Ein karges Pflänzchen am Vulkan

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Eine der beeindruckensten Landschaften, die ich auf meinen bisherigen Reisen gesehen habe, ist der Timanfaya Nationalpark auf der Kanaren-Insel Lanzarote. Es ist ein wenig wie ein Trip auf den Mond, denn eben noch ist man in Feriendörfern und plötzlich ist alles um einen herum von Lavagestein bedeckt und eine Landschaft, die lebensfeindlicher nicht sein kann. Über 100 Vulkane gibt es auf Lanzarote und diese haben ab 1730 für sechs Jahre lang Feuer gespien und damit diese Landschaft geformt, die bis heute sich von diesen Ereignissen nicht wieder erholt hat. Erst spärlich kehrt etwas leben auf das schwarze Gestein zurück in Form kleiner Tiere und von Flechtengewächsen.

Etwas abseits von den bekannten Feuerbergen entstand so auch diese Aufnahme. Wir hatten eine kleine Runde mit einem Kamel gebucht, welche um am Rand des Nationalparks entlang führte. Dabei entdeckte ich in all dem trostlosen schwarz einen einzelnen kleinen Baumrest, der sich tapfer den widrigen Umstände erwerte. Mit allem, was mein Teleobjektiv hergab, habe ich versucht, diesen Baumrest auf ein Bild zu bekommen. Dabei wollte ich den Rest so simpel wie möglich halten. An dem Tag war es windig, aber die warme Erde hat für ein stetiges Flimmern auf dem Boden gesorgt, was man auch auf dem Foto gut erkennen kann. So entstand ein Bild mit einer sehr großen Weite und einem kleinen einzelnen Blickfang, der für Leben selbst unter den widrigsten Bedingungen steht.


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Autor:Jens Koopmann