Natur trifft auf Denkmal – Denkmal trifft auf Industrie

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Wer auf dem Trierer Petrisberg unterwegs ist, kann drei auffällige Bauwerke kaum übersehen. Da ist zum einen der hohe Wasserturm, der Fernmeldeturm und dann ein rostfarbendes, abstraktes Monster, welches steil in den Himmel ragt: der Turm Luxemburg.

2004 fand auf dem Petrisberg in Trier die Landesgartenschau Rheinland-Pfalz statt und aus dieser Zeit stammt auch der Turm Luxemburg. Zuvor waren auf dem Berg Truppen der französischen Armee stationiert. Nach der Landesgartenschau entwickelte sich der Petrisberg zu einem neuen Wohnviertel von Trier.

Der Turm Luxemburg war ein Geschenk der nahegelegenen Nachbarns an die Stadt Trier anlässlich der Landesgartenschau. Drei Stockwerke umfasst der Turm und beim Aufstieg gilt es mehrfach die Richtung zu wechseln. Dabei blickt man (zumindest der Richtung nach) abwechselnd auf Paris, Lissabon, Belfast, Warschau und Athen, bis man schließlich in einem überdachten Raum ankommt, an dessen Ende man in Richtung der Stadt Luxemburg im gleichnamigen Großherzogtum blickt. Aufgrund dieses „in die Ferne schweifens“ wird der Turm auch Turm der Träume und Sehnsüchte genannt.

Die Farbe des Turms ist dem Stahl geschuldet, welcher so typisch ist für Luxemburg, welches ja auf eine lange Geschichte der Stahlproduktion zurückblickt. Noch heute hat der Stahlkonzern Acelor-Mittal seinen Sitz in Luxemburg.

Die Aufnahme entstand im Hochsommer 2012 bei einem Abendspaziergang, wo die Sonne bereits recht tief stand und lange Schatten warf. So gelang es mir auch, einen der Baumschatten entlang der Fußwege auf dem Petrisberg so einzufangen, dass er als klare Silouette den Vordergrund des Bildes ausfüllt und damit einen schönen Kontrast bietet zwischen der industriellen Architektur des Denkmals und der Natur.

 

 


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Autor:Jens Koopmann