Reisebericht Ostküste: 07.05.2007 – Intermezzo in Newport und Mystic

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Der heutige Tag war im wahrsten Sinne ein kleines Zwischenspiel, da ich nicht den Weg von Cape Cod bis nach Philadelphia in einem Stück fahren wollte.

Nachdem es wieder morgens um viertel nach sieben aus dem Bett ging, fuhren wir kurz nach 8 weg aus Cape Cod zum ersten Tagesstop nach Newport in Rhode Island. Die Fahrt dorthin dauerte ca. 2h. Rhode Island ist der kleinste Bundesstaat der USA, gleichzeitig aber auch der am dichtesten besiedelte.

Newport ist bekannt für seine schönen historischen Sommerresidenzen, die man heute auch besichtigen kann. Da bei unserer Fahrt nur begrenzt Zeit für Newport war, bin ich dem Rat vieler Reiseführer gefolgt und habe 16 USD investiert, um die Breakers Villa zu besichtigen.

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Die Besitzer der Villa waren einst die Vanderbilts, eine der erfolgreichsten Unternehmerfamilien der USA im 19. Jahrhundert. Die Villa ist ein prächtiges Gebäude, dass sehr geschmackvoll eingerichtet ist. Die Einrichtung ist noch Original und die meisten Gegenstände sind Einzelstücke, die vielfach extra für dieses Gebäude angefertigt wurden.

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Das Haus wurde seinerzeit in nur 19 Monaten erbaut, wobei rund 2000 Personen Tag und Nacht beschäftigt waren. Die damaligen Kosten waren rund 7 Mio. USD, was einem heutigen Wert von ca. 300 Mio. USD entspricht. Die Foundation, die das Gebäude heute betreut, geht jedoch davon aus, dass selbst für dieses Geld das Gebäude nicht gebaut werden könnte, nicht einmal für eine Milliarde USD.

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Ich hätte nicht erwartet, ein solches Haus in Amerika zu finden. In Europa käme dies schon fast einem Schloss gleich. Es war wirklich einen Besuch wert.

Danach ging es weiter zum Ocean Drive in Newport, einer Art kleinen Rundfahrt entlang der Küste, die eine schöne Abwechslung nach der Breakers Villa bot.

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Zum Schluss haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt von Newport gemacht. Diese gibt allerdings nicht allzu viel her und im Nachhinein hätte ich dies eher rausgestrichen.

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Danach ging es weiter nach Mystic, was gut 1,5h von Newport entfernt in Connecticut liegt. In Mystic stand für mich der Mystic Seaport auf dem Programm. Also wieder 17,50 USD gelöhnt und dann ging es in das recht große Freilichtmuseum, dass sich dem Thema Schifffahrt und Amerika gewidmet hat.

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In einer ersten Station kann man verfolgen, wie ein Schiff wiederaufgebaut wird.

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Danach kann man auf die L.A. Dunton, ein Fischer-Segelschiff aus den 1920ern.

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Direkt daneben steht noch ein kleines Dampfschiff.

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Man erfährt auch einiges über den Austern und Krabbenfang und kommt dann zu den Highlight-Schiffen der Ausstellung. Das erste dieser Schiffe ist die Joseph Conrad ein dänisches Schulsegelschiff aus dem Jahr 1882, dass später bis heute in den USA als Schulschiff genutzt wird, allerdings nicht mehr segeltüchtig ist.

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Das größte Schiff der Ausstellung ist die Charles W. Morgen, ein Walfangschiff von 1841. Als ich dort war, waren auch gerade einige Museumsmitarbeiter da, die Seemannslieder zum besten gaben.

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Neben den Schiffen, wurde in dem Museum auch ein kleines Dorf sowie ein Schifffahrtsmuseum gebaut.

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Der Ort Mystic selbst, genauso wie das Historic Village sind eher unspektakulär, so dass wir weiter nach New London gefahren sind, wo der heute Übernachtungsstop ist. Hier sind wir im Radisson untergebracht, was für den Preis mehr als in Ordnung ist. Nach dem Einchecken haben wir uns noch kurz New London etwas angesehen, ist aber auch nicht so spektakulär.

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Und jetzt sichere ich gerade mal meine Bilder aus New York und Boston auf DVD, während ich hier den Bericht schreibe. Morgen geht es dann über New Haven nach Philadelphia.

Fazit:

  • Der Besuch der Villa in Newport war lohnenswert
  • Die Stadt Newport würde ich beim nächsten Mal streichen
  • Der Mystic Seaport ist auch ein Muss in der Gegend. Die 2 Stunden, die ich für den Besuch hatte, waren allerdings etwas zu kurz. 3-4h sollte es besser sein.
  • Mystic und New London sind als Orte eher unscheinbar, allerdings war es jetzt auch noch keine Saison in der Gegend, so dass es noch sehr ruhig war.

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Autor:Jens Koopmann