Mit der MSC Splendida durch das westliche Mittelmeer – Teil 7: Zurück in Marseille

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Schon ist eine Woche Kreuzfahrt vorüber und am heutigen Morgen waren wir wieder am Ausgangspunkt in Marseille angekommen. Es sollte ein freundlicher Tag werden und bereits der Morgen lockte mit Sonnenschein bei klarem Himmel.

Unser Gepäck war schon längst gepackt und zur Abreise bereit und wir haben noch schnell unser letztes Frühstück an Board gegessen, bevor wir vom Schiff runter sind. Es war eine schöne Woche auf der MSC Splendida, vor allem, wenn man den Preis von nur 299 EUR pro Person berücksichtigt. Essen und Shows waren mit Sicherheit nicht auf dem Niveau der Aida und bezüglich des Essens schon gar nicht auf dem Niveau der Celebrity Schiffe, aber dort haben wir auch immer mehr bezahlt, als hier für die 7 Tage. Dafür ist das Schiff als solches sehr beeindruckend und auch unsere Kabine war durchaus als geräumig zu bezeichnen.

Mit einem Shuttle ging es dann zurück in die Innenstadt bis zum Bahnhof. Wir hatten noch reichlich Zeit, da unser TGV erst gegen 16 Uhr zurück nach Metz fuhr und so suchten wir nach einem Platz, um unser Gepäck unter zu stellen. Der Bahnhof war aber irgendwie der falsche Ort dafür, denn die Gepäckaufbewahrung war geschlossen. Also sind wir in das Hotel gegenüber vom Bahnhof gegangen, wo wir vor einer Woche die erste Nacht verbrachten und haben freundlich gefragt, ob wir nochmal unser Gepäck da lassen können. Der Herr an der Rezeption war so freundlich und so konnten wir vom Gepäck befreit nochmal eine Tour durch Marseille wagen. Ich wollte gern zur Kirche Notre Dame de la Garde, die auf einem Berg oberhalb der Stadt thront und die man schon vom Hafen aus sehen kann.

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Milly dagegen hatte nicht wirklich Lust auf den Anstieg und so beschlossen wir, dass Sie ein wenig durch die Stadt bummelt, während ich zur Kirche gehe. Später wollten wir uns dann am Hafen wiedersehen.

Der Weg zur Kathedrale war in der Tat recht steil und führte durch enge Gassen. Dank der Katzen, die hier überall rumliefen, gab es aber genügend Gründe, immer wieder mal eine kurze Pause einzulegen.

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Notre Dame de la Garda ist eine noch recht junge Kirche. Sie wurde erst 1864 eröffnet, Vorgängerkirchen gab es hier aber seit dem 13. Jahrhundert. Sie alle entstanden rund um den Marienkult, weswegen die Kirche auch heute noch eine Wallfahrtskirche ist.

Auch mit der deutschen Geschichte ist die Kathedrale verbunden, denn hier oben auf dem Berg verschanzten sich 1944 die deutschen Besatzer von Marseille.

Bereits von außen ist Notre Dame de la Garde ein imposante und schöne Erscheinung, aber wirklich beeindruckend ist das Innere, wo die Marmornen Säulen und die goldbedeckten Decken mit all den Seefahrtssymbolen ein harmonisches Gebilde darstellen. Ich musste allerdings etwas warten, da gerade der Sonntagsgottesdienst war und ich dabei keine Fotos machen wollte.

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Neben dem Inneren der Kathedrale bietet der Hügel auch eine tolle Aussicht auf den alten und neuen Hafen von Marseille. So konnte ich sogar nochmal aus der Ferne unser Schiff entdecken und all die Plätze, die wir in Marseille schon gesehen hatten.

Danach ging es wieder zurück zum alten Hafen, was zunächst einmal den Abstieg vom Hügel bedeutete, diesmal allerdings auf einer anderen Straße. Unterwegs kam ich dabei an einem alten Panzer aus der Besatzungszeit vorbei. Das Marseille am heutigen Tag zeigte sich dabei von seiner besseren Seite. Es gibt durchaus hübsche Flecken in dieser Stadt, solang man sich innerhalb eines engen Radius bewegt. Insofern hat sich mein Bild der Stadt, nach dem eher durchwachsenen ersten Eindruck vor einer Woche jetzt doch etwas verbessert.

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Zurück am Hafen habe ich Milly auch direkt wiedergefunden. Leider hatten dies auch meine Kopfschmerzen von gestern. Trotzdem sind wir noch ein wenig durch die Altstadt spaziert bis zum Fort Saint Jean am Ausgang des Alten Hafens, wo eine Militärkapelle gerade aufspielte. Lauter Trommler – das war wie Medizin für meine Kopfschmerzen…

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Danach ging es noch zu guter Letzt zur Cathédrale La Major, der Hauptkirche der Stadt. Von außen sehr imposant, ist sie von innen aber recht schlicht gehalten. Kein Vergleich zur Notre Dame de la Garde.

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Von hier aus ging es dann zurück zum Bahnhof, wo wir noch etwas gegessen haben und dann schließlich in unseren Zug nach Metz gestiegen sind. Wir waren wieder pünktlich unterwegs und kamen so zwar geschafft und mit einem hämmernden Kopf, aber dennoch zufrieden in der Heimat an. Nur das Auto vom Parkplatz am Bahnhof auszulösen gestaltete sich doch etwas schwierig. Der Kassenautomat wollte keine Karten akzeptieren. Er nahm aber auch keine neuen 5 EUR-Scheine und so mussten wir erstmal schauen, wo wir an Geld herankamen. Schließlich gelang es uns aber doch und eine gute Stunde später waren wir wieder daheim in Trier.

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Eine Woche Urlaub –  und was bleibt? Natürlich ist eine Woche wie immer viel zu kurz, um sich wirklich zu erholen und irgendwie habe ich auch mehr rumgekränkelt als dass ich mich wirklich erholen konnte. Trotzdem war es eine schöne Woche. Das Reisen mit dem Schiff ist immer wieder ein Erlebnis. Marseille ist jetzt sicher keine Stadt für einen längeren Urlaub, aber auch hier gab es für die 2 halben Tage genug zu sehen. Barcelona kannten wir ja schon, aber diese Stadt kann man so oft besuchen, ohne das einem die neuen Entdeckungen ausgehen. Schließlich kam unser kurzer Abstecher nach Afrika nach Tunis und Sidi Bou Said. Während Tunis eine echte Enttäuschung war, bot Sidi Bou Said doch ein schönes Kontrastprogramm.

Wirklich schöne Tage hatten wir dann in Italien. Den perfekten Anfang bot Palermo. Ohne überwältigende Sehenswürdigkeiten hatte die Stadt durchaus Charme und bot ein anderes Italien, als die einst sehr reichen Städte wie Venedig, Rom oder Genua. Über Rom braucht man dann wohl auch nicht mehr viel zu sagen, denn diese Stadt ist einfach legendär. Die Überraschung der Reise war aber Genua. Diese Stadt hat mir persönlich am besten gefallen.

Damit endet auch wieder dieses kurze Reisetagebuch. Bis zur nächsten Reise!

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Autor:Jens Koopmann