Reisebericht Ostküste: 02.05.2007 – Zu Besuch bei den Vereinten Nationen und Climbing the Rock

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Gestern war dann also der letzte Tag in New York. Das Programm sah eigentlich am Morgen eine Führung durch das UN-Hauptquartier vor, anschließend eine Führung durch die Carnegie Hall, dann ein Lunch mit einer Studienfreundin, die in NY arbeitet und zum Schluss das Guggenheim. Aber es sollte etwas anders kommen….

Zunächst einmal war es der obligatorische Stau in Newark, der es verhinderte, dass wir in die geplante Führung durch das UN-Gebäude um 9:30 Uhr kamen. Damit ging es erst um kurz vor 10 los, nicht zuletzt auch dank der Sicherheitskontrolle. Aber nichts worüber es sich lohnt, sich aufzuregen, schließlich ist man hier überall mit derartigen Kontrollen konfrontiert. Bei der Führung geht man zunächst durch den Saal des Sicherheitsrates. Dieser Rat hat 15 Mitglieder, davon 5 permanente. Die restlichen Sitze wechseln, wobei ein Land immer 2 Jahre einen Sitz inne hat. Jedes Jahr wechseln so 5 Mitglieder des Sicherheitsrates. Der nächste Saal war das Board of Trustees. Dieses hat seit über 10 Jahren nicht mehr getagt. Davor behandelte es vornehmlich Themen, die die Unabhängigkeit ehemaliger Kolonien angingen. Nachdem viele Kolonien sich mittlerweile von ihren Altmächten gelöst haben, wird dieses Gremium wohl auch in Zukunft nicht mehr allzuviel zu regeln haben.

Im nächsten Saal ging es dann schließlich um die Themen Wirtschaft und Soziales. Hierunter fallen z.B. Maßnahmen gegen Nahrungsmangel bei Kindern oder die Bekämpfung von HIV.

Hier die drei Säle in der erwähnten Reihenfolge:

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Zum Schluss ging es noch in den Sitzungssaal der UN-Generalversammlung. Dies ist mit Abstand der größte Raum, da es das einzige Gremium ist, in dem alle 192 Länder der UN vertreten sind. Alles was mindestens zwei Länder betrifft, kann Thema der Generalversammlung werden.

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Alles in allem eine sehr interessante Führung, die gut eine Stunde gedauert hat. Der Preis der Führung ist 13 USD, war aber in diesem Fall im New York Pass enthalten.

Danach war die Führung durch die Carnegie-Hall geplant. Diese sollte um 11:30 Uhr losgehen. Das Problem: 10 Blöcke nach Norden und 7 Blöcke nach Westen laufen. Eine Minute vor halb 12 kamen wir völlig erschöpft an, um zu erfahren, dass die Tour heute nicht um 11:30 Uhr stattfindet. So ein Mist!

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Um 13 Uhr hatte ich ein Lunch mit einer Studienfreundin ausgemacht, die vor fast 2 Jahren in New York einen Job gefunden hatte. Das war auf jedenfall eine nette Sache, sich nach doch einigen Jahren mal wieder zu sehen. Durch Sie hatten wir dann auch noch die Möglichkeit sehr sehr günstig auf das Rockefeller-Center am Abend zu kommen (dazu später). Danke nochmal Franzi!!!!

Die nächste Station war aber erstmal das Guggenheim-Museum. 30 Blöcke nach Norden und wieder alles zu Fuss. Ich kriege schon langsam Ledersohlen an den Füssen 😉 . Auch hier erstmal eine kleine Enttäuschung, da das Gebäude gerade restauriert wird und daher die Außenfassade nicht zu sehen war. Der Eintritt zum Museum war wieder mal im New York Pass enthalten. Von innen ist das Gebäude schon architektonisch sehr interessant, vor allem die Lobby mit ihrem schneckenförmigen Aufstieg. Leider waren durch den Umbau derzeit nur sehr wenige Ausstellungen vorhanden. Da wir nichts extra bezahlt haben, war dies in Ordnung, ansonsten würde ich es bei dem kostenlosen Blick ins Atrium belassen und mir den teuren Eintritt sparen.

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Nach einem Essen bei Planet Hollywood (10 USD Discount dank NY-Pass) ging es schließlich um halb 7 auf das Rockefeller-Center. Da die Tickets eine Uhrzeit haben, werden hier die Besuchermassen etwas besser als im Empire State Building gesteuert. Der eigentliche Aufstieg inklusive Sicherheitskontrolle (!) dauerte keine 10 Minuten. Wer es aber nicht so eilig hat, findet vorher noch einige interessante Infotafeln und drei schön gemachte Kurzfilme rund um das Rockefeller-Center. Insgesamt wirkt das ganze professioneller als im Empire State Building. Ich hatte einfach das Gefühl mehr geboten bekommen zu haben. Dafür ist der Blick von oben durch die Glassscheiben etwas eingeschränkt. Tolle Bilder gibt es trotzdem, vor allem auf den Central Park und das Empire State Building. Beide kann vom Empire State Building nicht so gut bzw. gar nicht gesehen werden. Dafür ist der Blick auf das Chrysler Building deutlich eingeschränkt. Wir sind dort noch bis zur Dunkelheit geblieben und ich habe einiges an Fotos gemacht. Danach ging es wieder ins Hotel und 5 schöne, aber auch lange und anstrengende Tage in NY gingen zu Ende.

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Mein Fazit zu NY:

  • Ein faszinierende Stadt in der man sich mittlerweile doch sehr sicher bewegen kann
  • Tolle Sehenswürdigkeiten
  • 903 Fotos
  • Beim nächsten Mal würde ich es etwas langsamer angehen lassen
  • Die Unterkunft in Newark war gut
  • Mehr als 5 Tage wären zu viel des Guten gewesen

Achso, der verrückteste Laden war der M&M-Store. Ein ganzer Laden, in dem sich alles um M&M’s dreht.

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Autor:Jens Koopmann