Dubai die Zweite – Teil 7: Ab in die Wüste am letzten Tag

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Unser letzter Tag in Dubai war heute angebrochen, doch wir konnten den ganzen Tag noch nutzen, da unser Flieger erst in der Nacht ging.
Zunächst aber hatten wir beide aber erstmal ausgeschlafen, denn nach zwei Tagen, an denen ich jeweils schon um 5 Uhr aufgestanden war, wollte ich heute erstmal mich ausruhen, bis wir um 12 Uhr aus dem Hotel auschecken mussten. Zwischenzeitlich hatten wir noch unsere Sachen gepackt und ich noch die Bilder des gestrigen Tages gesichert.
Um 12 haben wir dann schließlich ausgecheckt und hatten dann noch etwas Zeit, denn für den Nachmittag hatten wir eine Wüstentour gebucht. Diese Zeit bis dahin wollten wir in der Dubai Mall überbrücken. Dort haben wir ein letztes Mal noch etwas gegessen und ich habe noch ein paar Fotos in der Mall gemacht. Dann war es auch schon Zeit für den Ausflug.

   
 
 

Es handelte sich um die abendliche Wüstensafari, wie sie überall in Dubai angeboten wird. Abgeholt wurden wir mit einem Geländewagen, in dem bis zu 6 Gäste drin Platz finden. Wir waren leider Nummer 5 und 6, insofern waren uns die Plätze in der dritten Reihe direkt auf der Hinterachse vorbehalten.


Dann ging es für gute 40 Minuten aus Dubai hinaus, wo wir kurz nach einem Toilettenstopp dann in die Wüste abgebogen sind. Hier stand dann das Dune Bashing – eine recht wilde Fahrt über die Sanddünen –auf dem Programm. Zuvor wurde bei allen Reifen unseres Wagens der Luftdruck abgesenkt und dann ging es auch schon los.
Gerade bei uns auf der Hinterachse hat es ganz schön geschaukelt und wir wurden von Vorn bis Hinten durchgeschaukelt. Das Ganze dauerte rund 20 Minuten, bis wir eine Pause einlegten, um ein paar Fotos zu machen. Ich hatte zwar auch versucht, während der Fahrt Fotos zu machen, doch deren Ergebnis war mehr als Zufallsprodukt zu sehen. Das diese Veranstaltung aber beliebt ist, zeigten die unzähligen Autos, die mit uns gemeinsam auf der Piste waren.

  

Nach 15 Minuten sind wir dann wieder abgefahren, während sich die Sonne langsam dem Horizont näherte. Ein letzter Stopp für ein Foto des Sonnenuntergangs war dann auch ziemlich sinnlos, denn die Sonne stand schon so tief, dass es kaum noch lohnte, zumal unsere Fahrer auch einen ziemlich lieblosen Standort ausgesucht hatte. Auch sonst hat sich unser Fahrer aufs Fahren beschränkt und es gab keinerlei Infos auf der Tour.


 

Der zweite größere Tourteil fand dann in einem Camp in der Wüste statt, wo dann traditionelle Tänze, Henna-Tattoos, Kamelreiten, Fotos in traditioneller Kleidung und ein arabisches Barbecue auf dem Programm stehen sollten. Nun dies alles gab es zwar auch, nur war das Kamelreiten eine 2 Minutenangelegenheit (haben wir uns daher geschenkt), beim Henna-Tattoo hätte man eine halbe Stunde anstehen müssen (haben wir uns daher auch geschenkt) und die Fotos in traditioneller Kleidung glichen eher einem Fasching.


Auch die traditionellen Tänze boten mehr das Gefühl einer Massenabfertigung, als einer mit Liebe zusammengestellten Tour und das anschließende Essen machte diesen Eindruck vollkommen. Insgesamt war die Tour noch ok, aber meiner Meinung nach hat man hier die Chance versäumt, den Touristen ein positives Erlebnis zu geben, zumal das Ganze mit 75 USD pro Person auch nicht wirklich günstig war.



Kurz nach 20 Uhr ging es dann wieder zurück nach Dubai, wo wir am Hotel abgesetzt wurden und wir uns nur kurz für den Flug umgezogen hatten, bevor ein Taxi uns zum Flughafen gefahren hat.
Damit endet dann auch die Woche in Dubai. Es war eine Woche unter schwierigen Vorzeichen, denn die mehr als holprige Anreise hat doch den Urlaubsspaß etwas getrübt und auch einen ganzen Teil von meinem Aufenthalt im Atlantis gekostet. Auch der Burj Khalifa war eine Enttäuschung im Vergleich zum letzten Jahr und die heutige Wüstentour kann auch nicht als Highlight gelten. Ebenso konnte die Altstadt von Sharjah ihre Versprechen in meinen Augen noch nicht einlösen.
Es gab aber auch einige Highlights, wie unser Helikopterflug, der Besuch im Burj Al Arab, die Ibn Battuta Mall und natürlich meine Fotoserien rund um Business Bay. Meinen Gesamteindruck von Dubai, denn ich im letzten Jahr erhalten hatte, hat sich durch diesen Aufenthalt nicht grundlegend geändert. Dubai ist immer noch eine beeindruckende Stadt – beeindruckend, aber auch charakterlos, sieht man mal von Bur Dubai und Deira ab. Die Stadt ist einfach noch zu sehr in der Entstehung, als das sie schon als Ganzes gesehen werden kann. Es ist vielmehr eine Ansammlung von Baustellen, zwischen denen immer mal ein paar fertige Gebäude stehen. Einzig in Teilen von Downtown Dubai und der Dubai Marina kommt schon ein wenig das Gefühl eines echten Stadtviertels auf. Die nächsten Jahre werden wir wohl nicht nochmal hier hinfahren, zumindest nicht bis 2020. In dem Jahr soll dann die Expo in Dubai sein und viele Projekte scheinen mir auf dieses Datum ausgerichtet zu sein. Insofern wird es spannend zu sehen sein, wie viel sich bis dahin geändert hat.
Für diesmal schließt sich aber erstmal das Reisetagebuch bis es in 3 Wochen ab nach Norwegen geht.

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Autor:Jens Koopmann