Nummer Achtzehneinhalb

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Wer durch die hübsche Altstadt von Charleston, South Carolina spaziert, der wird irgendwann bei aufmerksamer Beobachtung darauf stoßen, dass die Hausnummern einen kleinen „Fehler“ haben: Sie sind gebrochen. D.h. nach einer Nummer 18 kommt nicht etwa die 19 (bzw. die 20, da gerade und ungerade Nummern auf verschiedenen Straßenseiten sind), sondern die 18 1/2.

Zu sehen ist dies in der Nähe der Church Street im French Quarter von Charleston. Der Name der Straße geht zurück auf die Anreihung verschiedenster Kirchen, die alle hier entstanden, da ihre Gemeindemitglieder zum Teil aus ihren Heimatländern geflohen / ausgereist waren, um eine neue Heimat in den Vereinigten Staaten zu finden.

Das es zu den gebrochenen Hausnummern kam lag daran, dass früher der Zuschnitt der Grundstücke in diesem Stadtgebiet viel viel größer war. Doch mit der Zeit wurden die Grundstücke geteilt und Häuser auf den Teilgrundstücken errichtet. Da diese aber ebenfalls eine Nummer brauchten und die bisherigen Nummern bestehen bleiben sollten, hat man einfach geteilte Hausnummern einführt – einfach und pragmatisch.

Bis heute hat sich daran nichts geändert und so kann man als Tourist auch im 21. Jahrhundert noch diese Skurilität betrachten.

Mehr über Charleston findet ihr im Reisebericht über unsere Reise in die Südstaaten der USA: Charleston

Das Bild ist so wie es aus der Kamera kam, bis auf den Beschnitt im Format 16:9 und die Hinzugabe von etwas Klarheit im Bereich des Schildes.


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Autor:Jens Koopmann