Dubai die Zweite – Teil 5: Sonnenaufgang in Business Bay, Malls und die Marina

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Die erste Nacht in unserem zweiten Hotel war eine Kurze – zumindest für mich. Die Lage des Hotels in der Business Bay wollte ich nämlich nutzen, um noch ein paar schöne Aufnahmen von der Skyline Dubais mit dem Burj Khalifa zu bekommen. Nun ist Dubai tagsüber allerdings nur mäßig fotogen, so dass man entweder auf die Zeit des Sonnenuntergangs oder des Sonnenaufgangs ausweichen muss. In meinem Fall war es der Sonnenaufgang, da Downtown Dubai nach Westen liegt von uns aus gesehen. Also klingelte mein Wecker heute morgen bereits um 5 Uhr und wenige Minuten später war ich bereits aus dem Hotel heraus und befand mich im Getümmel der unzähligen Baustellen, die diese Gegend (wie auch den Rest von Dubai) prägen.

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Mein Ziel war es, den Wasserbogen zu erreichen, der sich durch das Viertel Business Bay zieht. Hierfür musste ich aber erstmal ein wenig auf den Straßen laufen, da die Fußgängerwege nur punktuell schon fertig waren. Rund 20 Minuten dauerte es, bis ich endlich einen Zugang gefunden hatte. Später wird sich hier einmal eine Promenade rund um das Wasserband ziehen, ähnlich wie beim See am Burj Khalifa. Viel zu sehen gibt es davon heute allerdings noch nicht, bis auf das Geländer mit den Laternen. Das alles sollte mich aber nicht weiter stören, denn als Entschädigung gab es einen fantastischen Blick auf Downtown Dubai, welches sich zudem im stillen Wasser spiegelte – ideale Bedingungen für Fotos also.

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Ich bin dann Stück für Stück am Wasser entlang nach Norden gegangen, wo eine Brücke nach Downtown führt. Unterwegs habe ich alle paar Meter angehalten, da die Aussicht einfach so klasse war und sich die Lichtstimmung minütlich änderte, während die Morgendämmerung einsetzte.

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Kurz nach Sonnenaufgang hatte ich dann auch die Brücke erreicht und habe dann meinen Rückweg durch Downtown Dubai angetreten. Von der Brücke hatte ich zudem auch noch einen schönen Blick in Richtung Financial Center mit den Emirates Towers.

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Der Weg durch Downtown ist ein Weg der Kontraste, denn auf der einen Seite gibt es den Burj Kahlifa und die ihn umgebenen Wohnwolkenkratzer und auf der anderen Seite findet man eher eine flache Bebauung im traditionellen arabischen Stil. Auch wenn das alles eine künstlich geschaffene und nicht organisch gewachsene Stadtstruktur ist, so fängt dieser Teil Dubais langsam an, seinen Charakter zu entwickeln, denn hier sind nur noch verhältnismäßig wenige Baustellen und Leben kehrt in das Viertel ein.

 
  

Wobei am heutigen Morgen sich das Leben in Grenzen hielt, denn es ist Freitags und da ist Dubai zumindest am Vormittag wie leergefegt (der Freitag ist in der islamischen Welt so wie unser Sonntag, d.h. man arbeitet nicht und geht in die Moschee).
Über den Außenring von Downtown habe ich dann meinen Weg zurück nach Business Bay gesucht, doch langsam wurde es mir zu warm und so habe ich irgendwann begonnen, nach einem Taxi Ausschau zu halten.

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Nur wie immer, kommt gerade dann, wenn man eines sucht, keines mehr vorbei und so dauerte es noch etwas bis ich schließlich eines gefunden hatte. Der Taxifahrer kannte natürlich mein Hotel nicht und so musste ich ihn ein wenig lotsen, damit er dorthin gefunden hatte. Damit war die Morgentour dann auch abgeschlossen und sie hatte sich mehr als gelohnt, denn die Bilder, die dabei entstanden sind, hatten das frühe Aufstehen absolut gerechtfertigt.

