nur für den Fall (schließlich hatte der Regen gestern für einige Tage gereicht). Und die Parade war mal wieder ein Tageshighlight, hier diesmal als Hollywood-Autoparade:

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Als nächstes ging ich dann zur „Sounds Dangerous“-Show, wo es eine kleine Show gab, bei der plötzlich alle Lichter ausgehen und man letztlich nur noch den Ton hat. Dies hatte ich mitgenommen, da es nur wenige Meter von meinem Paradestandpunkt weg war und nach der Parade mal gerade keine Schlangen waren. Nicht spektakulär, aber auch nicht schlecht gemacht.

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Danach ging es dann zu „Star Tours“, einem Flugsimulator. Um Warteschlangen zu vermeiden hatte ich mir schlauerweise schon vor der Parade einen Fastpass geholt. Im Vergleich zu den Simulatoren in Epcot und im KSC war der jedoch eher harmlos.

Dann war es erstmal Zeit den Magen zu stärken. Heute gab es ein Truthahnbein. Mjam, dass war echt lecker. Schmeckte wie Kassler. Die Keule hat auch voll und ganz für ein Essen gereicht und war zudem sehr preiswert. Also meine „Gourmet“-Empfehlung für die Themenparks!

Damit hatte ich eigentlich auch alles wichtige gesehen, bis auf 2 Dinge, die Auto-Stunt-Show und die Abendshow. Bis zur Auto-Show war noch etwas Zeit und so habe ich mir zumindest schon mal den ersten Teil der Ausstellung „Walt Disney: One Man’s Dream“ angeschaut. Hier wird kurz das Leben von Walt Disney mit Schwerpunkt auf die Comics und die Parks gezeigt. Sollte man auf jedenfall mitnehmen, denn schließlich hat die Welt diesem Mann vieles in der heutigen Medienwelt zu verdanken.

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Den anschließenden Film habe ich mir für später aufgehoben, denn es waren nur noch gut 40 Minuten bis zur Auto-Stunt-Show „Lights, Motors, Action!“ und da es die letzte Show am Tag war, wollte ich sie keinesfalls verpassen.

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Die Show spielt vor einer realen Filmkulisse aus den Disney Studios in Paris. Gezeigt werden einige spektakuläre Autostunts und Verfolgungsjagden.

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Interessant bei der ersten Szene (siehe vorherige Bilder) war, dass das eine Auto superschnell rückwärts gefahren ist. Um dies zu ermöglichen wurde das Auto umgebaut, so dass der Fahrer mit Blick nach hinten sitzt. Ferner hat das Auto 4 Rückwärtsgänge, so dass es rückwärts genausoschnell wie vorwärts fährt.

Weiter ging es mit der zweiten Szene, wo ein Auto auf einen Truck springt.

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Danach wurde gezeigt, wie man ferngesteuerte Autos im Fernsehen umgesetzt hat (K.I.T.T. lässt grüßen):

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In der folgenden Szene kamen noch ein paar Rampen und Feuer dazu und zusätzlich stürzte u.a. noch jemand von einem Haus:

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Der Mann brannte übrigens nicht, auch nicht sein Anzug. Vielmehr war sein Anzug mit einer Paste eingeschmiert, die brennbar ist. Schließlich dann noch das spektakuläre Finale:

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Diese Show war auch einfach nur toll und gehört zum Pflichtprogramm in diesem Park. Damit war ich eigentlich schon glücklich für den Tag, fehlte nur noch die Abendshow.

In der Zwischenzeit habe ich mir dann noch den Film über Disney angeschaut, den ich vorhin nicht mehr geschafft hatte. Auch der Film gehört zu den Dingen, für die Zeit da sein sollte.

Danach habe ich mir noch die Vorstellung „Voyage of The Little Mermaid“ (Reise der kleinen Meerjungfrau) angesehen. Hierbei handelt es sich um eine musicalähnliche Aufführung von „Ariel die Meerjungfrau“. Als Zeitfüller nett gemacht und für Kinder sicher toll, auch wenn es mich nicht vom Hocker gehauen hat.

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Da immer noch reichlich Zeit war, bin ich dann in „Journey into Narnia“ gegangen, wo es einen Blick hinter die Kulissen der Filmproduktion „Die Chroniken von Narnja“ geben sollte. Die 15 Minuten Wartezeit haben sich hier aber echt nicht gelohnt, denn viel mehr als einen Filmtrailer für den zweiten Teil und ein paar Requisiten gab es nicht zu sehen. Dies ist wirklich nur was, wenn man noch viel Zeit hat.

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Und dann ging es (gestärkt mit einer Kugel Pfefferminzeis) ab zur Abendshow „Fantasmic“. Da die Plätze hier begrenzt sind, empfiehlt es sich, mindestens eine Stunde vorher da zu sein.

Die Show selbst ist ein Feuerwerk aus Wasser, Licht und tollen Effekten. Leider lässt sich das ganze nur schwer auf Foto bannen, so dass ich es bei ein paar Schnappschüssen belasse.

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Und damit ging wieder ein Tag zu Ende. Die MGM-Studios waren von dein drei Parks die ich bis heute gesehen habe sicherlich der spannendste. Die Attraktionen waren toll und auch der Park selbst war einfach gut gemacht. Dies war echt ein Fun-Tag!

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Autor:Jens Koopmann