Die Atlantikwellen formen Valentia Island

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Wie die letzten drei Tage, so gibt es auch heute wieder ein Foto von meinem kürzlichen Fototrip nach Südirland.

Einer meiner Wünsche für diesen Ausflug war es, Wellen fotografieren zu können. Ich finde die Kraft des Wassers, wenn es aufs Land trifft immer wieder faszinierend. Michael Herrmann, ein ausgewanderter deutscher Fotograf und unser Guide für einen Tag hatte meinen Wunsch erfüllt und uns auf Valentia Island abseits aller größeren Straßen zu Klippen geführt, wo an diesem Tag die Wellen ganz ordentlich gegen die Felsen schlugen, was wir einem leicht böigem Wind verdankten. Zuvor mussten wir aber ein gutes Stück zu Fuß noch zurücklegen, denn mit dem Auto war diese Stelle nicht erreichbar. Oben auf den Klippen galt es immer vorsichtig zu sein, denn man wußte ja nie, ob nicht plötzlich doch eine besonders große Welle kam. Und selbst wenn diese ausblieb, so galt es so gut es ging, die Fotoausrüstung vor dem Salzwasser zu schützen (dem Fotografen machte es gottseidank nicht so viel aus).

Neben den Wellen, die hoch am Felsen hochschlugen gab es in etwas Entfernung auch ein paar flacher ins Wasser hereinragende Landzungen. Hier hat sich auch das Wasser dran gebrochen, aber längst nicht so stark, wie an der hohen Cliffwand. In dieser Richtung entstand diese Aufnahme.  Um die Bewegung des Wassers besser einzufangen, habe ich eine etwas längere Belichtungszeit von 3 Sekunden gewählt. Dies war lang genug, um dem Wasser eine fließende Dynamik zu geben, ohne es allzu nebelhaft aussehen zu lassen. Um diese Belichtungszeit zu erreichen, habe ich die Kamera auf die niedrigste Iso-Stufe – ISO50 – gestellt und vor das Objektiv einen 1000-fach Graufilter geschraubt. Die Aufnahme selbst entstand mit einem leichten Teleobjektiv bei 50mm (75mm KB-Äquivalent).

In der Nachbearbeitung habe ich den fließenden Eindruck des Wasser verstärkt, indem ich auf der Wasseroberfläche die Klarheit, sprich die Mikrokontraste reduziert habe. Ansonsten habe ich lediglich die Dynamik etwas erhöht und die Gesamtsättigung verringert. Als letztes wurde die Aufnahme im Format 16:9 beschnitten, da der Himmel wenig interessantes bot.


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Autor:Jens Koopmann