Mallorca-Perlen – Perlen, die keine sind

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Ein Meer voller Perlen bietet sich dem Besucher von Mallorca, wenn es sich Abseits der Haupttouristenströme in die Stadt Manacor begibt in eine der dort ansässigen Perlenmanufakturen. Nun habt ihr sicher wie ich noch nicht viel von den bekannten Perlentauchern der Balearen gehört. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, denn diese gibt es gar nicht, denn alle Perlen, die ihr hier seht, sind Kunstperlen, sogenannte Mallorca-Perlen.

Und wie es der Zufall so will, wurde das Herstellungsverfahren dieser Perlen von der Lieblingsinsel der Deutschen auch von einem Deutschen erfunden und das vor fast 90 Jahren im Jahr 1925. Schon lange Zeit zuvor waren Perlen begehrt, aber auch selten und deswegen teuer, weswegen man nach Wegen und Mitteln suchte, günstiger künstliche Perlen herzustellen. Man verwendete dabei einen Glas- oder Kristallkörper, der mehrfach in eine Flüssigkeit getaucht wird. Diese Flüssigkeit besteht aus organischen Materialien wie Fischschuppen und Sand. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die Kugel den typischen Perlmuttglanz einer Muschel hat – dies kann bis zu 30 Durchgänge erfordern.  Danach trocknet die Kugel, bis sie schließlich poliert wird.

Äußerlich kann man die Mallorca-Perlen, die auch Majorica-Perlen genannt werden (nach einem der beiden großen Hersteller), kaum von einer echten Perle unterscheiden. Uns sagte man, dass der einzige spürbare Unterschied ist, dass die künstlichen Perlen nicht so kalt werden und so angenehmer auf der Haut sind, wenn man sie anlegt.

Dieses Foto entstand bei unserem Mallorca-Urlaub im März diesen Jahres, wo wir einen Tag in Manacor waren, um die Läden zu besichtigen. In dem Laden befand sich auch diese große Ansammlung von Perlen. Später habe ich dem Foto nur eine helle Vignette gegeben und die Klarheit etwas erhöht und ein leicht träumerisches Bild zu erzeugen.


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Autor:Jens Koopmann