Dubai – Das New York Arabiens – Teil 15: Dubai Marina

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Der Nachmittagsausflug des heutigen Tages führte mich zur Dubai Marina, rund 40min von Deira entfernt.
Es handelt sich hierbei um ein neues Stadtviertel rund um einen künstlich geschaffenen Meereskanal an dem ein Yachthafen angelegt wurde. Die Ufer des Kanals zieren unzählbar viele Hochhäuser, die irgendwann mal über 120.000 Menschen beherbergen sollen, sprich alle Einwohner der Stadt Trier plus einiger umliegender Dörfer auf diesem überschaubaren Stück Land. In der Tat ist dies der Ort in Dubai mit der höchsten Konzentration an Hochhäusern. Manchmal liegen die auf Luxus ausgerichteten Wohntürme nur wenige Meter voneinander entfernt. Dabei stellt sich dann die Frage, ob ein Apartment in einem Turm, der niemals Sonnenlicht sieht und dessen Aussicht auf den Blick auf einen weiteren Wohnturm beschränkt ist, wirklich so ein Luxus ist. In vielen der Häuser würde ich zumindest nicht wohnen wollen. In Projektbeschreibungen der Dubai Marina liest sich dies allerdings etwas anders. Hier wird von einem neuen Stadtteil in venezianischer Tradition gesprochen – na ja, ich lies mich mal überraschen…

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Da mein Magen bereits bei der Ankunft zu knurren begann, bin ich von der Metrostation Jumeirah Lake Towers noch eine Station mit der neuen Straßenbahn von Dubai gefahren bis zur Marina Mall, einem weiteren Einkaufszentrum, denn was wäre ein Stadtteil in Dubai ohne eine Mall…
Die Marina Mall hatte heute – trotz der Tatsache, dass es Freitag war – geöffnet und nicht nur die Restaurant, sondern auch alle Geschäfte. Im Vergleich zur Dubai Mall gibt es hier aber nichts Spannendes zu entdecken und so habe ich es bei einem schnellen Essen in einem arabischen Schnellrestaurant belassen.
Danach ging es dann runter an den Fußweg, der den Kanal umschließt. Hier ist wirklich eine ganz schöne Promenade entstanden, denn ungestört von Autolärm kann man hier tatsächlich unter freiem Himmel flanieren und nicht nur wie sonst in den Malls oder entlang großer Straßen.

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Fertig ist hier aber auch bei weitem noch nicht alles und so sind gerade im nördlichen Bereich des Hafenbeckens noch viele Baustellen zu entdecken. Weit über 100 Wohnwolkenkratzer sollen hier mal in den Himmel ragen und fast jede Lücke am Ufer damit geschlossen sein. Neben der Promenade ist aber auch das Hafenbecken selbst beeindruckend, weil samt seinem Zugang zum Meer von Menschenhand erschaffen. Bei Fertigstellung war es das größte künstliche Hafenbecken der Welt und rangiert heute immerhin noch auf Platz 2.

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Ich habe dann einen Spaziergang entlang des Hafenbeckens gemacht, immer auf der Suche nach einem Punkt wo ich heute Abend ein paar ansehnliche Aufnahmen bekommen kann. Dafür musste ich dann fast ans andere Ende laufen, wo die Bauarbeiten weiter fortgeschritten waren und nicht mehr allzu viele Kräne den Hafenrand dominierten. Hier konnte man schon fast von ein wenig Flair im modernen Dubai sprechen. Etwas was den neuen Stadtteilen Dubais sonst gänzlich fehlt und Dubai damit halt nicht vergleichbar macht mit anderen Metropolen wie London und New York, wo gewachsene Strukturen, kleine Unzulänglichkeiten und unzählige Geschichten den Reiz dieser Städte ausmachen. Hier ist es einfach die Geschwindigkeit mit der eine Stadt aus dem Boden gewachsen ist, der schiere Reichtum und der Konsumüberfluss, der einem den Atem raubt.

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Aber wiegesagt, hier in diesem Teil der Dubai Marina ist dies ein klein wenig anders und hier kann man sich durchaus wohlfühlen bei den winterlichen 25 Grad, auch wenn es nicht wirklich viel geschichtsträchtiges zu entdecken gibt.
Blickfang des Hafenendes ist ein in sich verdrehter Wolkenkratzer, der Cayan Tower. Erst vor einem Jahr fertiggestellt, streckt er sich ganze 306 Meter in die Höhe und dreht sich dabei rund 90 Grad um die eigene Achse. Mit der dieser Höhe ist er das zwölfthöchste Wohngebäude der Welt und besonders im Abendlicht, wenn die Metallfassade rot zu schimmern beginnt zweifellos der Blickfang der Dubai Marina.

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Nur wenige Meter entfernt steht der Torch Tower, welcher mit 352m Höhe zeitweise sogar der höchste Wohnwolkenkratzer der Welt war und heute noch auf Platz 4 zu finden ist.
In dieser Gegend habe ich mich dann bis nach Sonnenuntergang aufgehalten und versucht, ein paar schöne Aufnahmen zu bekommen, während ich dazwischen die Yachten bei der Ein- und Ausfahrt aus dem Hafen beobachten konnte.

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Gegen halb 7 war das Spektakel dann aber auch schon wieder vorbei und das Licht war zu dunkel, um noch weiter zu fotografieren und so bin ich zurück zur Metro und von dort zum Hotel gefahren, wo ich noch ein wenig die Bilder am Abend gesichtet habe, bevor es dann pünktlich ins Bett ging, schließlich war es ein langer Tag gewesen.

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Autor:Jens Koopmann