Die goldenen Türme des EuGH in Luxemburg

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Luxembourg ist nicht nur Finanzstandort und Heimat von RTL, sondern als Gründungsmitglied der EU auch Sitz zahlreicher Institutionen. So zählt auch der Europäische Gerichtshof seit der Gründung zu den in Luxembourg ansässigen Behörden und seit 1992 ist festgelegt, dass der Standort dauerhaft beibehalten werden soll. Da bestehende Gebäude immer wieder zu klein wurden, gab es im Jahr 2002 den Startschuss zum bis dato größten Bauvorhaben in Luxemburg.

In dem Zuge wurden bestehende Gebäude erweitert und vom Architekten Dominique Perrault die zwei neuen goldenen Bürotürme erbaut, die jetzt schon von weitem zu sehen sind. Jeder der beiden Türme hat 27 Stockwerke und ist dabei nur 14m breit. Die resultierenden 24.000qm Bürofläche sind den Übersetzern der EU vorbehalten. Um den goldenen Eindruck Stahlbalken in der Fassade noch zu verstärken wurden Zwischenstücke in die Fassade eingefügt aus einem goldenfarbenen Gewebe, welches z.T. lichtdurchlässig ist. Über 7000 solcher Panele sind an der Fassade verbaut.

Letzte Woche bin ich bei frühlingshaftem Wetter mal in der Mittagspause zu dem Gebäude gefahren und habe meine Nex 5r mit dem 8mm Fisheye mitgenommen. Obwohl die Mittagssonne für Fotos allgemein nicht unbedingt vorteilhaft ist, funktioniert sie bei modernen Gebäuden doch ganz gut. Insbesondere hier, wo der goldene Schimmer der Fassade im lebhaften Kontrast zum blauen Himmel steht. Ich bin bis unten vor das Gebäude gegangen und habe dann versucht, den Winkel des Objektiv so zu wählen, dass der oberhalb von mir befindliche Fußgängerweg eine Art Rahmen im unteren Bildbereich bildet und dem Bild so mehr Dynamik gibt. Dank der 8mm Brennweite konnte ich, obwohl direkt vor dem Gebäude stehende trotzdem die ganze Szene erfassen. In der Nachbearbeitung habe ich dann das Himmelsblau ganz leicht verstärkt (es war schon recht gut) und die Schwarz-Töne verdunkelt, um den Rahmeneindruck im unteren Bereich zu verstärken. Die Verzeichnung habe ich nur leicht korrigiert, da bei einer vollständigen Korrektur dank der geraden Linien die von mir beabsichtigte Dynamik verloren gegangen wäre.

Insgesamt wie ich finde eine spannende Aufname und ein dankbares Übungsobjekt für den Umgang mit dem Fisheye-Objektiv.


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Autor:Jens Koopmann