Das neue Berlin am Potsdamer Platz

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Kein Platz ist mehr Sinnbild für das neue Berlin wie der Potsdamer Platz. Einst war er das historische Stadtzentrum und verkehrsreichster Platz Europas, dann vergessenes Land zur Zeit der deutschen Teilung und nach der Wende Spielplatz für Architekten. Nirgendwo sonst in der Berliner Innenstadt (mit Ausnahme des Regierungsviertels) gibt es so viele moderne Bauten auf einem Fleck und so wenig historisch gewachsenes. Und so ist der Potsdamer Platz sicher auf der einen Seite architektonisch beeindruckend, aber auch der anderen Seite auch irgendwie charakterlos und steril. Das Herz von Berlin schlägt definitiv immer noch woanders. Da fallen einem die Prachtstraße unter den Linden ein, der Alexanderplatz im Osten, der Ku’Damm im Westen und einige andere Orte, wo sich mehr Berlin erleben lässt, als am Potsdamer Platz.

Mehr zur Geschichte des Potsdamer Platzes könnt ihr hier lesen: Potsdamer-Platz

Diese Aufnahme zeigt den Platz vor dem gleichnamigen Bahnhof. Die beiden Säulen im Vordergrund sind Lichtschächte, die Tageslicht in den unterirdischen Bahnhof bringen sollen.

Bei der Aufnahme habe ich ein Ultraweitwinkel verwendet. Mit einer Brennweite von 18mm (KB-Äquivalent) konnte ich so die Weite des Platzes etwas einfachen und die Säulen, den Bahnhof und den Nachbau der historischen Ampel auf ein Bild bringen. Bei der Bearbeitung habe ich dem Bild einen Stil gegeben, wie er oft in Konzeptpapieren zu finden ist, wo Architekten ein neues Viertel designed haben. Dazu wurde die Belichtung etwas angehoben und Lichter leicht abgeschwächt, sowie Schatten leicht aufgehellt. Dann habe ich Klarheit, Dynamik und Kontrast erhöht und den Weissabgleich etwas wärmer gestaltet. Danach wurden die Blautöne etwas abgedunkelt, um dem Himmel mehr Kontrast zu geben. Gleichzeitig habe ich die Sättigung in den Grün-, Gelb- und Orangetönen erhöht.

Schließlich habe ich noch die Perspektive korrigiert, so dass die vertikalen Linien, welche durch das Weitwinkelobjektiv verzerrt wurden, wieder gerade sind.


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Autor:Jens Koopmann