Eine Kreuzfahrt durch Asien – Tag 12: Einfach Elefantös!

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Nach dem doch recht anstrengenden und langen gestrigen Tag sollte es heute etwas gemütlicher zugehen, auch wenn wir wieder einen Ausflug vor uns hatten.

Um 8:30 Uhr sind wir mit dem Bus und unserer Reiseleiterin Lucky in Richtung Pattaya gefahren, einem Strandort nur 20km von unserem Schiff entfernt. Aufgrund des Verkehrs dauerte die Fahrt dann aber doch gut 50min, bevor wir an unserem Ziel, dem Elephant Village angekommen waren.

Es handelt sich hierbei um eine Institution, die ehemalige Arbeitselefanten aufnimmt, ihnen ein neues Zuhause gibt und versucht sie touristisch zu nutzen. Die Arbeitselefanten waren einst im Norden Thailands in den Wäldern eingesetzt worden, um Baumstämme zu transportieren. Doch Ende der 80er Jahre wurde das Abholzen des Regenwalds gestoppt und die Elefanten damit arbeitslos. So wurden sie entweder getötet, oder man hatte sie in die Städte gebracht, um dort mit Ihnen um Geld zu erbetteln.

Die Anlage hier versucht einen Mittelweg zu finden. Die Elefanten leben in einer Umgebung, die der Ihren ähnlicher ist als die Stadt und die Pfleger versuchen mit ihrem Elefantendorf eine Einnahmequelle für die Versorgung der Elefanten aufzubauen.

Am Eingang gab es zunächst die Gelegenheit, ein paar Bananen kaufen, die aber nicht für uns, sondern für die Grauhäuter gedacht waren, denn kurz darauf kamen wir zu zwei jungen Elefanten, welche nichts lieber taten, als sich an Bananen zu laben und im Gegenzug dabei für Fotos posieren.

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Es folgte dann die Hauptattraktion des Tages. Für rund 40 Minuten sind wir zu zweit auf einem Elefanten geritten. Dabei ging es durch Wasser, Wald und landwirtschaftliche Gegend. Bequem war der Ritt nur bedingt, dafür aber ein Erlebnis. Ich frage mich aber nur, wie Hannibal damals auf solchen Tieren die Alpen überquert hat – vermutlich hatte er bequemere Sitze gehabt…

    
 
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Nach dem Ritt ging es dann auf einem kurzen Weg durch den Dschungel, oder was man hier so nennt, bis wir zu einem Baum kamen, unter dem ein Miniaturtempel stand.
Was jedoch wie ein Tempel aussah, war in Wirklichkeit aber keiner. In dem kleinen Holzhaus sind verschiedene Figuren zu sehen, welche die Verstorbenen der Familie darstellen und tatsächlich glaubt man, dass dieser kleine Tempel das Zuhause der Ahnen ist.

 

Nur wenige Meter später kam wir zu einer kleine Hütte, wo uns der Prozess zur Herstellung von Seide aus dem Kokong der Seidenraupe und fertige Seidenprodukte gezeigt wurden.

 
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Nächster Programmpunkt war eine unspektakuläre „Floß“-Überfahrt über einen Teich, bevor es mit einem Ochsenkarren ins Camp zurück ging.

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Hier gab es dann erstmal was zu Essen bevor es noch eine kurze Demonstration mit den Elefanten gab, wo sie getanzt haben, geduscht wurden und wo auch die frühere Arbeit der Elefanten – das Ziehen von Holzstämmen – gezeigt wurde.

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Insgesamt war es ein schöner halber Tag gewesen, an dem wir ein wenig über den Asiatischen Elefanten erfahren haben, bevor es wieder zurück zum Schiff ging und wir die Zeit bis zum Auslaufen zur Entspannung genutzt haben.
Beim abendlichen Dinner war dann Gelegenheit genug, um uns mit unseren britischen und schweizer Freunden ausführlich auszutauschen, wie deren Tage in Bangkok waren, womit dann auch dieser Tag wieder zu Ende ging und wir uns nun auf die letzten beiden Seetage dieser Reise freuen konnten.

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Autor:Jens Koopmann