Dubai die Zweite – Teil 2: Atlantis the Palm und mit dem Heli über Dubai

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Nach der langen Anreise habe ich zumindest bis 9 Uhr heute morgen schlafen können. Ich war zwar auch dann noch todmüde, aber viel länger wollte ich nicht im Bett bleiben, da sonst auch der heutige Tag gleich noch mit verloren gewesen wäre.
Highlight des heutigen Tages ist zweifelsohne der Helikopterflug am frühen Nachmittag. Zuvor haben wir aber die Zeit für einen ersten kurzen Rundgang im Hotel genutzt. Das Atlantis the Palm ist riesig und die Orientierung zu behalten ist gar nicht so einfach – und wir waren gerade mal nur im Inneren unterwegs.
Unser Ziel war das Aquarium im Atlantis – auch Lost Chambers genannt.

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Hier leben mehr als 65.000 Meerestiere in einer Umgebung, die der Sage von Atlantis nachempfunden ist. Hier gab es auch ein Café, wo wir uns kurz gestärkt hatten (mein Törtchen sah aber besser aus, als es geschmeckt hat).

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Das Aquarium ist an sich schön gestaltet, wobei es manchmal schon arg an der Grenze zum Kitsch ist. Als Hotelgast kann man aber kostenfrei hinein (sonst rund 20 EUR), weshalb sich der Besuch für uns schon gelohnt hat, denn zu sehen gab es einiges. Gerade das große Becken ist beeindruckend mit seinen ganzen Fischschwärmen, den Haien und und Rochen.

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Nach dem Rundgang sind wir dann nochmal kurz aufs Zimmer zurück, um dort unsere Sachen für den Helikopterflug zu holen. Es blieben auch noch ein paar Minuten zum Verschnaufen und dann ging es wieder los.

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Das Helipad ist direkt neben dem Atlantis The Palm – ein Grund, warum wir den Rundflug während unseres Aufenthaltes hier im Hotel gebucht hatten. Trotzdem waren allein die 300m dorthin bei 34 Grad Hitze beschwerlich und wir waren froh, als wir kurz darauf in der klimatisierten Wartehalle (man nannte es etwas übertrieben „Lounge“) waren. Hier mussten wir dann auf unseren Flug warten und die Hoffnung war, dass wir möglichst wenige waren. Leider waren wir aber nicht nur zu zweit auf dem Flug, denn ein weiteres Paar hatte die gleiche Idee zu gleichen Zeit gehabt.
Nach einem kurzen Sicherheitsbriefing bekamen wir dann unsere Schwimmwesten umgebunden (ich bezweifle, dass diese im Fall des Falles einen Unterschied gemacht hätten) und schon ging es ab zum Hubschrauber.

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Freie Platzwahl war dabei nicht angesagt, denn die Plätze wurden anhand des Gewichtes vergeben, um den Helikopter gut auszubalancieren. Insofern bekam Milly mit der anderen Dame zusammen einen Platz vorn neben dem Piloten, während wir beiden Herren hinten Platz nehmen mussten. Immerhin hatte aber jeder einen Fensterplatz.
Kurz nachdem uns die Gurte angelegt wurden, ging es dann auch schon los und es war ganz anders als gedacht. Da war kein Ruckeln oder Schaukeln, sondern wir sind einfach nur sanft in die Luft gestiegen. Es war quasi wir letztes Jahr mit dem Ballon, nur diesmal etwas lauter.
Wir haben dann nach Norden gedreht, so dass wir das Atlantis The Palm rechts von uns gelassen haben und nahmen dann Kurs auf zum zweiten Inselprojekt in Dubai: The World.

