Fermín de Francisco Lasuén de Arasqueta

,

Was für ein Name!! Auch wenn es den meisten Menschen hierzulande nicht viel sagen mag. In Kalifornien dagegen ist Fermín Lasuén eine bekannte historische Persönlichkeit, ist er doch Begründer von 9 der 21 Missionen entlang des Kalifornischen Camino Real gewesen. Doch auch dort steht er ein wenig im Schatten seines Vorgängers Junipero Serra, der die ersten 9 Missionen zwischen 1769 und 1782 gründete. Lasuéns erste gegründete Mission war jene in Santa Barbara 1786.

Wie Serra war auch Lasuén ein Bruder im Franziskaner Orden, welcher zwischen 1769 und 1833 den Auftrag hatte, das Christentum an der Westküste Amerikas zu verbreiten. Damals war das Gebiet Kaliforniens noch in spanischer Hand und so war es die spanische Regierung die den Ordensbrüdern den Auftrag gab, 21 Missionen entlang der Pazifikküste zu installieren. Aufgabe der Missionen war es aber nicht nur, das Christentum in die von Indianern beherrschten Gegenden zu bringen, sondern auch die Schaffung von Infrastruktur und Wirtschaft zur Selbstversorgung. Auch die Verbreitung der spanischen Sprache war Teil ihrer Aufgabe.

Lasuén trat dem Franziskanerorden im Alter von fast 15 Jahre bei und war folgsamer Schüler der Ordensregeln. Damals lebte er allerdings noch in Spanien. 10 Jahre später – im Jahr 1761 – kam er dann nach Amerika und wurde dort 7 Jahre darauf nach Las Californias geschickt, jenes Gebiet wo u.a. auch heute Kalifornien liegt. Hier war er zunächst einige Jahre in San Diego und stieg sukzessive im Orden auf.

Nach dem Tod Junipero Serra übernahm er dann die Leitung der Bruderschaft. Gleichzeitig verlegte er auch seinen Sitz nach Camel in die dortige Mission, welche 1770 von seinem Vorgänger errichtet wurde.

Die Aufnahme hier zeigt eine Statue von Fermín Lasuén im Rosengarten der Mission San Juan Bautista, welche 1797 von ihm gegründet wurde. Die Mission ist heute vor allem wegen ihres Erscheinens im Hitchcock-Film Vertigo bekannt, aber auch sonst zählt sie zu den schönsten Missionen im Land, idyllisch in einem kleinen Ort gelegen.

Ein paar Infos mehr zur Mission und für Fotografen gibt es hier: San Juan Bautista

Die Aufnahme entstand wiegesagt im Rosengarten. In Farbe biete sie jedoch keinen wirklichen Hingucker, da nichts heraussticht. In schwarz-weiss dagegen kommt die Statue von Lasuen besser zur Geltung. Um auch die Rosen noch hervorzuheben, habe ich mich für eine Bearbeitung als Colorkey-Bild entschieden. Zusätzlich habe ich die Schärfe und Klarheit im Hintergrund reduziert, um den Fokus mehr auf die Statue zu legen. Die Aufnahme in der Form habe ich 2009 auf meiner Rundreise durch Kalifornien gemacht. Mehr von dem Tag in San Juan Bautista findet ihr hier: Reisebericht San-Juan-Bautista


Schlagwörter: , , , , , , , ,

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.



Autor:Jens Koopmann