Eine Mangrove im Pastellnebel

,

Die Küstengegend in Kenia am Indischen Ozean nördlich von Mombasa nahe der Grenze zu Tansania, bietet einen der artenreichsten Mangrovenwälder weltweit. Dort ist auch dieses Bild entstanden, doch wo einst ein ganzer Wald stand, ist an dieser Stelle nur noch ein einzelner Baum übrig geblieben. Dazu kam es durch ein Feuer, welches in der Gegend den Mangrovenwald fast vollständig zerstörte und damit einen Strandabschnitt freilegte, der heute der Mwazaro Beach ist, wo auch die gleichnamige Logde ist.

Einzelne Bäume haben sich jedoch halten können und bilden ein skurriles Bild am Strand, insbesondere dann, wenn die Flut alles überspült. Dies war auch der Zeitpunkt, als dieses Bild entstand. Um dem Bild seinen Nebeleffekt zu geben, habe ich einen Graufilter auf das Objektiv gesetzt und die Blende bis auf f25 geschlossen. So konnte ich auch bei dem hellen Sonnenlicht eine Belichtungszeit von 20s realisieren.

In der Nachbearbeitung habe ich das Bild leicht geradegerückt, die ganzen Sensorflecken, welche bei f25 sichbar wurden, korrigiert und den Wasserbereichen noch mehr den Kontrast und die Schärfe genommen, um den Nebeleffekt weiter zu verstärken. Umgekehrt wurde im Bereich des Baumes der Kontrast erhöht. So entstand der zu sehende surreale Effekt.


Schlagwörter: , , , ,

Kommentare

  • Rheinlaender 11. Juni 2013 Antworten

    denke, in Ostafrika einschliesslich Madagaskar gibt’s für Reise/Landschaftsfotografen noch viel Terrain zu entdecken mit Motiven, die bisher Seltenheitswert haben, vielleicht auch gut so;-)

    ein einzelner Baum auf diesem Foto vermittelt irgendwie Trostlosigkeit und gleichzeitig keimt durch spärliche Vegetation wieder Hoffnung auf, die Natur ist unbarmherzig und doch lässt sie immer wieder einen Neuanfang zu, schöne Bildkomposition.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.



Autor:Jens Koopmann