Eine Wanderung zur Teufelsschlucht und den Irreler Wasserfällen in der Eifel

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Zeit mal wieder eine Runde zu wandern und diesmal ging es ganz in die Nähe zur Teufelsschlucht in der Eifel. Los ging es bei angenehmen Temperaturen im März 2012 im Naturparkzentrum Teufelsschlucht in Ernzen. Vom Parkplatz aus ging es dann zunächst durch ein kleines Waldstück zum Naturparkzentrum, wo man sich in der Saison ein Museum und ein Imkerzentrum anschauen kann. Zusätzlich gibt es noch den Erdzeitenpark und – der Grund meines Besuchs – die Teufelsschlucht zu der es dann auch direkt weiterging.

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Nach einem kurzen Fußweg vom Naturzentrum bin ich bei einer Treppe angekommen, welche in einen kleinen Felsspalt hineinführt. Platzangst ist hier fehl am Platze, denn diesen Weg gilt es zu beschreiten, wenn man in die Teufelsschlucht will.

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Immer tiefer geht es in die Felsen hinein und auch beiden Seiten wurden die Feldwände immer höher und mächtiger. Gleichzeitig entstand auch immer mehr ein Farbenspiel aus verschiedenen Grün-, Blau- und Lilatönen. Mindestens ebenso faszinierend sind die Bäume, die teilweise geschafft haben, sich genau hier am Fels niederzulassen.

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Schließlich kam ich in den engsten Teil der Schlucht, wo man nach oben nur noch durch einen kleinen Spalt den Himmel sehen kann. Zwei Leute komme hier nur noch schwer aneinander vorbei. Entstanden ist diese Felsformation in der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren. In dieser Zeit wurden durch Frostsprengung riesige Felsblöcke aus dem Plateau gelöst und finden sich jetzt hier und in der Umgebung wieder. Ursache hierfür sind die zwei Gesteinsschichten, welche hier aufeinander treffen und deren Wasserdurchlässigkeit sehr unterschiedlich ist. In der Spitze ist die heutige Felsspalte bis zu 28 Meter tief. Wieso das ganze Teufelsschlucht heißt, weiß ich nicht, aber es gab hier früher mal ein Meer und das Plateau ist quasi der Meeresboden und man kann hier diverse versteinerte Tiere finden, so auch die ausgestorbenen Teufelskrallen, eine Muschelart. Vielleicht kommt ja daher der Name.

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Nachdem die Schlucht durchquert ist, führt der Weg weiter zwischen den riesigen Felsbrocken bis zum Abstieg ins Tal. Unterwegs gibt es einige schöne Aussichten und natürlich das beeindruckende Felsplateau zu bewundern. Auch die hier heimischen Stechpalmen gibt es am Wegesrand zu entdecken, sowie eine sehr skurrile grünliche Felswand.

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Der Nachteil an einem Rundweg mit Abstieg ist, dass es irgendwann auch wieder raufgeht und so ging es hinunter ins Tal mit gemischten Gefühlen. Unten angekommen wird man dann aber mit den Irreler Wasserfällen belohnt (ich war schon mal hier: siehe hier). Wer hier einen Wasserfall erwartet, wird sicher enttäuscht, aber dafür gibt es sehr sehenswerte Stromschnellen zu bewundern. Hier habe ich mich dann auch eine ganze Weile aufgehalten und meine Fotografieleidenschaft ausgelebt.

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Wer noch ein Stück Flussaufwärts geht, kann auch eine Figur in den Steinen entdecken.

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Gut erholt ging es danach dann wieder zurück den Berg hinauf und zur Naturparkzentrum zurück, wobei man hier einen alternativen Weg zur Schlucht nehmen kann. Der Aufstieg war zwar recht anstrengend, aber es war schließlich der einzige auf dieser Wanderung und so war es am Ende sehr erholsam.

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Diese Wanderung ist wirklich schön und bietet sich auch bei wärmerem Wetter an, da der Wald vor der Hitze schützt. Sie ist zudem sehr abwechslungsreich und zeigt die typische Südeifel. Mehr Informationen zur Teufelsschlucht gibt es hier: Naturparkzentrum Teufelsschlucht.


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Kommentare

  • Peter Winninger 16. September 2013 Antworten

    Wunderschöne Bilder … Dickes Lob! Wir waren vor einer Woche auf der „Teuflischen Acht“ unterwegs, aber ich muss sagen: Einige Details der Tour müsste ich mir wohl noch mal anschauen. 🙂

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Autor:Jens Koopmann