Dubai die Zweite – Teil 4: Vom Atlantis the Palm zum Burj Khalifa

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Nach drei Nächten im Atlantis The Palm hieß es heute Abschied nehmen, denn die zweiten drei Nächte der Reise werden in Dubai Business Bay in der Nähe von Downtown Dubai verbringen.
Da aber die letzten Tage noch nicht mal Zeit war, dass Atlantis als Ganzes zu sehen, habe ich am Morgen zunächst noch eine Tour durch das Gelände unternommen. Der Komplex ist an sich riesig – kein Wunder, denn die in den auf 22 Stockwerke und 1500 Zimmer verteilten Gäste wollen unterhalten werden und sich dabei auch nicht ständig auf die Füße treten.


Hierzu gibt es natürlich erst einmal den Strand, der sich hinter dem Hotel auf der brandungsgeschützten Seite von The Palm befindet. Ein feiner weißer Sand lädt zum Verweilen ein, wäre da nicht diese Wärme und der Ausblick auf unzählige Baustellen. Mein Eindruck vom letzten Jahr setzt sich hier nahtlos fort, dass Dubai noch eine einzige Baustelle ist, auf der nur wenige vereinzelte Flecken bereits fertiggestellt sind. Insofern gibt es wohl zweifelsohne charmantere Ausblicke als jenen vom Strand des Atlantis The Palm.


Wer lieber etwas aktiver ist, muss nur ein Stück weiter gehen und kommt dann zum Aquaventure Wasserpark, einem Paradies für Wasserratten. Dieser Park ist wirklich schön gestaltet und wäre ich am Montag nicht so viel verspätet in Dubai angekommen, hätte ich ihn auch gern mal genutzt. Der Park ist für Gäste des Hotels übrigens gratis. Gegen Eintritt können aber auch Tagesgäste hier hinein. Highlight des Wasserparks sind zweifelsohne die spektakulären Rutschen, welche durch ihre Länge oder aber durch ihr Gefälle beeindrucken.

Das Gelände erstreckt sich aber noch weiter und so folgen auf Aquaventure noch die Dolphin Bay und der Sea Lion Point. Bei Ersterer kann man mit Delfinen schwimmen oder Fotos mit Ihnen machen lassen – alles natürlich gegen entsprechendes Kleingeld. Tierschützer sind allerdings nicht allzu glücklich über die Umstände der Tierhaltung, weswegen es ein zwiespältiges Vergnügen ist. Viele Gäste hält es aber dennoch nicht davon ab, das Angebot zu nutzen.

Danach bin ich wieder zurück zum Hotel und war dort nochmal in den Lost Chambers, dem Aquarium vom Hotel Atlantis. Hier wird die Legende hochgehalten, dass man beim Bau des Hotels doch tatsächlich auf die Überreste des versunkenen Atlantis gestoßen sei und man nun die einmalige Gelegenheit hat, hier einige der Artefakte zu besichtigen. Nun mag diese Geschichte in erster Linie die Kinder überzeugen, aber auch für Erwachsene ist das Ganze auf Grund der schön gestalteten Aquarien sehenswert, zumal Hotelgäste das Vergnügen kostenfrei und so oft sie wollen besuchen können. Von daher bin ich auch nochmal rein, obwohl wir Dienstag morgen ja schonmal hier waren.

  

Nach dem Eingang mit einer sehr schönen Röhre mit unzähligen Fischen kommt man in den Navigation Room. Angeblich sollen die Herrscher von Atlantis den Arapaima-Fisch aus Südamerika zur Navigation durch dunklen Gewässer genutzt haben, da der Fisch magische Fähigkeiten besitzt. Tatsächlich handelt es um einen beliebten Speisefisch, der zu den größten Süßwasserfischen der Welt gehört, mittlerweile aber eine bedrohte Spezies ist.
Danach kommen zwei Kammern mit Quallen gefolgt von einem Aquarium mit Moränen, welches sich im „Technology Center“ befindet. Hier war quasi die Zentralbank von Atlantis, wo man mit blauen Kristallen bezahlen konnte. Ich weiss, die Geschichte hinkt – aber beschwert euch nicht bei mir, ich hab es mir nicht ausgedacht.
Als nächstes kommt „The Abyss“, einer von zwei größeren Räumen. Angeblich früher mal Eingang zu einer Mine sind hier seit Kurzem zwei Albinokrokodile untergebracht.

Der zweite große Raum ist die „Seven Sages Chamber“ mit ihrem „organischen Computer“ in der Mitte. Interessant sind hier vor allem die Hufeisenkrabben und der Blick ins große Aquarium, welches man hier von der Rückseite sieht (der Blick durch die Vorderseite ist außerhalb der Lost Chambers und kostenfrei).