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Nun war aber erstmal Zeit fürs Frühstück und danach noch für das Reisetagebuch, bevor wir gegen 11:30 Uhr gemeinsam losgezogen sind, zunächst mit dem Ziel, uns noch zwei weitere Malls anzuschauen.
Warum schauen wir uns Malls an? Nun diese Konsumtempel sind nunmal eine der Hauptattraktionen der Stadt, sieht man von den Hotels, dem Burj Khalifa und der historischen Gegend rund um Bur Dubai und Deira ab. Dubai ist eine Shoppingstadt – nicht wegen der Preise, sondern wegen der schier unbegrenzten Auswahl.
Insofern hat uns unser Weg zunächst einmal zur Metro und von dort zur Station Bur Juman geführt. Diese U-Bahn-Station allein lohnt schon einen Halt, denn neben ihrem futuristisch blauen Design ist sie zudem mit Fotografien aus dem alten Dubai ausgeschmückt, die eine Zeit vor den Wolkenkratzern und dem Bauboom zeigen.

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Direkt an die Station schließt sich die Bur Juman Mall an, welche als exklusivste alle Malls gilt. Entsprechend ist der Begriff des Sonderangebots hier nur bedingt verbreitet, weshalb wir es auch bei einem kurzen Bummel belassen hatten.
Hier haben wir auch noch eine Bekannte von Milly getroffen, welche uns heute ein wenig begleitet hatte. Sie ist ebenfalls aus Kenia, arbeitet aber derzeit in Dubai.

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Wir sind nach dem kurzen Rundgang dann wieder zurück zur Metro und haben dann die Grüne Linie nach Süden genommen, bis zur Haltestelle Dubai Healthcare City, was nicht an unser mangelnden Gesundheit gelegen hatte, sondern am Fakt, dass sich hier Wafi City mit der Wafi Mall befindet, einem komplett im Ägyptischen Stil gehaltenen Shopping Center.

Ich fand diese Mall aber im Vergleich zur ebenfalls als Themenmall angelegten Ibn Battuta Mall eher weniger attraktiv. Einzig der unterirdische Basar sowie einzelne Hallen sind sehr schön gestaltet. Hier haben wir dann auch uns kurz gestärkt, bevor es nach einem nochmaligen kurzen Rundgang wieder zurück zur Metro und von dort ans andere Ende der Stadt zur Dubai Marina ging.

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Ich war letztes Jahr schon einmal an der Dubai Marina gewesen und schon damals fand ich, dass der künstlich angelegte Jachthafen mit das charmanteste Viertel der Stadt ist, da die Uferpromenade ein Flanieren ohne den Lärm der Autos ermöglicht.
Als wir ankamen, war es schon kurz vor 5 Uhr gewesen und damit blieb noch eine halbe Stunde, bis zum Sonnenuntergang. Milly hat es sich hierzu auf einer Bank gemütlich gemacht, von der sie das Treiben im Hafenbecken mit den ständig ein- und auslaufenden Luxusjachten gut beobachten konnte, während ich noch eine Runde um das Hafenbecken gedreht habe.

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Dabei kam ich auch am Wohnwolkenkrater „The Torch“ vorbei, der Anfang des Jahres durch ein Feuer in den Schlagzeilen war.
Auch der Blick auf den verdrehten Cayantower durfte nicht fehlen.

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Ich bin dann über die Brücke hinter dem Cayantower auf die andere Uferseite gegangen und bin dort der Promenade bis zur Brücke in der Mitte des Hafenbeckens gefolgt. In dieser Zeit begann auch langsam die Blaue Stunde und damit die wenigen Minuten, in der in der Marina tolle Fotos möglich sind.

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Minuten ist hier wirklich wörtlich zu nehmen, denn die Lichtstimmung wechselt um diese Zeit in jeder Minute und eh man sich versah, war es nach kurzer Zeit dunkel und die Magie des Lichts wieder weg. Damit war ich dann auch wieder bei Milly angekommen, deren Magen sich zwischenzeitlich gemeldet hatte, so dass wir uns bei einem Inder/Chinesen am Ufer niedergelassen und Abendbrot gegessen hatten.

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Eigentlich wollten wir danach noch auf den Souk nach Bur Dubai, aber die Zeit war einfach zu weit fortgeschritten und daher haben wir uns nach dem Essen nur noch auf den Weg zurück nach Business Bay und von dort mit dem Taxi ins Hotel gemacht (wieder wusste der Fahrer nicht, wo wir lang mussten…). Und damit endet dann auch schon Tag 5.

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Autor:Jens Koopmann