Deutschlands echte Karl-Marx-Stadt: Trier

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In einer Welt vor nicht allzu langer Zeit, gab es auf deutschem Boden noch eine Stadt, welche sich Karl-Marx-Stadt nannte und 37 Jahre lang den Namen dieses bekannten Ökonomen und Philosophen trug. Von 1953 bis 1990 war auf geheißen der DDR-Regierung die Stadt Chemnitz in Karl-Marx-Stadt umbenannt worden. Das ganze passierte aber nicht, weil Karl Marx dort geboren war. Erst starb auch nicht dort und hat noch nichtmal einen wichtigen Teil seiner Schaffensphase in Chemnitz verbracht. Um genau zu sein, hatte er die Stadt Zeit seines Lebens nicht ein einziges Mal gesehen. So gesehen war der Name Karl-Marx-Stadt ein echter Betrug, zumal es eigentlich schon eine Stadt gab, die sich zurecht diesen Namen hätte geben können: Trier.

Hier im beschaulichen Trier an der Mosel kam Karl Marx 1818 zur Welt und verbrachte rund die ersten 18 Jahre seines Lebens hier, bevor er erst nach Bonn und später nach Berlin zum Studium ging. Noch bis heute kann das Geburtshaus von Marx in Trier besichtigt werden.

Im letzten Jahr 2013 gab es dann zum Geburtstag von Marx eine besondere Aktion. Der Künstler Ottmar Hörl hat in Trier rund um die Porta Nigra 500 Karl Marx Figuren aufgestellt. Lauter kleiner rote, orangene, purpurne Marx Figuren tummelten sie auf dem Weg und bildeten ein interessantes und skurriles Kunstobjekt, welches auch dem letzten Trierer den berühmten Sohn der Stadt nochmal ins Gedächtnis rief.

Bei der hier gezeigten Aufnahme habe ich versucht die Porta Nigra zusammen mit einer Figur gut auf ein Bild zu platzieren. Dies ging aufgrund der Nähe der Figuren zu dem Stadttor nur, indem ich von unten die Kamera nach oben zeigen ließ. Um dann etwas mehr Dynamik zu erzeugen habe ich das Bild in die Schräge gekippt, so dass Marx quasi aus der einen Ecke diagonal herauskommt.

In der Bearbeitung habe ich das Bild noch leicht beschnitten und über einen Verlauf die Farbgestaltung etwas interessanter gemacht, da es an dem betroffenen Tag recht trüb war.


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Autor:Jens Koopmann