    

Wir der Name schon sagt, bilden die Inseln hier die Weltkarte ab, auch wenn es aus der Höhe, von der wir geschaut haben, schon etwas an Phantasie benötigt, um sich die Landmassen als Erdkarte vorzustellen. Dieses Projekt ist allerding nicht viel weiter als bis zum Aufschütten der Inseln gekommen. Der Scheich von Dubai selbst hatte dieses Projekt initiiert. Die fast 300 Inseln selbst sind nicht sonderlich groß, insofern sind sie eher für private Investoren gedacht, denn für große Hotelketten (für die gibt es auf The Palm Dubai genug Platz). Was jeder Inhaber mit seiner Insel genau anfängt, bleibt ihm überlassen, denn Vorgaben gibt es so gut wie keine. Bislang sind aber nur 2 Inseln bebaut. Eine von Ihnen kann sogar für private Events angemietet werden.
Die meisten von uns werden sich wohl nie eine der Inseln leisten können, denn der Preis wird den Interessentenkreis stark einschränken. Zwischen 4,5 und 7,5 Mio Dollar immerhin legen die Eigentümer der Inseln pro Hektar auf den Tisch. Nur einer musste für seine Insel nichts bezahlen: Michael Schumacher. Er bekam seine Insel vom Scheich persönlich geschenkt.
Es muss glaube ich nicht erwähnt werden, dass der Besitz eines Bootes (oder besser einer Jacht) von Vorteil ist, wenn man eine der Inseln besitzt, denn zu Fuß oder mit Auto kommt man hier definitiv nicht hin.
Unser Flug führte uns dann weiter parallel zur großen Sheik Zayed Road, an deren beiden Seiten sich auch Downtown Dubai mit dem Burj Khalifa und Dubai Financial Center erstreckt. Die Blicke hier waren sicher die beeindruckendsten während des Flugs, hat man doch sonst keine Gelegenheit, den Burj Khalifa mal so nah aus der Luft zu sehen.

    

In Bur Dubai sind wir dann nach rechts abgeschwenkt und parallel zum Dubai Creek geflogen, von wo wir man auch einen guten Blick auf den Flughafen von Dubai hatten.

Am südlichen Ende des Creek haben wir dann gedreht und sind dem Meeresarm wieder bis zur Küste gefolgt. Von oben konnten wir auch gut die vielen hölzernen Handelsschiffe sehen, die am Creek liegen und der Blick nach rechts reichte bis ins Nachbaremirat Sharjah.

  

Wieder am Golf angekommen, haben wir die Hafenanlagen überflogen, wo auch das Kreuzfahrtschiff Queen Elizabeth II seine letzte Ruhe gefunden hat und gerade zu einem Hotel umgebaut wird.
Vorbei ging es weiter am Burj Al Arab (wo wir morgen zum Nachmittagstee sind) bis wir kurz vor der Dubai Marina wieder landeinwärts abgebogen und über den Golfplatz der Stadt geflogen sind.

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Dies war dann auch der letzte Punkt des 25-minütigen Fluges, denn danach sind wir wieder entlang der Dubai The Palm bis zum Helipad beim Atlantis geflogen, wo die Landung ebenso sanft war wie der Start (und damit nicht vergleichbar mit dem ruppigen Aufsetzen mit dem Ballon im letzten Jahr).

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Insgesamt hat sich der Flug auf jeden Fall gelohnt, auch wenn es ein teurer Spaß war. Nur einmal im Leben sollte man es gemacht haben.

Wir sind dann zurück zum Atlantis und haben uns dort kurz gestärkt, bevor ich nochmal allein losgezogen bin, um von der Dubai The Palm die Skyline der Dubai Marina zu fotografieren.
Ich war recht spät dran und musste mich beeilen, da es rund 5km zu Fuß bis zum Ende des äußersten Astes von The Palm sind – ehrlich gesagt hätte ich mir das vor dem Urlaub gar nicht so lang vorgestellt. Unterwegs gab es allerdings auch nicht allzuviel zu sehen, so dass ich es kurz nach Sonnenuntergang schaffte dort zu sein und noch ein paar schöne Fotos während der Blauen Stunde bekommen hatte.

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Der Weg zurück war dann aber um so zäher zu laufen. Unterwegs läuft man eigentlich nur an Baustellen entlang, denn die meisten Hotels sind noch nicht fertig gestellt. Es wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis The Palm wirklich ein attraktiver Ort ist. Im Moment ist es eher eine Baustelle, denn ein Touristenzentrum.

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Nach gut einer Stunde war ich dann wieder im Hotel angekommen und damit war der heutige Tag auch zu Ende, denn meine Beine wollten mich auch keinen weiteren Meter tragen.

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Autor:Jens Koopmann