Reisebericht Ostküste: 04.05.2007 – Auf den Spuren der Unabhaengigkeitsbewegung

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Und weiter geht es mit unserem Stadtspaziergang entlang des Freedom Trails. Nachdem wir gestern bis zur Faneuil-Hall gekommen sind, stand heute zunächst der Teil in Charlestown und dann die Sehenswürdigkeiten in Nordboston auf dem Programm.

Freedom Trail (Teil 2)

Zunächst einmal mussten wir über den Charlesriver nach Charlestown. Von der Charlestown-Bridge kann man dabei auch einen schönen Blick auf die Storrow Drive Bridge werfen, über die wir gestern nach Boston gefahren sind.

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Am Ende der Brücke ist man auch schon direkt am City Square von Charlestown . Hier steht in der Mitte eine kleine nette Brunnenanlage.

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Danach führt der Weg durch einige schöne Gassen hoch zum Bunker Hill Monument .

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Das Bunker Hill Monument gedenkt der ersten großen Schlacht im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Nachdem die Engländer in Lexington und Concord eher ins Hintertreffen gelangt waren, zogen sie sich nach Boston zurück. Die Kolonisten ihrerseits hatten sich im Bunkerhill verschanzt und erwarteten die Engländer dort. Letztlich konnten die Engländer nur einen Sieg unter hohen Verlusten erreichen, als den Kolonisten schließlich die Munition ausging. Die Schlacht fand am 17.06.1775 statt. Wer jetzt allerdings denkt, dass das Monument auf dem Bunker Hill steht, der irrt, denn dieser Hügel heisst Breed’s Hill. Allerdings fanden hier auch die meisten Kämpfe statt.

Der Turm ist 67m hoch und man kann ihn auch zu Fuss über 294 Stufen erklimmen. In einem Anfall geistiger Umnachtung haben wir dies dann auch getan. Nachdem die Taubheit in den Gelenken und Waden nachlässt wird man aber schließlich mit einer tollen Aussicht über Boston belohnt. Das ganze ist sogar kostenfrei.

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Nach dem Bunker Hill Monument führt der Freedom Trail weiter zur USS Constitution , dem ältesten noch im Dienst befindlichen Schlachtschiff der Welt. Das Schiff wurde 1797 in Dienst gestellt und ist bis heute seetüchtig.

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Das Schiff kann im Rahmen einer kostenlosen Führung auch besichtigt werden. Die Führung dauert ca. eine halbe Stunde und man sieht neben dem Oberdeck, das Waffendeck und das Unterdeck, wo die Mannschaft schläft.

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Danach ging es wieder zurück auf die Bostoner Seite und zum Copp’s Hill Burying Ground. Auf diesem Friedhof sind einige Sklaven aber auch Politiker begraben. Interessant auf diesem Friedhof, genauso wie beim Granary Burying Ground (sh. Teil 1 der Freedom Trail-Beschreibung) sind die Verzierungen der Grabsteine. Hier findet man Totenköpfe mit Engelsflügeln genauso wie Sanduhren.

Hier ein paar Bilder von beiden Friedhöfen des Freedom Trails:

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Danach ging es zur Old North Church . Diese 1723 erbaute Kirche ist die älteste in Boston und gilt auch als die schönste. Man sollte dennoch nicht zu viel Prunk erwarten, denn die Kirche ist recht schlicht, aber hübsch gestaltet.

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Die Kirche spielte auch eine Rolle im Unabhängigkeitskrieg. Sofern in der Kirche Laternen aufgehängt wurden (oben im Turm), war dies das Signal, dass die Engländer nach Boston eindringen. Eine Laterne stand für den Landweg und zwei Laternen für den Seeweg. Auf diesem Weg konnten die umliegenden Städte gewarnt werden.

Nächster und letzter Stop des Freedom Trails war das Paul Revere Haus . Es ist das älteste Haus Bostons und wurde um 1680 fertiggestellt.

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Nach dem Freedom Trail gab es erstmal ein Essen in der Faneuil Hall: Clam Chowder und ein Lobster-Baguette. Clam Chowder ist eine cremige Muschelsuppe, die ganz gut schmeckt – ein bisschen wie Kartoffelsuppe. Dann ging es zurück zum Boston Common und von dort durch Beacon Hill, die Newbury Street, Backbay, den Theater District und das kleine Chinatown von Boston. Alle diese Viertel liegen sehr nah beieinander und sind für einen Spaziergang sehenswert. Insbesondere Beacon Hill und die Newbury Street bieten viele historische Straßenzüge.

Hier noch ein paar Bilder:

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Damit ging auch wieder ein langer Tag zu Ende, der sich aber gelohnt hatte. Da es heute (05.05.2007) nach Plymouth ging und damit unser Aufenthalt in Downtown Boston beendet ist, hier schonmal ein Fazit:

  • Tolle Stadt mit viel historischem Flair
  • Wir hatten absolutes Glück mit dem Wetter
  • 398 Fotos
  • Boston ist sicher nochmal einen Besuch wert

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Kommentare

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Autor:Jens Koopmann