Illuminale in Trier – Lichterfeuerwerk im Palastgarten

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Vor einigen Wochen, genaugesagt am 26. September 2014 war ich mal wieder dazu gekommen, in Trier zu fotografieren. Anlass war die an diesem Abend zum 2. Mal stattfindende Illuminale. Andere Stätte wie Frankfurt und Berlin habe ja auch ihre Lichterfestivals, aber das Trier als recht kleine Großstadt sowas auch macht, ist schon etwas besonderes. Natürlich ist die Illuminale in Trier nicht so groß wie anderswo, aber es hatte sich echt gelohnt hinzugehen, denn man hat sehr viel auf die Beine gestellt (gleichzeitig war auch noch Nacht der Wissenschaften). Die Veranstaltung statt unter dem Motto der chinesischen Partnerstadt von Trier: Xiamen. Und so wurde der gesamte Palastgarten in ein chinesisches Lichtermeer getaucht.

Leider gab es an jenem Tag keine wirkliche blaue Stunde, denn als die Lichter angingen, war es bereits recht dunkel und auch das letzte Blau im Himmel verschwand recht schnell. Damit stehen auch moderne Kameras wie meine Panasonic GX7 vor einem Problem: sie können mit dem hohen Kontrast des dunklen Himmels und der sehr hellen Lichter nur bedingt umgehen. Erste Prämisse ist daher immer die Aufnahme in RAW. Geholfen hat zusätzlich ein Stativ, so dass ich bei niedriger ISO (200) fotografieren konnte. Nur so hatte ich die Chance, später in Lightroom noch einige in der Bearbeitung der Aufnahme herauszuholen.

Zunächst einmal hatte die Aufnahme einen schwarzen Himmel und auch der Rasen im Vordergrund war fast schwarz. Dagegen war das Rot am kurfürstlichen Palais so hell, dass man keine Gebäudestrukturen mehr erkennen konnte. Um dies zu korrigieren, habe ich in Lightroom die Lichter auf -100 und die Schatten auf +70 gesetzt. So kam bereits wieder einige Zeichnung ins Bild. Schließlich habe ich dann die Belichtung noch deutlich heller gemacht um gut 1,8 EV und auch die Weiss-Werte etwas angehoben.

Damit waren ein Großteil des Dynamikumfangs wieder hergestellt. Es war selbst für mich beeindruckend zu sehen, wie viel Information doch noch in dem RAW-File steckte. Nur die Rottöne haben immer noch zu hell gewirkt. Daher habe ich mit HSL-Tab von Lightroom nur die Rot-Luminanz verringert. Der letzte Bereich in dem ich noch etwas tun musste, war der Himmel. Dieser war recht trüb und durch die vorhergehenden Maßnahmen jetzt auch etwas zu stark verrauscht. Also habe ich den Himmel mit einem Korrekturpinsel bearbeitet. Der Pinsel hat den Weißabgleich ins Blaue korrigiert, die Klarheit erhöht und das Rauschen verringert und gleichzeitig die Helligkeit des Himmels noch etwas vermindert. Mit einem zweiten Korrekturpinsel wurden dann noch die leichten Wolkenstrukturen hinzugefügt.

Zum Schluss habe ich das Gesamtergebnis noch geschärft und ein klein wenig entrauscht und das Bild im Format 16:9 beschnitten. So konnte ich am Ende doch noch ein wenig die Blaue Stunde zurückholen.


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Autor:Jens Koopmann