Radtour entlang von Mosel und Sauer

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Gestern habe ich nach langer Zeit mal wieder eine Tour mit dem Rad gewagt. Ein Prospekt hatte den Sauertal-Radweg von Wasserbillig bzw. Wasserbilligerbrück bis nach Echternach/Echternacherbrück angepriesen. Das ganze sind gut 50km. Da ich aber keine Lust hatte, das Fahrrad ins Auto zu packen bin ich direkt ab Trier gefahren und hatte mir offen gelassen, ggf. die Strecke entlang der Sauer etwas zu kürzen.

Von Trier geht es zunächst entlang des Moselufers, vorbei an der Staustufe Trier bis nach Konz, wo es kurz vor der Saarmündung über die Eisenbahnbrücke auf die andere Moselseite geht. Auch hier führt der Weg zunächst weiter entlang der Mosel. Unterwegs fällt eine alte Brücke auf, die direkt an der Mosel endet, d.h. nicht mehr über die Mosel geht. Hierbei handelt es sich um eine ehemalige Eisenbahnbrücke (Hindenburgbrücke), welche jedoch im zweiten Weltkrieg zerstört und danach nicht wieder aufgebaut wurde.

 

 

Von hieraus geht es etwas weiter, vorbei am Ort Igel, der wegen der Igeler Säule (Unesco Weltkulturerbe) bekannt ist. Kurz hinter dem Ort wird der Blick frei auf die Weinberge bei Igel und es fällt ein kleines Tempelartiges Häuschen im Berghang auf. Dies ist das „Grutenhäuschen“ wie es die Einheimischen nennen und war seinerzeit ein kleiner römischer Tempel mit Grabkammer aus dem 3./4. Jahrhundert. Teile des Tempels sind noch original.

 

 

Von hier ist es dann nicht mehr weit bis Wasserbilligerbrück und dem dort liegenden Grenzübergang nach Luxembourg. Ich bin jedoch zunächst mal auf der deutschen Seite geblieben und habe mir die Luxembourger Seite für den Rückweg aufgehoben. Ab hier für der Radweg zunächst ein kleines Stück entlang der Strasse bis zum Ort Langsur. Hier geht es dann quer durch den Ort bis runter an die Sauer, die in Wasserbillig in die Mosel mündet.

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Weiter geht es nun vorrangig am Fluss entlang bis nach Mesenich, was eine Sauerschleife weiter liegt. Hier sieht man dann auch schon die große Sauertalbrücke, die die Autobahn von Deutschland nach Luxembourg verbindet. Die Brücke ist fast 100m hoch und knapp 1200m lang.

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Die nächste Ortschaft ist dann Metzdorf, die vor allem durch ihren großen Campingplatz auffällt. Ab hier folgt der Radweg dann bis Wintersdorf auf einer ehemaligen Bahntrasse. Bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts sind hier noch Züge gefahren. Heute sind diese durch Busse abgelöst. Der Radweg ist in diesem Teil zum Teil auf Stelzen errichtet, um so einigen Tieren zu ermöglichen unten drunter durchzulaufen (die Stelzen sind jedoch nicht sonderlich hoch).

 

 

Nach Wintersdorf ist dann auch schon bald Ralingen erreicht. Die gesamte Strecke ist weitgehend flach, kleine Anstiege gibt es nur bei Brücken oder wenn der Abstand zum Fluss geändert wird. In Ralingen führt der Radweg durch einen ehemaligen Bahntunnel hindurch weiter in Richtung Echternacherbrück. Gleichzeitig ist Ralingen auch die letzte Gelegenheit, den Weg abzukürzen. Dies habe ich dann auch getan, da ich ja bereits von Trier gekommen war. Dennoch bin ich zunächst einmal durch den Bahntunnel gefahren, da die Grenzbrücke nirgends ausgeschildert war. Erst hinter dem Tunnel erkannte ich, dass die Brücke bereits hinter mir liegt. Also ging es nochmal kurz zurück. Ralingen gehörte übrigens früher zu Luxembourg und hat daher auch noch heute den Luxembourger Löwen in seinem Wappen.

 

 

Über die Sauer hinüber geht es direkt in das Örtchen Rosport. Der Name Rosport ist in Luxembourg vor allem wegen dem hier hergestellten Mineralwasser bekannt.

 

 

Der Rückweg auf der Luxembourger Seite ist deutlich kürzer, da viele Bögen des Flusses abgekürzt werden. Leider führt der Weg dadurch auch etwas näher entlang der Strasse. Leider hatte es sich wettermäßig auch wieder eingetrübt, so dass es auch recht frisch war.

 

 

Vorbei ging es durch Ortschaften wie Born und Hinkel, bis schließlich kurz vor Wasserbillig die Brücke nach Ralingen kam.

 

 

Hier habe ich dann wieder die Sauerüberquert und bin auf dem bekannten Wege an der Mosel, die von Raps gesäumt ist in Richtung Heimat gefahren. Da mir die Tour aber schon ordentlich in den Knien saß und ich am nächsten Tag noch Wandern wollte, bin ich ab Konz-Karthaus die letzten 5km mit dem Zug gefahren. Der Bahnhof von Karthaus könnte ein echtes Schmuckstück sein, wenn es nicht derzeit dem Verfall preisgegeben wäre.

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Damit sind gut 55-60km Radtour für heute beendet. Eine recht abwechslungsreiche Strecke für jeden, der schon an Saar und Mosel gewesen ist. Landschaftlich sind jedoch die Radwege an Saar und Mosel durch die Weinhänge und da sie nicht direkt an Straßen verlaufen schöner.


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Autor:Jens Koopmann