Insgesamt braucht man nicht mehr als 30 Minuten bis 1 Stunde maximal, um alles zu sehen, es sei denn man möchte die Fische wirklich lang beobachten. Als Hotelgast ist es auf jeden Fall Pflicht, hier einmal gewesen zu sein – allerdings würde ich nicht extra dafür hier her fahren.
Danach bin ich dann wieder zurück aufs Zimmer und gemeinsam haben wir dann dort schnell noch die letzten Sachen gepackt, bevor wir ausgecheckt haben. Kurz darauf ging es mit dem Taxi zu unserem zweiten Hotel für den Rest der Woche.

Es ist das Naia Breeze Hotel im Business Bay Viertel. Ein ganz neues Hotel mit kleinen Appartments, welches auf Google Street View noch im Bau ist, aber gottseidank mittlerweile fertiggestellt wurde. Von der Umgebung kann man das allerdings noch nicht behaupten, denn hier ist nach allen Seite noch vieles im Bau.
Da unser Zimmer noch nicht bereit war, hatten wir nur unser Gepäck hier gelassen und sind dann mit einem Shuttlebus erstmal zur Dubai Mall gefahren.
Wer in Dubai ist und nur Zeit für eine Mall hat, der sollte Dubai Mall nicht verpassen. Sie ist die größte Mall der Stadt mit derzeit 1200 Geschäften und Erweiterungen sind bereits im Bau. Neben dem Shopping-Vergnügen gibt es aber auch einiges zu entdecken. Ich habe dies zwar alles schon letztes Jahr gesehen, aber für Milly war es alles noch neu und so sind wir zum Aquarium gegangen, dem Dinosaurierskellett im Souk, der Eisbahn und dem Wasserfall mit seinen Springern.

   
 

Danach war es Zeit für einen kurzen Snack im Foodcourt, bevor wir unsere Tickets für den Burj Khalifa abgeholt und noch schnell einen Ausflug in die Wüste gebucht hatten für Sonntag.
Dann war es auch schon Viertel vor 4 und damit Zeit, um auf den Burj Khalifa hinauf zu fahren, damit auch Milly einmal den Ausblick aus dem 124. Stock genießen konnte. Es war heute nicht ganz so voll wie letztes Jahr, insofern waren wir schnell durch den Sicherheitscheck hindurch. Die Passage danach wurde seit dem letzten Jahr umgebaut. Die schöne große Leinwand mit Szenen aus dem Leben Dubais ist kleinen Installationen an den Decken gewichen und auch die kleine Doku zum Making of von Mission Impossible ist weggefallen. Ich fand das letztes Jahr doch etwas besser. Dafür mussten wir aber nicht weiter warten und konnten direkt mit dem Fahrstuhl hinauffahren. Die rund 45s mit ca. 10m/s katapultierten uns auf die Aussichtshöhe von über 400m. Auch hier wurde seit letztem Jahr einiges umgestaltet. Eines blieb aber erhalten: durch die Fenster der Innenplattform lassen sich dank der Spiegelungen so gut wie keine vernünftigen Fotos machen. Besser geht dies schon auf der Außenterrasse, aber hier wartete die ganz große Enttäuschung auf uns, denn gerade der Teil der Terrasse von dem man die Wasserspiele sehen konnte war gesperrt. Darüber gab es auch nirgends eine Ankündigung was schon etwas unfair ist, denn gerade von dem Teil hat man den so bekannten Blick vom Burj Khalifa.

Insofern lohnte es sich heute aber auch nicht, oben zu bleiben, um die erste Wassershow von hier zu sehen und wir sind nach einem nochmaligen Rundgang wieder hinunter gefahren. In Summe muss ich sagen, dass der Aufenthalt im Burj Khalifa im Vergleich zum letzten Jahr deutlich nachgelassen hatte, aber es gehört trotzdem zum Besuch in Dubai dazu.
Insofern waren wir aber rechtzeitig wieder unten, um die erste Wassershow um 18 Uhr direkt von der Brücke am See anschauen zu können und vorher blieb für mich noch genügend Zeit, um einmal um den See zu laufen und noch ein paar Fotos bei der Sonnenuntergangsstimmung zu machen.

       

Die Wasserspiele um 18 Uhr sind die besten am Tag, da der Himmel noch nicht ganz dunkel ist und Reste des Abendrots eine schöne Stimmung zaubern. Insofern hat uns das für den eher mittelprächtigen Besuch auf der Aussichtsplattform entschädigt.

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Nach der kurzen Vorstellung waren wir dann aber auch hungrig fürs Abendessen, was wir beim Inder im Foodcourt zu uns genommen hatten. Danach blieb dann noch Zeit, um eine weitere Wassershow zu sehen, bevor wir zum Ausgang der Dubai Mall gegangen sind, wo wenige Minuten später dann unser Shuttle zurück zum Hotel kam und damit auch dieser Tag sein Ende nahm.


 
  

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Autor:Jens Koopmann