Amerikas Wunsch nach Wahrheit

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Wer im April 2013 über den New Yorker Times Square gelaufen ist, konnte kaum die 5 Werbetafeln übersehen, die nur ein Thema hatten: Die Zensur durch die Politik in den Medien sollte beendet werden.

Was aber wie ein gerechtfertigtes Anliegen klingt, welches zu unterstüzen wäre, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als politisches Spiel. Denn die Kampagne richtet sich nicht pauschal gegen Zensur, sondern lediglich gegen solche, die Kritik an der demokratischen Partei in den USA und ihren Präsidenten Barack Obama unterbindet. Dies wird auch nochmal deutlicher, wenn man sieht, wer diese Kampagne führt. Treiber ist das Media Research Center (kurz MRC), eine konservative Vereinigung, die es sich zum Zweck gemacht hat, nachzuweisen, dass die Medien Republikaner schlechter behandeln, als Demokraten. Als Medien gelten dabei die drei großen Netzwerke in den USA: ABC, CBS und NBC.

Ihnen wirft die MRC vor, Obamas Wiederwahl voran getrieben zu haben, in dem sie jegliche Kritik vermieden haben und auch sonst seine Gesetzesvorhaben zu unterstützen, indem jegliche Kritik unterblieben ist.

Ob dies war ist, oder nicht mag ich gar nicht beurteilen, aber das nur eine Seite der Politik (nämlich die Demokraten) die Medien beeinflusst ist doch eher fraglich. Oder warum hat die Politik zu Zeiten von Präsident Busch die „eindeutigen“ Hinweise auf Massenvernichtungswaffen im Irak falsch lanciert?

Wie heißt es so schön: Wer im Glashaus sitzt…

Insofern bleibt es für mich einfach eine kleines Stück Amerika was sich hier abgespielt hat.


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Autor:Jens Koopmann