Im Schneckentempo durch den Trierer Palastgarten

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Die Trierer Illuminale ist eine jährliche Aktion der Stadt Trier, wobei jeweils ein kleiner Teil der Stadt mit Lichtinstallationen für einen Abend in eine besondere Stimmung getaucht wird. Neben der Beleuchtung von den Gebäuden in der Gegend „bevölkern“ dabei auch viele Wesen in Form von Lampignons mit LEDs drinnen die Grünflächen. 2014 fand das Event im Palastgarten vor dem kurfürstlichen Palais statt und da es eine Aktion mit der chinesischen Partnerstadt Triers war, wurden viele der Figuren im fernöstlichen Stil gehalten, wie z.B. Drachen. Aber auch einige „normale“ Figuren schafften es in die Aufstellung, wie diese übergroße Schnecke, die sich gerade durch die Grünfläche gefressen hat und sich nun anschickt, den Fußgängerweg zu erkunden.

Für die Aufnahmen bei dem Event war ein Stativ Pflicht, auch wenn es sehr voll und teilweise viel Geduld von Nöten war, um nicht zu viele Menschen im Bild zu haben. Die Aufnahme hier entstand mit der Panasonic GX7 und dem Reisezoom Panasonic 14-140 f3,5-5,6. Dank dem Stativ konnte ich die ISO auf niedrigen 200 belassen und die Blende bis auf F8 schließen, um fast alles im Fokus zu haben. Die Belichtungszeit bei dieser Einstellung betrug 4 Sekunden und half so, die Menschen im Hintergrund zumindest etwas zu verwischen.

Da das Event im September stattfindet und erst in den Abendstunden beginnt, ist die Blaue Stunde meist schnell vorrüber, weshalb ich den Himmel bei der Komposition außen vor gelassen hatte. Auf der anderen seite war es aber auch schon so dunkel, dass selbst bei 4s Belichtung viele Teile des Bildes noch sehr dunkel waren, während die Lichter innerhalb der Schnecke schon fast auszubrennen drohten. Also war es mein Ziel, in Lightroom die Belichtungssituation wieder auszugleichen. Die notwendigen Einstellungen hierzu mögen sich gleich etwas drastisch anhören, aber im Ergebnis führten sie zu dem farbenfrohen Bild, welches die tatsächliche Stimmung an dem Abend gut wieder gibt.

Zunächst habe ich die Gesamtbelichtung des Bildes um ganze 2 Stufen erhöht (+2,2). Da damit die Lichter aber zu hellen wurden, habe ich den Regler für sie auf -100 gesetzt. Gleichzeitig habe ich den Schattenregler auf +100 gesetzt, um noch mehr Zeichnung in den dunklen Bereichen zu erhalten. Um nun wieder etwas Kontrast hineinzubringen, habe ich den Weißregler und die Klarheit auf +25 und den Kontrast auf +17 gesetzt. Wie ihr seht, habe ich nicht die Sättingung oder die Dynamik angepasst!. Da das Bild aber noch etwas zu kühl abgestimmt war, habe ich mit einem Verlaufsfilter über das gesamte Foto die Abstimmung noch etwas wärmer (+7) eingestellt.

Der letzte Schritt bestand dann in der Rauschreduzierung (Luminanz +27, Farbe +29), da das Aufhellen doch etwas mehr Rauschen ins Bild gebracht hat und zum Schluss habe ich dann noch leicht nachgeschärft.


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Autor:Jens Koopmann